Betriebsvermögen

Das Betriebsvermögen ist eine von mehreren Grundlagen der steuerlichen Gewinnermittlung. Eine der Methoden der Gewinnermittlung ist der Betriebsvermögensvergleich.

Dazu gehören alle Wirtschaftsgüter, die dem Inhaber eines gewerblichen Betriebs gehören sowie alle Güter, die als Hauptzweck den Betrieb des Gewerbes haben.

Auch Freiberufler können aber bis auf einige Ausnahmen ein Betriebs-Vermögen geltend machen.

Durch Betriebsausgaben wird das Betriebsvermögen vermindert, durch Betriebseinnahmen wird es vermehrt. Durch Entnahmen werden Wirtschaftsgüter aus dem Betriebsvermögen „entnommen“, durch Einlagen werden sie zugeführt.

Das Einkommenssteuergesetz unterscheidet bilanzsteuerrechtlich (§§ 4 Abs. 1 5 EStG) zwischen notwendigem Betriebsvermögen und gewillkürtem Betriebsvermögen.

Außerdem gibt es notwendiges Privatvermögen, das nicht als Betriebs-Vermögen gerechnet werden kann, und Sonderbetriebsvermögen

Notwendiges Betriebsvermögen umfasst alle Wirtschaftsgüter, die ausschließlich und unmittelbar für den Betrieb des Unternehmens genutzt werden, oder zu mehr als 50% eigenbetrieblich eingesetzt werden.

Gewillkürtes Betriebsvermögen sind Wirtschaftsgüter, die dem Vermögen des Betriebs durch eine Widmung zugeordnet werden. Dabei geht es um Güter, die nicht eindeutig als betrieblich nutzbar zu erkennen sind, aber in nachweisbarem objektivem Zusammenhang mit dem Betrieb stehen und ihn fördern.

Das Sonderbetriebsvermögen der Gesellschafter gehört bei Personengesellschaften zum Vermögen und wird beim Betriebsvermögensvergleich im Rahmen der Gewinnermittlung berücksichtigt.

Zum Sondervermögen gehören dann die zur Nutzung überlassenen Wirtschaftsgüter ebenso wie jene, die unmittelbar zur Stärkung der Beteiligung des Gesellschafters dienen.