Gewerbesteuer

Auf gewerbliche Einnahmen fällt die Gewerbesteuer an, die eine so genannte Realsteuer oder auch Sachsteuer ist.

Sie fällt für jeden Gewerbebetrieb im Inland an, das Aufkommen ist jedoch regional sehr unterschiedlich dank industrieller Ballungszentren.

Besteuerungsgrundlage ist jeweils der Gewerbeertrag. Wie hoch die Steuer für Unternehmer ausfällt, wird durch den Hebesatz bestimmt.

Hebeberechtigte Gemeinden legen den Steuersatz für die Gewerbesteuer durch Beschluss selbst fest, der Hebesatz muss für alle gewerblichen Unternehmer in einer Gemeinde gleich hoch sein. Steuerschuldner ist immer der Inhaber des Gewerbebetriebes.

Für einige Unternehmen von juristischen Personen des öffentlichen und privaten Rechts gilt ein Freibetrag von 3.900 Euro (§ 11 I Nr. 2 GewStG).

Für natürliche Personen und Personengesellschaften gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro (§ 11 I Nr. 1 GewStG).

Gewerbetreibende Steuerschuldner entrichten für den Steuerbetrag Vorauszahlungen am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November in Höhe eines Viertels der Gewerbesteuer, die sich bei der letzten Veranlagung ergeben hat.

Werden die Anzahlungen für Körperschaftssteuer oder Einkommenssteuer durch die Finanzbehörden angepasst, wirkt sich das aber auch auf die Höhe der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer aus.

Die Gewerbesteuer sowie steuerliche Nebenleistungen sind seit dem Veranlagungszeitraum 2008 nicht mehr als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Trotzdem kann bei der Einkommensteuerberechnung eine pauschale Anrechnung der Gewerbesteuer auf die zu zahlende Einkommensteuer (§ 35 EStG) erfolgen.