Wirtschaftsjahr

Was ist das Wirtschaftsjahr?

Mit dem Terminus Wirtschaftsjahr bezeichnet man den Zeitraum, für den die betrieblichen Ergebnisse buchhalterisch bindend ermittelt werden. Regelmäßig beträgt dieser Zeitraum 12 Monate. Vielfach deckt sich das Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr, das ist aber nicht immer der Fall.

Gesetzliche Grundlage für das Wirtschaftsjahr

Der Begriff Wirtschaftsjahr entspricht dem in Paragraf 240 HGB beschriebenen Geschäftsjahr, das dass ich regelmäßig über 12 Monate erstreckt. Normalerweise deckt sich das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr. Allerdings kann es aus verschiedenen, vor einigen steuerlichen Gründen sinnvoll sein, ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr zu bestimmen. Steuerlich dürfen Gewerbetreibende, die in das Handelsregister eingetragen, ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr festlegen. Allerdings muss die Umstellung auf das abweichende Wirtschaftsjahr in Einverständnis mit dem Finanzamt auf Grundlage von § 4a EStG vorgenommen werden. In manchen wirtschaftlichen Bereichen legen spezielle Gesetze abweichender Wirtschaftsjahre fest. Dies geschieht im Verordnungswege oder per Gesetz, wie zum Beispiel im landwirt- und forstwirtschaftlichen Bereich.

Das sogenannte Rumpfwirtschaftsjahr

Unter bestimmten Umständen kann es notwendig sein, für das Wirtschaftsjahr einen Zeitraum festzulegen, der weniger als 12 Monate umfasst. In der Durchführungsverordnung zum Einkommensteuergesetz sind entsprechende Tatbestände in § 8b Satz 2 EStDV aufgelistet. Diese sind allerdings nicht als abschließend zu verstehen. Ein Rumpfwirtschaftsjahr ist unter anderem dann notwendig, wenn der Betrieb in einem bestimmten Zeitraum

– eröffnet, erworben oder veräußert wird.

Rumpfwirtschaftsjahre werden auch dann buchhalterisch nötig, wenn man das Wirtschaftsjahr vom Kalenderjahr auf einen anderen Zeitraum umstellt.

Steuerpflichtige, die kein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr festlegen dürfen, weil sie nicht im Handelsregister eingetragen sind, müssen bei Gründung, Aufgabe sowie Veräußerung und bei Erwerb ihres Betriebes ein Rumpfwirtschaftsjahr bilden.

Treffen bestimmte Voraussetzungen zusammen, können sich mehrere Rumpfwirtschaftsjahre hintereinander ergeben.
Durchlaufen Gesellschaften bestimmte Phasen bei der Gründung – etwa wie bei der GmbH über die Errichtung der Gesellschaft und die Eintragung – ist zu prüfen, wann das Rumpfwirtschaftsjahr zu laufen beginnt. Dies wird im Zweifel bereits mit der Vor-GmbH, also der Errichtung der Gesellschaft beginnen. Die Frage ist keine rein akademische. Beginnt das Rumpfwirtschaftsjahr zu laufen, muss die entsprechende Eröffnungsbilanz erstellt werden

Welche Bedeutung hat das Wirtschaftsjahr für Gründer?

Für Existenzgründer beginnt mit dem Lauf des Wirtschaftsjahres ihre betriebliche Tätigkeit. Von diesem Zeitpunkt an gilt der entsprechende steuerliche und buchhalterische Pflichtenkreis für den neuen Unternehmer. Auch für die Bestimmung der umsatzsteuerrechtlichen Stellung des Existenzgründers ist das Wirtschaftsjahr wichtig. Im Normalfall ist der neue Unternehmer zunächst Kleinunternehmer im Sinne des Umsatzsteuerrechts. Für die Feststellung der entsprechenden Umsatzgrenzen ist der Umsatz im 1. Wirtschaftsjahr, welches vielfach ein Rumpfwirtschaftsjahr sein wird, auf 12 Monate zu hoch zu rechnen.
Steuerliche und handelsrechtliche Anforderungen wie die Erstellung einer Inventur oder die Aufstellung einer Bilanz dürfen vielfach an den Begriff des Wirtschaftsjahres an. Insoweit muss sich jeder Unternehmer mit dem Terminus Wirtschaftsjahr auseinandersetzen, weil es den Ausgangspunkt der Periodizität bestimmter rechtlicher Pflichten bildet. Auch für die Einschätzung und Bewertung der eigenen unternehmerischen Tätigkeit Hinblick auf den wirtschaftlichen Erfolg bildet das Wirtschaftsjahr den zeitlichen Rahmen.

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