Hebesatz

Was ist ein Hebesatz?

Der Hebesatz dient in Deutschland der Berechnung der Grund- wie Gewerbesteuer. Durch ihn können Gemeinden die Höhe der Abgabe in ihren Grenzen individuell festlegen. Sie bestimmen so selbst über ihre Einnahmen, da die Abgaben direkt den Gemeinden zufließen.

Rechtsgrundlage für den Hebesatz ist das Gewerbesteuergesetz (GewStG) bzw. das Grundsteuergesetz (GrStG). Der Hebesatz wird demnach jedes Haushaltsjahr neu bestimmt. Im Alltag wird er aber zumeist nicht geändert.

Bei drei Steuerarten kommt der Hebesatz zum Einsatz:

  • Hebesatz für die Gewerbesteuer
  • Hebesatz A für die Grundsteuer: Betroffen sind ausschließlich Betriebe der Land- sowie Forstwirtschaft
  • Hebesatz B für die Grundsteuer: Betroffen sind die sonstigen Grundstücke

Viele Gemeinden erhöhen 2022 die Hebesätze für die Grundsteuer A (Landwirte) und für die Grundsteuer B (Hausbesitzer). In vielen Kommunen steigt die Grundsteuer zweistellig.

Berechnung der Steuerschuld mit dem Hebesatz

Die Steuerberechnung mit dem Hebesatz funktioniert für alle drei Varianten identisch. Beispielhaft sei sie deshalb einmal an der Gewerbesteuer demonstriert:

Steuermessbetrag (Gewinn – Freibeträge) * Hebesatz = Steuerschuld.

Der Hebesatz wird in Prozent ausgedrückt, beispielsweise 350 Prozent. Die Berechnung würde mit einem Steuermessbetrag von 20.000 Euro so aussehen:

20.000 Euro * 3,5 = 70.000 Euro.

So hoch muss der Hebesatz sein

Grundsätzlich können die Gemeinden den Hebesatz so hoch wählen, wie sie möchten. Ein hoher Hebesatz bedeutet hohe Einnahmen für die Gemeinden. Allerdings wird dadurch der Standort für Unternehmer, Landwirte und Grundstückseigentümer unattraktiv. Wird ein niedriger Hebesatz festgelegt, so werden die Einnahmen der Gemeinde zwar geringer, allerdings erhöht sich die Attraktivität des Standorts. Das kann dann wieder zusätzliche Steuerzahlungen bedeuten.

Lediglich bei der Gewerbesteuer gibt es eine Ausnahme. Seit 2004 müssen Gemeinden mindestens einen Hebesatz von 200 Prozent erheben. Auf diese Weise sollen sogenannte Gewerbesteueroasen vermieden werden.

Niedrige Hebesätze in der Nähe von Metropolen

Eingebürgert hat sich, dass es verhältnismäßig niedrige Hebesätze in der Nähe von Metropolen gibt. Kleine Gemeinde wollen auf diese Weise Unternehmen anlocken. Sie nutzen den Hebesatz als Standortvorteil. Im Münchner Vorort Grünwald ist der Hebesatz beispielsweise nicht einmal halb so hoch wie in der bayrischen Landeshauptstadt selbst. Das Bundesland mit den höchsten Hebesätzen bei Grund- und Gewerbesteuer ist Nordrhein-Westfalen.

Der höchste bekannte Hebesatz in der deutschen Geschichte wurde von der Gemeinde Enzklösterle für die Grundsteuer B erhoben. Er lag bei 1800 Prozent. Durchschnittlich liegen die Hebesätze sowohl für die Grundsteuern wie auch für die Gewerbesteuer zwischen 250 und 400 Prozent.

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Wie ist beispielsweise mit dem Problem umzugehen, wenn Sie in mehr als nur einer Gemeinde aktiv sind und jene zusätzlich unterschiedliche Hebesätze haben?

Wie wird der Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro berücksichtigt?

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