Körperschaftsteuer

Was ist die Körperschaftsteuer?

Die Körperschaftsteuer, als eine Form der Einkommensteuer, müssen juristische Personen entrichten.

Unter einer juristischen Person wird, im Gegensatz zu einer natürlichen Person (das ist jeder Mensch), ein rein rechtliches Gebilde verstanden. Diese rechtliche Konstruktion kann jedoch, ebenso wie natürliche Personen, Träger von Rechten und Pflichten sein. Somit ist sie rechtsfähig und kann gültige Rechtsverträge abschließen. Dieses Rechtssystem hat natürlich nicht die Möglichkeit, Willenserklärungen abzugeben noch vermag es, eigenständig tätig zu sein. Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass juristische Personen durch Menschen vertreten werden, die dementsprechend handeln. Daher sind juristische Personen zwar in gewisser Weise wie Menschen zu behandeln, dennoch müssen sie von den Menschen unterschieden werden, die dahinter stehen. Denn weder der Vorstand noch die Gesellschafter haften für die Schulden einer juristischen Person, da in einem solchen Fall lediglich die juristische Person selbst zu haften hat. Diese ein wenig sperrige juristische Konstruktion, wird im allgemeinen Sprachgebrauch mit dem Begriff „Kapitalgesellschaften“ bezeichnet, da keine Personen mit ihrem Privatvermögen für diese Verbindlichkeiten haften, sondern nur die Kapitalmasse entscheidend ist.

Hierzulande gibt es folgende Arten von Kapitalgesellschaften (In der Überschrift zum zweiten Abschnitt des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) nennt der Gesetzgeber alle rechnungslegungspflichtigen Gesellschaften!):

  • Die Aktiengesellschaft (abgekürzt AG) inklusive der besonderen Form der Europäischen Gesellschaft (SE)
  • Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
  • Die Limited (Ltd.), sofern der Firmensitz in Deutschland ist

Generell müssen Sie im Rahmen Ihrer unternehmerischen Tätigkeit natürlich ebenso als Existenzgründer auf die aus dieser Tätigkeit erwirtschafteten Umsätze und Gewinne Steuern zahlen. Dabei bestimmt die Rechtsform Ihrer Firma die zu zahlende Steuer. Sollten Sie also eine Kapitalgesellschaft gegründet haben oder gründen wollen, müssen Sie in einem solchen Fall Körperschaftsteuer zahlen.

Wissenswertes rund um den Themenkomplex der Körperschaftsteuer

Die Grundlage für diese Art der Besteuerung ist das Einkommen, das die Körperschaft (also die juristische Person) innerhalb eines Kalenderjahres erzielt. Somit ist die Körperschaftsteuer eine Gemeinschaftsteuer. Diese wird auf den Gewinn einer Kapitalgesellschaft erhoben und beträgt aktuell 15 Prozent. Zusätzlich müssen Sie auf die Körperschaftsteuer den Solidaritätszuschlag abführen. Firmen in Deutschland sowie Unternehmen mit Sitz im Ausland unterliegen der Körperschaftsteuer lediglich mit ihren inländischen Einkünften.

Die gesetzlichen Grundlagen der Körperschaftsteuer sind in der Körperschaftsteuer-Verordnung (KStDV) sowie im Körperschaftsteuergesetz (KStG) verankert.

Fristen, Vorauszahlungen und Gewinnermittlung bezüglich der Körperschaftsteuer

Was die Körperschaftsteuer betrifft, so müssen Sie diese im Rahmen der Steuererklärung bis zum 30. April des Folgejahres einreichen, jedoch ist im Einzelfall eine Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärung möglich. Sollten Sie dieses Procedere beispielsweise einem Steuerberater übertragen, dann haben Sie zur Einreichung der Steuererklärung meistens länger Zeit.
Vorauszahlen müssen Sie die Körperschaftsteuer an den Fiskus für jedes Quartal, also am 10. März, dem 10. Juni, dem 10. September sowie dem 10. Dezember. Die Höhe der Steuer richtet sich nach Ihren zuletzt erzielten Gewinnen. Diese Vorauszahlungen verrechnet das Finanzamt am Ende Ihres Geschäftsjahres mit Ihrer Steuerschuld.

Es ist besonders wichtig, dass Sie zur Zahlung dieser Steuer stets über eine ausreichende Liquidität verfügen. Sofern sich das Geschäftsjahr wirtschaftlich besser gestaltet, als Sie dies erwartet haben, ist es empfehlenswert, dass Sie schon unterjährig Geld für etwaige Nachzahlungen sowie für höhere Vorauszahlungen der Körperschaftsteuer im folgenden Jahr zurücklegen!

Hinsichtlich der Gewinnermittlung sind Kapitalgesellschaften zur Buchführung gemäß den Vorschriften des HGB neben der Zahlung der Körperschaftsteuer verpflichtet. Somit ergibt sich, dass der steuerliche Gewinn durch eine Erstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt wird. Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung, wie dies bei Personengesellschaften möglich ist, ist hier nicht ausreichend.

Wie verhält es sich mit der Gewinnausschüttung und dem Verlust?

Im Fall, dass der Gewinn Ihrer Kapitalgesellschaft an die Gesellschafter ausgeschüttet wird, sind diese zur Zahlung der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent verpflichtet, die Sie jedoch eventuell auf Ihre Einkommensteuer anrechnen können.
Sollte hingegen am Ende des Geschäftsjahres ein Verlust zu verzeichnen sein, so besteht die Möglichkeit, diesen in den Folgejahren steuermindernd auf den Gewinn der Gesellschaft anzurechnen. Einen solchen Vorgang nennt man Verlustvortrag.

Die Einnahmen der Körperschaftsteuer als Gemeinschaftssteuer fließen übrigens den Einnahmen von Bund und Ländern zu.

Unser Tipp: Sollten Sie zum Beispiel als Gesellschafter einer GmbH ebenso als Geschäftsführer tätig sein, so können Sie sich selbst ein Gehalt zahlen. Dieses findet als Betriebsausgabe steuerliche Berücksichtigung. Achten Sie jedoch bitte in jedem Fall darauf, dass diese Zahlung dem marktüblichen Niveau entsprechen muss. Sofern nämlich der Fiskus Zweifel an der Marktüblichkeit der Zahlung hegen sollte, könnte sie als verdeckte Gewinnausschüttung gelten, eine Tatsache, die eventuell unangenehme Folgen nach sich zieht.

Warum kann es für Sie wichtig sein, sich mit dem Thema der Körperschaftsteuer zu beschäftigen?

Damit Sie, als Gründer einer Kapitalgesellschaft, immer auf der steuerlich sicheren Seite stehen, ist eine Auseinandersetzung mit diesem Komplex unvermeidlich.

Warum ist die Nutzung einer Online-Buchhaltungs-Software wie „lexoffice“ im Zusammenhang mit der Körperschaftsteuer sinnvoll?

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