Sonderabschreibung

Im Steuerrecht werden die normalen Möglichkeiten der Abschreibung durch die Sonderabschreibung für kleine und mittlere Unternehmen ergänzt.

Der Gesetzgeber hat die Sonderabschreibung eingeführt, um Förderziele zur Unterstützung bestimmter Branchen oder steuerpflichtiger Unternehmen zu unterstützen – aus sozialen, wirtschaftspolitischen, kulturellen oder sonstigen Gründen. Sonderabschreibungen sind nicht mit einer Wertminderung gleichzusetzen.

Das kann eine Unterstützung zur Förderung kleinerer und mittlerer Betriebe sein § 7h EStG (Einkommensteuergesetz) oder eine Maßnahme zur Erhöhung von Investitionsbereitschaft wie zum Beispiel im Denkmalschutz oder bei Energiesparmaßnahmen.

Auch regionale Förderung kann in Frage kommen oder eine Maßnahme für bestimmte Sozialwohnungen, Krankenhäuser, Baudenkmale und Umweltschutzgüter.

Die Höhe der Sonderabschreibungen ist in der Regel nicht an dem tatsächlichen Wert ausgerichtet, die Bewertung also nicht objektiv.

Sonderabschreibungen und erhöhte Abschreibungen bei Gebäuden dienen beispielsweise der Schaffung von Wohnraum und der Förderung von bestimmten Baumaßnahmen.

Um Sonderabschreibungen vornehmen zu können, müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein:

  • Das Investitionsobjekt muss beweglich sein und dem Anlagevermögen zugerechnet sein
  • Das Investitionsobjekt muss im Jahr und im Folgejahr der Anschaffung oder Herstellung in der inländischen Betriebsstätte verbleiben.
  • Das Betriebsvermögen des vergangenen Geschäftsjahres darf bei Gewerbetreibenden / Freiberuflern nicht über 235.000 Euro liegen und bei EÜR-lern der Vorjahresgewinn nicht 100.000 Euro

    Durch höhere AfA-Sätze (Absetzungen für Abnutzung) in den ersten Jahren kommen die Steuerzahler wesentlich früher in den Genuss der Steuerermäßigung als bei Anwendung der linearen und degressiven AfA-Methoden. Jedoch wird hier dafür der Wert des Wirtschaftsguts gemindert.