Beitragsbemessungsgrenze

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Beitragsbemessungsgrenze – eine Definition

Jeder Arbeitnehmer zahlt monatlich Sozialversicherungsbeiträge. Diese werden bis zu einer bestimmten Grenze vom Gehalt abgezogen. Dies ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze (BBG). Liegt Ihr Gehalt über dieser Grenze, zahlen Sie für den Teil darüber keine weiteren Sozialabgaben. Die Höhe der BBG wird jedes Jahr durch die Bundesregierung neu festgelegt, in Anlehnung an die Bruttoentgelte. Einzusehen ist diese in der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung.

Nicht zu verwechseln ist die Beitragsbemessungsgrenze mit der Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt: Bis zu einer bestimmten Entgeltgrenze pro Jahr sind Sie in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Verdienen Sie mehr, haben Sie die Möglichkeit, freiwillig in eine private Krankenversicherung zu wechseln.

Rechtliche Grundlage

Die Beitragsbemessungsgrenze wird für jeden Zweig der Sozialversicherung gesondert bestimmt:

·         Für die Krankenversicherung: § 223 Abs. 3 SGB V

·         Für die Pflegeversicherung: § 54 Abs. 2 SGB XI

·         Für die Rentenversicherung: § 159 SGB VI

·         Für die Arbeitslosenversicherung: § 341 Abs. 3 und 4 SGB II

Die Höhe der BBG nach Versicherungszweigen im Jahr 2018

OstWest
Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung5.800 € (monatlich)

69.600 € (jährlich)

6.500 € (monatlich)

78.000 € (jährlich)

Beitragsbemessungsgrenze für die knappschaftliche Rentenversicherung7.150 € (monatlich)

85.800 €  (jährlich)

8.000 € (monatlich)

96.000 € (jährlich)

Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung4.425 € (monatlich)

53.100 € (jährlich)

4.425 € (monatlich)

53.100 € (jährlich)

Von Monat oder Jahr abweichende Zeiträume

Ist ein Arbeitnehmer nicht während des gesamten Monats versicherungspflichtig beschäftigt, so wird die Beitragsbemessungsgrenze anteilig berechnet. Dazu wird die tägliche BBG herangezogen und mit der Anzahl an Kalendertagen multipliziert, an welchen Sie versicherungspflichtig beschäftigt waren.

Haben Sie Ihren Arbeitsplatz innerhalb eines Monats gewechselt, werden das alte und das neue Beschäftigungsverhältnis getrennt voneinander gehandhabt. Bei Monaten mit 31 Tagen wird bei der letzten Beschäftigung ein Tag abgezogen.

Beitragsberechnung bei Mehrfachbeschäftigung

Befinden Sie sich in mehreren Beschäftigungsverhältnissen, wird Ihr Gesamtentgelt zur Berechnung herangezogen. Die Beitragsbemessungsgrenze ist in diesem Fall mit dem Entgelt aus einer Beschäftigung zu multiplizieren. Anschließend wird das Ergebnis durch das Gesamtentgelt aller Beschäftigungsverhältnisse dividiert.