Freebie erstellen - so geht's. Alles über dein erstes Mal

Hilfe, ich brauche ein Freebie! Marketing für Freelancer

Kostenlose Downloads und andere Freebies helfen dir beim Aufbau von Mailinglisten und dem Gewinnen von Kunden. Doch wie machst du das?

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Ein nützliches »Leckerli« bereitstellen und dafür neue Abonnenten für dein Mailmarketing oder deinen Newsletter bekommen, die du zukünftig mit passgenauen Infos versorgen darfst: So funktioniert ein Freebie, das auch Lead Magnet genannt wird. Wir erklären, wie es geht!

Freebie als gar nicht geheime Geheimwaffe im Freelancer Marketing

Alle haben ein Freebie und zücken es online mit großer Selbstverständlichkeit zum Anpreisen ihrer Dienste – nur du nicht? Das können wir ändern. Vermutlich hast du dir schon viele nette Infos, Checklisten oder Whitepaper von anderen heruntergeladen, weil sie dir konkreten Nutzen brachten. Falls du jedoch immer noch auf der Suche nach deiner eigenen zündenden Idee bist: Ein Freebie kann auch ein Testballon sein. Statt lange nach der perfekten Idee zu graben, kannst du jederzeit loslegen und deine Idee basierend auf Feedback dann weiter verfeinern.

Was ein Freebie nicht ist … 3 häufige Missverständnisse und wie es wirklich ist:

Ein Freebie muss nicht dazu führen, dass jemand deine Infos abonniert. Es sollte, aber es kann auch so sein, dass jemand sich einfach nur den Lead Magneten holt. Umso wichtiger, dass dein kostenloses Angebot dein »Branding« hat, also von Aufmachung, Farben und Inhalt auf Anhieb dir und deinem Business zuzuordnen ist (und deine Kontaktangaben enthält).

Ein Freebie muss kein Download sein, das ist nur eine von mehreren Optionen. Du kannst auch eine Mitmach-Aktion, online meist »Challenge« genannt ausrufen, die Teilnahme an einem Quiz oder an einem kostenlosen Webinar anbieten, einen zeitlich begrenzten Testzugang zu einem spannenden Angebot bereitstellen oder Menschen in eine Live-Fragestunde einladen und vieles mehr.

Ein Freebie darf nicht allgemein informativ gehalten sein, sonst ist es witzlos. Es reicht nicht, dass du etwas Nützliches abgibst oder bereitstellst. Es muss nützlich für deine Zielgruppe sein und zwar mit einem konkreten Mehrwert. Zum Beispiel eine Organisations- oder Arbeitshilfe, eine Zeitersparnis, eine kompakte gute Info mit Checklist.

20 Freebie Inspirationen und Ideen

Checklisten
Zusammenfassungen
Infografiken
Webinare/Videos
Whitepaper
Gutschein/Rabatt
Case Studies
Ressourcen-Listen
Demo-Zugänge
Planungshilfen
Anleitungen/Rezepte
Vorlagen/Templates
Mail-Kurse
Leseproben
E-Books
Trend-Reports
Challenges
Quiz
Ratgeber
Arbeitsblätter

Wie du ein Freebie herstellen kannst

Wenn du zum ersten Mal ein Freebie baust, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du auf Informationen zum Download setzt: Eine Checkliste, eine Arbeitshilfe, ein E-Book oder ähnlich. Die gute Nachricht ist, dass du in den meisten Standardprogrammen die von dir hergestellten Dokumente oder Prösentationen im PDF-Format speichern kannst. Perfekt, um sie zum Download anzubieten.

PDF-Dateien haben den Vorteil, auf fast allen Endgeräten abrufbar zu sein

Um aus mehreren PDFs eins zu machen, Dateien umzuwandeln oder die Reihenfolge in einem PDF zu ändern auch ohne spezielles Anwenderprogramm, kannst du Dienste wie iLovePdf.com nutzen. So kannst du PDFs aus verschiedenen Programmen mühelos zusammenführen, Seiten für Notizen ergänzen oder dein Impressum anhängen.

Das Gute am PDF-Format ist: Du kannst mit den von dir gewohnten Werkzeugen arbeiten wie Google Prösentationen oder Microsoft Powerpoint, Word oder OpenOffice und so weiter. Am Ende wechselst du einfach ins PDF-Format. Eleganter und beim Verwerten von Blogposts effizienter sind cloud-basierte Tools wie https://designrr.io/. Damit kannst du dir schnell und einfach professionell aussehende E-Books zusammenklicken und feinschleifen.

Unschlagbar praktisch ist auch Canva, das Online-Designwerkzeug für die Erstellung von Grafiken und Social Media Postings. Was du vielleicht noch nicht weißt: Du bist nicht an die Vorlagen gebunden, die du in Canva findest. Es gibt zahlreiche Templates für Freebies, die du für kleine Summen kaufen und komfortabel abwandeln kannst, um mühelos einen in such runden professionellen Look zu erzielen.

Tipp: Du wirst die Freebies der Anbieter finden und nicht die Templates selbst, wenn du nach »Canva Freebie Templates« googelst. Zielführender ist eine Suche nach Template-Shops und innerhalb des Angebots dann nach Vorlagen zu deinen Themen, wie »Workbook« oder »Lead Magnet«.

Teuer sind die professionell vorgefertigten Template-Sets nicht: Aus (für mich) unerfindlichen Gründen kosten sie in der Regel entweder 27 oder 37 USD oder als Paket 67 US-Dollar. Diese Info ist insofern relevant, als du vielleicht später digitale Produkte anbieten möchtest und dich dann an den üblichen Schmerzgrenzen orientieren solltest.

Nicht in jedem Fall natürlich, aber in vielen. Beliebt ist auch der Trick, ein gedrucktes Buch zu »verschenken«, die Interessenten aber fünf bis sieben Euro Versandkosten zahlen zu lassen. Das ist dann aber schon kein Freebie mehr, sondern die nächste Stufe eines Lead Magnet.

Das virtuelle Zuhause deines Freebie: Die optimale Landingpage

Online benötigst du dann noch eine Anlaufstelle für dein Freebie. Eine eigene Leadpage oder Landingpage nämlich, auf der die interessierten Personen dir ihre Mail-Adresse überlassen können. Das kann eine Unterseite deiner Website oder deines Blogs sein, die von dir als Landingpage aufbereitet wurde – oder eine extra dafür angemietete Seite bei einem auf Leadpages spezialisierten Anbieter.

Damit alle Mühen sich auch lohnen, sollte dein Freebie natürlich auch gute Erfolgsaussichten haben:

7 Merkmale eines tollen Freebie

Was macht aus deinem Freebie einen Mehrwert, der potenzielle Kundinnen und Kunden von dir überzeugt?

  • Es muss zu dir und deinem Business perfekt passen.
  • Es muss auf den ersten Blick erkennbaren Mehrwert bieten.
  • Es muss zum Beispiel eine konkrete Problemlösung anbieten.
  • Es sollte unterhaltsam und ansprechend geschrieben sein.
  • Es hat im Idealfall klare Handlungsanweisungen zu bieten.
  • Es ist kurz und in vertretbarer Zeit zu lesen/umzusetzen.

Nicht zuletzt sollte dein Freebie dann noch informativ genug sein, um auch Einsteiger*innen einen Einstieg ins Thema zu ermöglichen. Viel Erfolg!

  • Foto Adobe Stock Wayhome Studio
Über die Autorin
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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