5 Gründe, warum du als Freelancer eigene Projekte brauchst

5 Gründe, warum du als Freelancer eigene Projekte brauchst

Du hast eine Website, mehr oder weniger aktuell. Du bespielst deine Social-Media-Kanäle. Doch das ist nicht genug!

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Stell‘ dir vor, es gibt eine geheime Zutat für deinen Arbeitsalltag, die dir mitten im schlimmsten Stress neuen Schwung gibt und gute Laune macht. Obwohl du dann noch mehr zu tun hast! Klingt nicht logisch? Ist es aber. Eigene Projekte beglücken und beflügeln. Das ist aber noch nicht alles.

Eigene Projekt sind das Geschenk an dich selbst – aber das ist noch lange nicht alles.

Ob du gerade eine Stressphase hast oder ein Sommerloch, darauf kommt es nicht an. Du solltest dich trotzdem hinsetzen und endlich das eine lang gehegte Herzensprojekt in Angriff nehmen, für das die Zeit nie so ganz gereicht hat bisher. Schreib dir einen Projektplan, gönn dir eine Stunde nach dem Aufstehen oder eine halbe nach der Mittagspause. Nimm dir den Samstag dafür oder jede Woche einen bestimmten Nachmittag. Die Dosis bestimmst du natürlich selbst. Aber mach‘ endlich was draus.

Hol deinen Lieblingsplan aus der Mottenkiste und starte die Umsetzung. Auch wenn du wenig Zeit hast und daher meistens nur Häppchen abarbeiten kannst von der To-do-Liste.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. Erfüllung und Ausgleich

Stress, Frust und Termine brauchen ein Gegengewicht, das deine Seele streichelt. Deine Wellness ist so wichtig wie jede andere Aufgabe in deinem Arbeitsalltag. Diese Zeit gehört dir und du brauchst Auszeiten, um weiter gut zu funktionieren. Besonders Gründer*innen, Müttern oder nebenberuflich Selbständigen fehlt oft der feste Termin im Wochenplan für eigene Vorhaben. Sich diesen zu schenken tut gut und die Arbeit an Herzensprojekten stresst nicht, sondern entspannt.

2. Option auf ein Nebeneinkommen

Egal ob dein Herz online oder offline für ein feines Hobby oder Projekt schlägt, du kannst immer auch aus Dingen, die du liebend gern endlich tun möchtest, langfristig ein Geschäftsmodell machen. Es müssen ja nicht immer gleich die dicken Millionen sein und du musst nicht stets darauf hinarbeiten, an der Spitze aller Expert*innen zu stehen. Dich mit etwas zu beschäftigen, das du liebst: Aus Erfahrungen und Kenntnissen lässt sich langfristig etwas machen.

3. Lebenslanges Lernen inklusive

Sobald du aus dem Yoga-Kurs ein Online-Seminar baust, sobald du übers Hundetraining einer besonders dickschädeligen Rasse ein E-Book verfasst, sobald du ein Blog über den Ausbau deines Fahrzeug schreibst … sobald du an eigene Projekte hast und mit denen sichtbar werden möchtest, lernst du nicht nur mehr und mehr über deine Interessen. Sondern fast automatisch auch SEO, Online-Marketing, strategisches Denken und wie man eine Zielgruppe erfolgreich anspricht.

4. Digitale Produkte

Denn sobald du über Wissen oder Kenntnisse verfügst, kannst du schließlich das passende digitale Produkt entwickeln oder brauchst eine Landingpage oder Website für ein greifbares Produkt. Durch die Corona-Krise ist die Akzeptanz für Online-Inhalte jeder Art viel größer als früher und ein virtuelles Coaching oder E-Book haben keinen großen Erklärungsbedarf. Du kannst einfach ausprobieren, was Erfolg hat.

5. Schaufenster für deine Kreativität

Am Ende ist dein Herzensprojekt dann immer auch noch eine Referenz, die deine besten Seiten zeigt und potenziellen Kund*innen einen Eindruck darüber vermittelt, wie eine Zusammenarbeit mit dir aussehen kann. Eigene Projekte erlauben dir, auch ganz andere Facetten deiner Persönlichkeit zu zeigen als im Berufsleben bisher. Mit etwas Glück bringen sie spannende neue Kontakte und Kundschaft, die dich ohne nicht gefunden hätte.

Sichtbar werden mit eigenen Projekten

Eine der Herausforderungen für mich, wenn ich eigene Projekte umsetze und durch das Marketing und Erfolge dann damit auch sichtbar werde, sind die Reaktionen aus dem Umfeld. Die meisten sind wirklich richtig toll. Fast alle sogar.

Aber manchmal reagieren Menschen ungehalten, weil sie meine Zeit gerne für mich fremdverplanen würden, beispielsweise: Jemand wartet auf eine Mail und ärgert sich dann, wenn ich statt einer Antwort an ihn einen Hinweis auf eigene Projekt in den Sozialen Medien poste. Auch wenn die Person gar nicht wirklich länger warten musste als es normal ist: Dann ernte ich vielleicht so etwas wie einen leicht spitzen Spruch oder ein „Ich wollte noch mal fragen, wie es um meine Info steht. Wie ich sehen konnte, bist du gerade in Sachen XYZ aktiv“, was dann wie ein kleiner Vorwurf oder eine Kontrolle klingt (und es manchmal ganz sicher auch sein soll).

Ob ich eigene Projekte mache und dabei meine Zeit als Selbständige frei einteile, das ist aber gar nicht verhandelbar.

Das ist nämlich nicht »nur für mich und kann warten«. Das ist für mich.

Damit ist es auch für alle, die mit mir arbeiten und von den neuen Erfahrungen und dem Energieschub profitieren. Ich war durch die Krise an einem Punkt angelangt, an dem ich meine Freude am Schreiben und meine Kreativität dringend mit viel Freiheit und eigenen Entscheidungen füttern musste, um sie zu bewahren. Das hat zum Glück geklappt.

Die Ergebnisse darf und soll man sehen.

Eigene Projekte beflügeln

Zeit übrig hatte ich nicht. Davon kann leider nicht die Rede sein. Aber mitten im dicksten Stress und in einem Wald voller Termine gut gelaunt aufwachen und singend unter der Dusche stehen, weil eigene Projekte immer ein bisschen mitschwingen, das macht den zusätzlichen Aufwand dreimal wett.

Ohne Freude, nur mit Außendruck, versiegt Kreativität irgendwann. Durch eigene Projekte, Produkte und deren Vermarktung kannst du in Wissenslücken Staub putzen, wo Lernbereitschaft alleine gar nicht hinkäme und dabei noch Dinge tun, die du gerne tun möchtest.

Ich habe als Freelancerin die Fragen »Wann und warum machst du das denn auch noch?« oft beantwortet. So oft, dass ich die Antworten inzwischen auf Autopilotin herunterspule, während mein Kopf schon nach der nächsten Zeitlücke für eigene Projekte sucht:

  • Ab einer Viertelstunde pro Tag kann man auf der Langstrecke schon ordentlich was umsetzen.
  • Gut organisiert dank digitaler Apps und Tools wie Cloud-Buchhaltung findet man extra Zeiten.
  • Eigene Projekte sind Erfüllung und Ausgleich und damit Teil der wichtigen Work-Life-Balance.
  • So gut wie immer ergibt sich die Möglichkeit für ein Nebeneinkommen durch die neue Expertise.
  • Man lernt ausgiebig neue Dinge und vertieft vorhandenes Wissen über Konzept, Strategie, Marketing.
  • Für digitale Produkte brauchst du heute kein großes Budget oder teure Dienstleistungen mehr
  • Wenn du mit deinem Vorhaben sichtbar wirst, hast du auch gleich eine neue zu dir gut passende Referenz.
  • Fazit: Im besten Fall hast du mehr Geld und Chancen, im schlimmsten eine bereichernde Zeit.

Mein Tipp lautet daher: Einfach machen! Viel Erfolg 🙂

  • Foto: Adobe Stock saksit
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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