Die Leidenschaft zum Beruf machen: Fotografie von Tanja Deuß

Die Leidenschaft zum Beruf machen: Fotografie von Tanja Deuß

Die Düsseldorfer Event-Fotografin und Polaroid-Pionierin startet auf Instagram mit Street Art durch

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Fotografen und Fotografinnen kennen die ärgerliche Annahme, dass mit der passenden Kamera wirklich jede*r gute Aufnahmen machen kann – und wissen, dass es nicht wahr ist. Die professionellen Grundlagen müssen stimmen, das Talent auch. Dann allerdings sind die Möglichkeiten für begeisterte Fotokünstler buchstäblich unbegrenzt, wie man an Tanja Deuß aus Düsseldorf sehen kann.

Tanja von Knusperfarben Fotografie ist Event-Fotografin, sie macht Business-Aufnahmen und beschäftigt sich außerdem seit den Anfängen der Wiederkehr des Polaroid-Phänomens mit den sich langsam aus dem Papier schälenden oft kunstvollen Bildern. Mit ihren Sofortbildkamera-Werken hatte sie sogar schon mehrere Ausstellungen, weitere sind geplant. Außerdem gibt Tanja erfolgreich eigene Magazine im Self Publishing heraus, nimmt an Kunst-Events teil und ist jetzt auch noch Street Art Aktivistin.

Wir freuen uns, dass sie trotz übervollem Kalender die Zeit gefunden hat, mit lexoffice über ihren spannenden Werdegang, ihre zahlreichen Aktivitäten und interaktive „Polaroid Street Art“ zu sprechen.

Tanja Deuß

Tanja Deuß

Design & Fotografie

Tanja Deuß von Knusperfarben Fotografie ist verliebt in Fotografie, Grafik und Typografie, mit ganzem Herzen Düsseldorferin und hat sich in den letzten 20 Jahren verstärkt der Fotografie verschrieben, nachdem sie 15 Jahre in Werbeagenturen als Art Directorin im Bereich Print, Web & Film „lebte“.

Ihre Polaroid-Website: inaninstant-project.com

lexoffice: Hallo Tanja, Du bist uns durch gleich mehrere spannende Aktivitäten aufgefallen, deswegen fallen wir Dir gleich mit der Tür ins Fotostudio: Wie wird man Fotograf, beziehungsweise: Wie wurdest Du im digitalen Zeitalter professionelle Fotografin? Hast Du eine Ausbildung gemacht?

Tanja Deuß: Hallo 🙂 Ich bin keine ‚gelernte‘ Fotografin, sondern ich habe mir alles selbst erarbeitet. Das hört sich ein bisschen unspektakulär an, aber im Grunde waren das spannende Lehrjahre. Ich habe nämlich angefangen, mich für Fotografie zu interessieren, weil ich sehr lange in Werbeagenturen als Art Directorin gearbeitet habe und und zusammen mit zwei anderen Kreativen die Grafikabteilung unter mir hatte. Als Artdirektorin machst Du natürlich Deine Bildkonzepte und gehst dann zu Fotografen und lässt Dir das umsetzen, was Du Dir überlegt hast.

Hier hatte ich das Glück, gleich drei sehr aufgeschlossene, erfahrene und technisch versierte Fotografen an meiner Seite zu haben. Die Portrait- und Modefotografin ist Heli Hinkel, die Werbefotografen sind Frank Tusch, Kai Schäfer und Joachim Stretz, er ist Fototechniker. Porträtfotografie, aber auch Werbefotografie, da habe ich mir sehr viel abgucken können und sie haben mir dann auch sehr zur Seite gestanden – zum Beispiel mit Workshops und generell mit der Möglichkeit, mir ganz viel abzuschauen: Mit welchen Produkten arbeiten wirkliche Profis, also Leute, die Fotografie studiert haben, die Fototechniker sind oder die selbst diese Fächer lehren an der Fachhochschule. Aber auch mein Mann, Manfred Schmidt, steht mir seit jeher mit Rat und Tat besonders bei Licht- und Technikfragen immer zur Seite und wir unterstützen uns gegenseitig bei Aufträgen.

Als es dann darum ging, in der Agentur ein Fotostudio aufzubauen, weil Fotografie natürlich immer ein sehr hoher Geldfaktor ist, wurde dann ich gebeten, das Studio aufzubauen und nach und nach auch darum, selbst zu fotografieren. Das waren sozusagen meine Lehrjahre, aber ich hatte als Art Directorin ja schon genug zu tun, ohne noch nebenbei Fotos machen zu müssen, so etwas wird dann ja auch nicht entsprechend honoriert.

Also fing ich an zu überlegen, was ich eigentlich wirklich machen will. Die Kinder waren aus dem Haus, mein Mann mit seiner ebenfalls großen Erfahrung im Fotobusiness hat meine Pläne unterstützt und ich habe mich dann selbstständig gemacht. Ich wollte nur Fotografie machen, die Grundausstattung hatten wir bereits, der Rest ist nach und nach dazugekommen. Dadurch, dass ich über 20 Jahre lang in Werbeagenturen gearbeitet habe, weiß ich ja auch, wie Marketing funktioniert. Ich hatte mein Netzwerk schon relativ gut aufgebaut … was ich damals noch gar nicht wusste, als ich gestartet bin.

Aber das kam dann halt so alles mit der Zeit. Die ersten Ergebnisse waren gut. Es sprach sich dann herum: „Tanja macht jetzt Fotos und Tanja macht ein bisschen andere Fotos, und Tanja macht Polaroid und …“ Irgendwie so ist mein Werdegang.

lexoffice: Das war ja kein typischer Quereinstieg. Du bist nicht hingegangen und hast gesagt „Fotografieren macht mir wunderbar Spaß, damit möchte ich Geld verdienen“ und hast Dir dann erst mühsam Grundlagen erarbeitet – sondern Du hattest bereits ein auf gute Optik geschultes und erfahrenes Auge. Außerdem Erfahrungen durch die enge Zusammenarbeit mit den Profis, Du hast also relativ genau gewusst, was Du tust und was auf Dich zukommt. Damit hattest Du einen großen Vorsprung, den Du gut nutzen konntest. Was hast Du denn ursprünglich mal gelernt?

Tanja Deuß: Ich habe mal Schriftsetzerin gelernt 🙂

lexoffice: Noch ein Beruf, in dem es um das grafische Anrichten von Dingen geht.

Tanja Deuß: Richtig (lacht). Das war nicht mehr Bleisatz, sondern schon die erste Generation am MAC: Angefangen mit Schriftsetzerin, dann Layouterin, Reinzeichnerin, Junior-Artdirectorin, Art Directorin, Fotografin, selbstständig.

lexoffice: Als das digitale Zeitalter kam, ist Dir ja auch im Grunde nichts anderes übriggeblieben, wenn Du Deine Leidenschaft zum Beruf machen wolltest.

Tanja Deuß: Stimmt, zumal ich eine sehr hohe Affinität zu Social Media habe – was ich in der Agentur nicht so ausleben konnte. Aber ich merke, wie super gerne ich das alles mache, und durch meinen Marketinghintergrund weiß ich auch, wann ich die Leute nerve und wann nicht, was ich tun sollte und was nicht. Entscheidungen treffe ich aber trotzdem aus dem Bauch heraus.

lexoffice: Für was kann man Dich alles buchen?

Tanja Deuß: Am liebsten für Event-Fotografie, ich habe ein gutes Auge für Momente. Man kann mich auch buchen für Business-Fotografie, allerdings stelle ich die Personen nicht einfach irgendwo hin und mache ein Businessfoto. Ich mache sehr gerne, wie es meinem beruflichen Hintergrund entspricht, für die Aufnahmen vorher Konzepte.
Wenn Solo-Unternehmer*innen zu mir kommen, weil sie keine Stockfotos verwenden möchten auf ihren Websites, setzen wir uns zusammen und überlegen genau pro Seite, was man da macht. Gerne auch in Zusammenarbeit mit der Grafikerin, die an der Seite arbeitet. Da mische ich mich auch gar nicht ein, wenn es nur Fotos sein sollen.
Für alles andere kann man mich natürlich auch buchen – für Grafik, Art Direction, Kreationen in allen Bereichen. Aber meine größte Leidenschaft sind Fotos.

lexoffice: Welches Event der letzten Zeit hat Dir denn am meisten Spaß gemacht?

Tanja Deuß: Das Lichterfest der Stiftung Schloss und Park Benrath. Das ist ein wunderschönes Event mit Picknick im Park und riesigem Feuerwerk. Das Schloss ist dann beleuchtet. Ich durfte auch oben in Räume, wo sonst keiner hindarf und dort fotografieren … Ich habe wunderschöne Bilder gemacht. Es war eine tolle Stimmung, eine sommerlaue Nacht. Ich durfte in den Feuerwerksbereich und wunderschöne Bilder machen aus Perspektiven, wo sonst kein Mensch hinkommt. Diese Umgebung ist schon was Besonderes, da mache ich sehr gerne Event-Fotos.

lexoffice: Du knipst aber nicht nur die klassischen digitalen Eventfotos, die danach für Social und Print verwendet werden. Du machst ja noch was ganz Besonderes, das eigentlich diesem Vervielfältigungsgedanken komplett entgegensteht: Du gehörst zu den ersten, die an der Wiedererweckung des Polaroid-Trends mitgewirkt haben und bist jetzt mitten drin.

Tanja Deuß: Stimmt. Schon vor gut einem Jahrzehnt bin ich da so reingerutscht, anfangs vor allem, weil ich mich mit digitalen Kameras noch nicht gut auskannte. Es war natürlich ein Trugschluss, dass es mit analogen Geräten einfacher ist, auch das muss man echt können. Aber da hatte ich mich schon in die Mittelformat-Plastikkameras verliebt und als Impossible dann Polaroid übernommen hat, bzw. das Werk aufgekauft und den Trend neu hat aufleben lassen, hat mich die Polaroid-Fotografie gepackt.

Wir – die Community – haben 2007/2008 quasi als „Pioniere“ jeden Film gekauft, der neu herauskam und so lange herumprobiert, bis dann der erste wirkliche Farbklecks zu erkennen war und die Schwarzweißfilme dann auch irgendwann mal in Richtung Schwarzweiß schlugen und nicht in Creme. Das war total interessant und was mich vor allem fasziniert hat, war die Lift-Technik. Man löst quasi die Emulsion aus dem Polaroid heraus und kann diese dann übertragen auf andere Untergründe: Also Leinwände, Papier und so weiter.

lexoffice: Man kann Polaroidfotos auseinanderpulen und auf einen anderen Untergrund bringen?

Tanja Deuß: Genau. Den Rahmen aus Papier wegschneiden, dann kann man dazwischengehen und hat auf der Trägerfolie diese Emulsion, von der ich sprach. Man kann das Bild in heißes Wasser tauchen und langsam nach und nach die Schichten entfernen, dann bleibt sie übrig – wie Schmand auf der Milch, so bezeichnete es mein Bekannter Heinz. Das Ergebnis wird dann in kaltes Wasser gepackt und lässt sich auseinanderpinseln und dann auf einen Untergrund aufbringen. Da gibt es natürlich auch unterschiedliche Techniken, wobei sich das jetzt komplizierter anhört, als es ist. Du brauchst nur Pinsel, Wasser und den Untergrund, auf den es aufgebracht werden soll. Das ist ganz simpel. Wobei man auch das natürlich perfektionieren kann 🙂

lexoffice: Was ist denn der Reiz daran, ein Bild zu machen, das es nur ein Mal gibt?

Tanja Deuß: Natürlich kann man mit Polaroid ein Bild nur einmal machen. Aber Du kannst ja auch hergehen und es dann verfremden. Du kannst es einscannen und es digital verändern. Ich arbeite also nicht nur mit Polaroids, die es im ganz klassischen Sinne nur ein einziges Mal gibt. Was ich gerne mache: Die Sachen hinterher ein bisschen am Computer verfremden. Oder im Toaster. Oder beides.

lexoffice: Im Toaster? Dem für Brotscheiben?

Tanja Deuß: Genau der. Dann verändert sich nämlich die Chemie so ein bisschen. Es wird dann farblich anders. Es kann schon vorkommen, dass ich dann auch noch mit einer Gabel drüberrubbele und das Ergebnis am PC weiterbearbeite. Einscannen, verbessern …. und dann zum Beispiel quadratmetergroß ausdrucken, so entstehen einzigartig tolle Kunstwerke.

lexoffice: Du hattest auch bereits mehrere Ausstellungen für Deine Kunst.

Tanja Deuß: Genau. Die letzte und schönste und größte und für mich total tollste war jetzt von März bis Mai – ja genau, zwei Monate, in Benrath in der Galerie Schwarzweiß von Wolfgang Treffeisen. Das war eine Einzelausstellung, da habe ich das ganze Repertoire aufhängen können: Von echten Polaroids über Prints 30 x 30 bis 1 m x 1 m Collagen. Alles Mögliche. Der WDR war da, weil sie da für die „Aktuelle Stunde“ gedreht haben. Das war rundum eine tolle Sache.

Bei der Finissage haben wir dann noch ein kleines Porträtshooting gemacht. Wir haben einen Hintergrund aufgebaut und ich habe mir dann gesagt – so, du löst dich jetzt mal von deinem „du-musst-alles-scannen-Gedanken“ und gibst den Leuten einfach ein Polaroid mit, weil es schön ist, dass sie da waren. Und da haben sich alle so dermaßen drüber gefreut – das könnt Ihr Euch nicht vorstellen.

lexoffice: Doch, klar. Das ist ein Nebeneffekt des digitalen Zeitalters, dass man dann auch gerne was haben möchte, das garantiert niemand anderes hat – und dann noch so etwas Nettes, persönliches. Alleine, dass es zehn Minuten dauert, bis man das endgültige Bild sieht, das ist schon besonders. Das geht auch im Business-Bereich, wenn Leute auf einer Messe zum Beispiel ihr Polaroid-Porträt bekommen und es dann mit einem Hashtag twittern.

Tanja Deuß: Ein bisschen ähnlich mache ich das mit meiner aktuellen Kunstaktion. „Kunst“ vielleicht eher in Anführungszeichen, es ist eher Street Art.

lexoffice: Street Art ist Kunst. Magst Du mehr über Dein Projekt erzählen?

Tanja Deuß: Stimmt, Street Art ist Kunst. Auch wenn ich dafür vielleicht nicht meine sorgsam gehüteten Lieblingsbilder verwenden würde – Herzblut steckt natürlich trotzdem ganz viel drin. Meine Idee ist ganz einfach. Es geht darum, dass die Leute ein Polaroid finden und sich freuen. Nicht mehr, nicht weniger: Ich mache Polaroids von einem Ort oder etwas, das einen Bezug zur Umgebung hat, klebe dann ein Zettelchen hinten dran mit einer Info und dem Hashtag #foundapolaroid. Natürlich sind die Bilder alle von mir signiert.

Das ist eine noch relativ neue Aktion, ich mache das immer zwischendurch, wenn ich mal Zeit habe und es klappt ganz gut. Neulich wurde ein Bild von Düsseldorf mit der typischen Ansicht von Brücke und Rhein von zwei Freundinnen aus Mazedonien gefunden, die den ersten Tag in Düsseldorf waren – die haben sich so gefreut und es ins Internet gestellt. Es ist sehr schön, solche Reaktionen zu sehen. Deswegen mache ich das.

Damit fotografiert Tanja Deuß Polaroids

Ihr großes Interesse an Polaroid-Fotografie lebt Tanja mit einer alten original SLR 680 Spiegelreflex Polaroid aus, die sie sich selbst neu beledert hat, nachdem die alte Verkleidung sich löste.

Kolleg*innen, die auf den Vintage-Trend aufspringen möchten, empfiehlt sie für den Einstieg eine ganz normale 600er Kamera, die sich bei eBay relativ preiswert ersteigern lässt.

lexoffice: Das hört sich toll an, hoffentlich machst Du noch lange weiter. Sind das so Deine Pläne momentan, weitere Ausstellungen und nebenbei Street Art?

Tanja Deuß: Street Art erfreut mich und andere, damit mache ich jetzt auf alle Fälle erst mal ein bisschen weiter.

Dann ist da noch die Photo Popup Fair hier in Düsseldorf im Stilwerk, das ist eine große zeitgenössische Fotoausstellung.
Dann ist Anfang September noch die Jahresausstellung der Düsseldorfer Künstler im alten Benrather Krankenhaus. Das wird danach dann abgerissen. Die Düsseldorfer Künstler machen immer sehr tolle Aktionen. Alle kreativ Schaffenden, die sich da einen Raum nehmen können, dürfen mit den Räumen dann auch machen, was sie wollen. Es ist sehr vielfältig.

lexoffice: Was sie wollen? Auch Buchhaltung?

Tanja Deuß: Auch Buchhaltung (lacht). Wobei dort eher viele Graffitikünstler*innen, Polaroid Artists und Street Art Schaffende sind. Das sind so meine Pläne, und dann werde ich noch schauen, dass ich zur Novemberausstellung mein drittes Art-Magazin fertigstelle: „New York“. Bisher habe ich schon zwei im Self Publishing herausgegeben, einmal „Düsseldorfer Architektur“ und dann noch „Venedig“. Sie sind beide sehr gut angekommen, deswegen nehme ich jetzt einen weiteren Anlauf.

lexoffice: Um noch mal auf das Thema Buchhaltung zu kommen …

Tanja Deuß: (seufzt) Das konnte ich bisher noch aussitzen, aber jetzt wird alles immer mehr und ich merke, dass ich mit meinen Excel-Listen und Word-Dokumenten nicht mehr weiterkomme.

lexoffice: Nö. Die sind ja auch gar nicht gesetzeskonform. Wir haben so viele tolle Bilder von Dir gesehen, dürfen wir jetzt mal kurz mit Dir in lexoffice gucken? Wirklich nur ganz kurz.

Die lexoffice App ist als Buchhaltungslösung für Fotografen ziemlich ideal und fast völlig selbsterklärend. Nur anfangen muss man halt mal – und erfahrungsgemäß reicht ein prüfender Blick in die klare Oberfläche und die Hemmungen fallen.

Tanja Deuß: Na gut. Dann machen wir das doch mal 😉

lexoffice: Prima. Dann hoffen wir mal, Dich bald auch noch zu Deinen praktischen Erfahrungen mit unseren Tools befragen zu können. Bis dahin vielen Dank für das tolle Interview und weiter ganz viel Erfolg.

Danke, Tanja Deuß von Knusperfarben Fotografie Düsseldorf.

  • Tanja Deuß, Knusperfarben Fotografie Düsseldorf
Über den Autor
Carola Heine
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