Altersvorsorge

Ziel jeder Altersvorsorge sollte es sein, den Lebensstandard für die Zeit nach der Berufstätigkeit zu sichern. Gerade Freiberufler und Selbstständige schätzen ihre Vorsorge fürs Alter jedoch in der Regel als lückenhaft ein oder beschäftigen sich zu spät mit dem Thema.

Was unter Existenzgründern viele anfangs nicht wissen: Sie können nicht nur überlegen, ob sie freiwillig in der gesetzliche Rentenversicherung bleiben oder in diese auch ohne Pflicht einsteigen.

Das geht nämlich für einen gewissen Zeitraum sogar rückwirkend und ist als rein freiwilliger Beitrag ab einem Betrag um die 100 Euro pro Monat möglich, siehe dem Beitrag ‘Freiwillig Versichert’ von der Deutschen Rentenversicherung.

Viele Selbstständige sind ab Aufnahme ihrer Tätigkeit in der Deutschen Rentenversicherung aber sogar pflichtversichert und müssen sich innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit bei der Deutschen Rentenversicherung melden.

Pflichtversichert sind nach § 2 Satz 1 SGB VI neben anderen auch Künstler und Publizisten nach näherer Bestimmung des Künstlersozialversicherungsgesetzes und Gewerbetreibende, die in die Handwerkerrolle eingetragen sind.

Dabei geht es nicht nur um konkrete Altersvorsorge. Leistungen der Deutschen Rentenversicherung sind nicht nur Renten, sondern auch vorgezogene Rentenzahlungen zum Beispiel im Falle einer Erwerbsminderung, Hinterbliebenen- und Waisenrente für Familienmitglieder und Rehabilitationsmaßnahmen nach Krankheiten (wie beispielsweise Kuraufenthalte) oder bei Behinderungen sowie als Übergangsgelder oder für Weiterbildungen.

Ob freiwillige oder Pflicht-Rentenversicherung, ob Riester-Renten mit staatlicher Förderung, private Rentenversicherungen, Immobilien und Sparverträge: Als Faustregel gilt, dass acht bis zehn Prozent des Netto-Einkommens für Zukunftssicherung eingesetzt werden sollten. Daher unbedingt früh genug um die Altersvorsorge kümmern und das Thema nicht ewig vor sich herschieben bevor es am Ende zu spät ist. Denn nicht nur die Zahlen für Ihr Unternehmen wollen gut geplant sein, sondern auch viel mehr die Gelder, die man als Rentner zur Verfügung hat, ohne dass man gezwungen ist noch nebenher etwas zu verdienen statt den Ruhestand genießen zu können.