Mindestlohnerhöhung und
Änderung der Verdienstgrenzen:
Das müssen Sie ab Januar 2024 beachten

Der Mindestlohn steigt im Januar 2024 und damit auch die Verdienstgrenzen für Minijobs und Midijobs. Was das für Arbeitgeber:innen bedeutet, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

Der Mindestlohn wird ab Januar 2024 auf 12,41 Euro erhöht. Mit dieser Erhöhung werden auch die Verdienstgrenzen für Minijobs und Midijobs angepasst, wobei die Grenze für Minijobs auf 538 Euro steigt und die für Midijobs zwischen 538,01 Euro und 2.000 Euro liegt.

Mindestlohnerhöhung auf 12,41 Euro

Der Mindestlohn wird auf 12,41 Euro erhöht – und zwar ab Januar 2024. Die Mindestlohnkommission schlägt alle zwei Jahre vor, in welchem Umfang der Mindestlohn angepasst werden sollte. Dieser Empfehlung kann die Bundesregierung folgen und sie im Rahmen einer Rechtsverordnung geltend machen. Nach dieser Empfehlung steigt dr Mindestlohn dann zum 01. Januar 2025 noch einmal auf 12,82 €.

Verdienstgrenze im Minijob wird dynamisch

Seit 2013 galt eine feste Verdienstgrenze (oder auch Geringfügigkeitsgrenze) von 450 Euro im Minijob. Mit der Mindestlohnerhöhung im Oktober 2022 stieg diese Grenze auf 520 Euro an und ist seitdem dynamisch angelegt. Sie entspricht einer Beschäftigung von 10 Stunden pro Woche zum Mindestlohn. Ändert sich der Mindestlohn, erhöht sich auch die Verdienstgrenze. Zum 1. Januar 2024 steigt die Verdienstgrenze auf 538 €.

Berechnungsformel für die Geringfügigkeitsgrenze (10 h/Woche zum jeweils gültigen Mindestlohn): Mindestlohn x 130 / 3.

Verdienstgrenze beim Midijob steigt

2023 galt ein Job mit einem Verdienst ab 520,01 Euro bis höchstens 2.000 Euro als Midijob . Auch hier ändert sich mit dem steigenden Mindestlohn die Verdienstgrenze. Ab Januar 2024 gilt ein Job als Midijob, wenn der Verdienst 538,01 Euro bis 2.000 Euro beträgt.

Arbeitgeber:innen werden beim Sozialversicherungsbeitrag im unteren Einkommensbereich mit ca. 28 % belastet und dieser wird mit steigendem Einkommen des:der Arbeitnehmenden bis zur Grenze von 2.000 Euro auf den regulären Sozialversicherungsbeitrag abgeschmolzen. Das bedeutet: Geringverdienenden bleibt mehr Netto vom Brutto.

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