Sachkundeprüfung

als Basis für den beruflichen Sachkundenachweis

Das Wichtigste in Kürze

Verfügen Sie als Selbstständige, Freelancer:innen, Start-Ups, Gründer:innen, als künftiger Betreiber eines Kleinst- oder Kleinunternehmens (KKU) über die erforderliche Sachkunde für die Ausübung Ihrer Tätigkeit?

Die Sachkundeprüfung zertifiziert Ihre Kenntnisse über rechtliche Vorschriften, fachliche Pflichten und Befugnisse sowie den zwischenmenschlichen Umgang.

Was ist eine Sachkundeprüfung?

Voraussetzung für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten ist ein zertifizierter Nachweis der Sach- und Fachkunde. Eine spezifische Eignungsprüfung beinhaltet häufig theoretische und praktische Prüfungsteile. Was kann diese allgemeine Beschreibung für Sie im Einzelfall bedeuten?

Das Metier der Sachkundeprüfung ist vielfältig. Als Auszubildende:r erwartet Sie die Abschlussprüfung zum Ende Ihrer Ausbildung. Die erfolgreich bestandene Abschlussprüfung gilt in diesem Fall als Berufsqualifikation. Auch weiterführende Qualifizierungen wie der Meisterbrief oder der staatlich geprüfte Techniker basieren auf einer berufsspezifischen Kenntnisprüfung.

Sie möchten sich Selbständig machen, um als Firmengründer:in ein Kleinst- oder Kleinunternehmen (KKU) zu betreiben? Diesen Schritt begleiten die autorisierten Industrie- und Handelskammern in Deutschland mit einer Sachkundeprüfung, die folgende Wissensgebiete zum Inhalt hat:

  • Rechtliche Vorschriften
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Gewerberecht
  • Strafrecht
  • Datenschutz
  • Unfallverhütung
  • Deeskalations- und Sicherheitstechnik
  • Verhalten in Gefahrensituationen
  • Rechte und Pflichten im Umgang mit Menschen.

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Sachkundeprüfungen für Selbständige und Existenzgründer:innen: Die Branchen

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) vertreten in ihren jeweiligen Regionen die Interessen der Gewerbetreibenden wie auch der Existenzgründer. Zu ihren öffentlich-rechtlichen Aufgaben zählen unter anderem auch die IHK Sachkundeprüfung. Die insgesamt 80 deutschen IHKs führen die branchenbezogenen Sachkundeprüfungen in der jeweiligen Region vor Ort durch. Für die folgenden Berufsfelder der Wirtschaft – hier in alphabetischer Reihenfolge – ist die Zertifizierung in Form einer bestandenen Sachkundeprüfung vorgeschrieben:

  • Arzneimittelverkauf frei verkäuflicher Präparate im Einzelhandel
  • Berufskraftfahrer
  • Bewachungsgewerbe / Gewerbliches Sicherheitspersonal
  • Gefahrgut-Fahrer und -Beauftragte
  • Güterkraftverkehr
  • Krankentransport und Notfallrettung
  • Omnibusverkehr
  • Taxi und Mietwagen
  • Versicherungsgewerbe, im Rahmen von Beratung und Vermittlung
  • Waffen und Munition

Sachkundeprüfung für verschiedene Berufsfelder

Die Sachkundeprüfung 34a

Am Beispiel der Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung (GewO) können wir ihnen beispielhaft aufzeigen, wie eine Prüfung der Sachkunde für das Bewachungsgewerbe strukturiert ist. Dieser IHK Zertifizierungstest setzt sich in der Regel aus zwei Prüfungsteilen zusammen:

  • Schriftliche Prüfung, Dauer 120 Minuten
  • Mündliche Prüfung, Dauer zirka 15 Minuten

Die Prüfung setzt Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift zwingend voraus. Wörterbücher sind übrigens nicht zugelassen.
Die Sachkundeprüfung 34a dient dem:der Teilnehmer:in als Nachweis darüber, ob er:sie für die breit gefächerten Aufgaben persönlich geeignet ist. Der Erwerb dieses Nachweises ist zwingend, wenn Sie als Unternehmer:in oder Arbeitnehmer:in die Überwachung von Eigentum und Leben fremder Personen übernehmen möchten.

Klassische Tätigkeitsfelder nach § 34a der Gewerbeordnung sind beispielsweise der Objekt- und Industrieschutz, die Bewachung von Einlassbereichen (Einlasskontrolle; Türsteher) oder der Schutz vor Ladendieben (Kaufhausdetektiv; Kontrollüberwachung im Einzelhandel).

Der Grund für die vom Gesetzgeber geforderte Prüfung liegt auf der Hand. Tätigkeiten im Sicherheitsbereich sind durchaus mit Risiken verbunden, denn es geht stets auch um den Umgang mit fremden Menschen. Zum einen besteht die Gefahr, angegriffen zu werden. Für diesen Fall ist es hilfreich, über trainierte Kompetenzen und Handlungsweisen zu verfügen. Hinzu kommt wertvolles Fachwissen, das Ihnen die Grenzen der eigenen Befugnisse aufzeigt.

Rahmenbedingungen für die Sachkundeprüfung

Die Prüfungstermine für Ihre branchenbezogene Sachkundeprüfung erfahren Sie von der zuständigen Industrie- und Handelskammer in Ihrer Region. Es gibt keine Eingangsvoraussetzungen für Teilnehmer:innen. Eine Vorbereitung auf die Prüfung ist empfehlenswert. Zu den am Beginn dieses Artikels beschriebenen Wissensgebieten können Sie sich durch selbständiges Lernen vorbereiten. Es gibt allerdings auch kostenpflichtige Vorbereitungskurse. Dort wird Ihnen das erforderliche Prüfungswissen von einem freien Bildungsträger in professioneller Form vermittelt.

Ist die Sachkundeprüfung mit Kosten verbunden? Die Antwort lautet Ja. Da sich Gebührentarife unterscheiden, wenden Sie sich mit der Kostenfrage an die IHK in Ihrer Region. Üblicherweise beginnt der Prüfungstag mit der schriftlichen Sachkundeprüfung am Vormittag. Die Dauer ist auf 120 Minuten veranschlagt. Am Nachmittag folgt der 15-minütige mündliche Teil. Der Prüfungsausschuss besteht in der Regel aus drei Prüfer:innen.

Nach bestandener Sachkundeprüfung erhalten Sie eine Prüfungsbescheinigung der IHK. Als angestellt Beschäftigter legen Sie diese beim Arbeitgeber vor. Bei nicht bestandener Prüfung kann diese bei nochmaliger Zahlung der Prüfungsgebühr wiederholt werden.

Zusammenfassung

Als Gründer:in, Selbständige:r wie auch als Angestellte:r können Sie Ihre Sachkundeprüfung mit Bezug auf die ausgewählte Branche bei der IHK buchen und absolvieren. Aufgrund der geprüften Wissensgebiete empfiehlt sich eine gründliche Vorbereitung. Bildungseinrichtungen bieten gegen Zahlung einer Gebühr spezielle Vorbereitungskurse an. Die Teilnahme an der IHK-Prüfung ist kostenpflichtig. Ihr Wissen wird schriftlich (120 Minuten) und mündlich (15 Minuten) geprüft. Erfolgreiche Absolventen erhalten eine rechtsgültige Bescheinigung der Industrie- und Handelskammer, mit der sie ihre Qualifikationen gegenüber Dritten nachweisen können.

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