Informationsbasierte Geschäftsmodelle

Informationsbasierte Geschäftsmodelle

Suchst du nach Möglichkeiten, dein Angebot strategisch weiter auszubauen? Dann sind Online-Seminare eine Möglichkeit. Es gibt aber noch weitere.

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Wenn deine Selbständigkeit gut läuft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du irgendwann gern „wachsen“ willst. Doch nicht immer sind Outsourcing oder erste Mitarbeiter:innen der passende Start, wenn du mehr aus deinem Dienstleistungsangebot machen willst. Wir zeigen dir einige Wege auf, wie du informationsbasierte Geschäftsmodelle für dein Wachstum nutzen kannst.

Was sind informationsbasierte Geschäftsmodelle?

Der Ausdruck „informationsbasierte Geschäftsmodelle“ oder „information based services“ bezeichnet alle digitalen Produkte und anderen Angebote, bei denen du dein Wissen und deine Erfahrungen weitergibst. Wenn du bereits einige Jahre als Freelancer:in, als Coach oder Coachin, als Unternehmenberater:in oder im Bereich kreative Dienstleistungen unterwegs bist, dann hast du bisher deine Zeit „verkauft“.

Jetzt möchtest du aber informationsbasierte Geschäftsmodelle starten, bei denen du einmal Vorarbeit leistest und diese dann immer wieder verkaufen kannst:

Dafür hast du mit vertretbarem Aufwand und Budget zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • Ein Workbook oder digitales E-Book/Sachbuch zur Wissensvermittlung
  • Den Zugang zu Online-KursenSemi zu bestimmten Themen
  • Eine „Membership“-Site, die von User:innen zum Monatspreis abonniert wird

Mit vertretbarem Aufwand deshalb, weil es bezahlbare und einfache technische Möglichkeiten gibt, solche Geschäftsmodelle ergänzend zu deinen bestehenden umzusetzen.

Brauchst du eine bahnbrechend neue Idee?

Nein. Informationsbasierte Geschäftsmodelle funktionieren nicht, weil dort etwas angeboten wird, das sonst noch niemand im Angebot hatte – sondern weil die Menschen sich dafür interessieren, was du zu diesem Thema zu sagen hast. Gemäß dem alten Motto:

Es ist zwar schon alles gesagt worden, aber noch nicht von dir!

Workbooks oder digitales Sachbücher/E-Books

Der einfachste und schnellste Weg, informationsbasierte Geschäftsmodelle aufzuziehen, sind eigene Bücher. Ein Expertenbuch zeigt deiner Branche, dass du dich auskennst. Ein Sachbuch hilft deiner Zielgruppe, noch überzeugter von dir zu werden. Ein Workbook bietet mehr Menschen eine konkrete Handlungsanleitung, als du per 1:1 Betreuung jemals erreichen könntest.

Natürlich kannst du auch ein Expertenbuch machen, aus diesem ein Sachbuch-Ebook extrahieren und mit einem zusätzlichen Ansatz ein Workbook aus diesen Inhalten erstellen. Genau: Drei Bücher in einem Aufwasch.

Das funktioniert, wenn diese Werke unterschiediche Zielgruppen mit verschiedenen Informationen versorgen. Der Aufwand bei der Erstellung ist naturgemäß trotzdem wesentlich geringer, als wenn du dreimal mit einem ganz neuen Buch anfängst.

Eigene Fach- und Sachbücher gibst du am besten im Selfpublishing heraus, wenn du die höchste Gewinnspanne erzielen möchtest. Wir empfehlen die Anschaffung eigener ISBNs und einen gründlichen Vergleich der Anbieter, damit du eine Firma findest, deren Services zu deinen passen.

On-Demand Seminare und Online-Kurse verkaufen

Dein Wissen aus der Praxis ist wertvoll, deine Art es anderen zu vermitteln ebenfalls. Lernen war noch nie so wichtig wie heute, und viele Menschen wünschen sich orts- und zeitunabhängige Angebote wie die lexoffice Academdy. Das Tempo und den Termin selbst bestimmen zu können, im Zweifelsfall „zurückspulen“ und kniffelige Sachen erneut schauen: So sieht moderne Weiterbildung aus.

Wenn du in der Lage bist, dein Wissen in Lektionen aufzuteilen und einen Video-Kurs zu gestalten, dann kannst du ihn auch verkaufen und über eine der Plattformen anbieten, die sich darauf spezialisiert haben, exakt solche informationsbasierten Services so einfach wie möglich zu gestalten.

Vielleicht stellst du dabei fest, dass du die halbe Vorarbeit für ein Buch schon geleistet hast und bietest deinen Teilnehmer:innen oder deiner Zielgruppe generell parallel noch ein Workbook an.

Ein informationsbasiertes Geschäftsmodell mit Online-Kursen +basiert auf einmaligen Zahlungen oder Zahlungsplänen für jeden von erstellten Kurs. Das Kursmaterial wird hier einmal erstellt und den Kund:innen für einen bestimmten Zeitraum oder „Lifetime“ zur Verfügung gestellt.

Membership Sites als Abo-Modell

Eine „Membership“, wie diese Mitgliedscommunities salopp genannt werden, läuft über ein wiederkehrendes monatliches oder jährliches Zahlungsmodell. Jeden Monat zahlen deine Kundinnen und Kunden eine wiederkehrende Abo.Gebühr, um Zugang zu bestehenden und neuen monatlichen Inhalten zu erhalten.

Inhalte stehen den Kund:innen nur zur Verfügung, wenn diese ihre monatlichen Mitgliedsbeiträge zahlen. Sie haben einen Anreiz zu bleiben oder wiederzukommen, wenn sie sich mit Produkten, Dienstleistungen und Inhalten beschäftigen möchten. Du hast planbare und vorhersehbare Einnahmen, wenn jemand ein Abo abschließt. Diese Umsätze können sehr hoch ausfallen, vorausgesetzt es wandern nicht so viele User:innen wieder ab.

Da Abo-Kündigungen ein so wichtiger Faktor für jedes Mitgliedschafts- oder Abonnementgeschäftsmodell sind, musst du tatsächlich ständig daran arbeiten, sie zu verringern.

Du hast also gute Chancen auf hohe Einnahmen, bist dafür aber durchgehend mit Marketing rund um die Neugewinnung von Abonennt:innen beschäftigt und musst ständig neue Inhalte und Werte bieten, damit die bestehenden Teilnehmer:innen bleiben.

Wenn deine Membership gut anläuft, wirst du schnell an dem Punkt landen, an dem du ein Team aufbauen willst und dein Wachtsum in die nächste Stufe geht. Vielleicht gibst du dann auch nebenbei Kurse raus oder bietest deine Membership in Modulen an oder machst aus deinen Inhalten Bücher – sobald du ein Team hast, ist das ja noch einfacher.

Ohne Fleiß kein Preis, mit Einsatz viel Umsatz

Das Beste an informationsbasierten Geschäftsmodellen ist, dass dich niemand hetzt. Du wirst ja sowieso immer darauf achten, Infos ohne Verfallsdatum zu verarbeiten und kannst immer dann an deinem Angebot werkeln, wenn du Zeit hat.

Das Blöde an diesen Ideen ist, dass dich niemand schubst. Du musst selbst dafür sorgen, dass du fertig wirst und wir empfehlen dir, deine eigenen Projekte mit der gleichen Ernsthaftigkeit voranzutreiben wie Kundenprojekte. Viel Erfolg!

Über die Autorin
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