Meetings: Gespräche Face to Face sind wichtig

Meetings: Gespräche Face to Face sind wichtig

Über größere Entfernungen zusammenzuarbeiten ist dank moderner Technologie jederzeit mühelos möglich. Man sollte meinen, dass Meetings „Face to Face“ damit überflüssig geworden sind oder es werden könnten.

Das ist aber nicht so, ganz im Gegenteil. Abgesehen davon, dass ein persönlicher Erstkontakt mit einem eigenen Eindruck von einem Menschen durch keinen Video-Chat ersetzt werden kann, gibt es noch diverse andere Gründe als ein gut einzuschätzendes gegenseitiges Kennenlernen, warum Meetings wichtig sind und es auch bleiben.

Meetings sind unersetzlich

Wie jemand geht, sich bewegt und im Gespräch reagiert, sind wichtige Hinweise darauf, wie er oder sie einzuschätzen ist. Ob die Person so souverän ist wie per Mail oder mit Samthandschuhen angefasst werden muss, wenn es um Klärungsbedarf geht.

Authentischere Kommunikation auf beiden Seiten ist allerdings auch nur einer von mehreren Gründen, die ein gelegentliches Zusammentreffen im „echten Leben“ unersetzlich machen.

Soziale Kontakte leben von gemeinsam verbrachter Zeit, viele Menschen bauen erst dann ein Vertrauensverhältnis auf, wenn sie mehr oder weniger buchstäblich anderen in die Augen sehen konnten bei zum Beispiel kritischen Aussagen oder bei Diskussionen.

Meetings sind aber nicht nur Beziehungspflege und bieten durch das Lesen der Körpersprache eine wertvolle zusätzliche Informationsquelle darüber, wie das Gegenüber einzuschätzen ist.

Sie bieten außerdem die Möglichkeit, den starren Rahmen einer vorgegebenen Agenda zu verlassen, wenn die Gelegenheit sich bietet.

Statt im falschen Moment ein weiteres Thema zur Sprache zu bringen und zu riskieren, dass es gerade überhaupt nicht in den Themenplan passt, kannst Du in Meetings besser abschätzen, wann weitere Fragen und Angelegenheiten sich zusätzlich klären lassen.

Während Video-Chats, Webinare und virtuelle Konferenzen mit mehreren Teilnehmern meist einen starren Zeitplan und -rahmen haben, kann ein „Real Life“ Meeting jederzeit pausieren, damit alle einen Kopf voll Frischluft schnappen können – oder verlängert werden, wenn die zur Diskussion stehenden Punkte noch nicht zufriedenstellend geklärt wurden.

Meetings sind also aller moderner Technologie zum Trotz alles andere als out, doch damit sie erfolgreich sind, sollten die passenden Voraussetzungen geschaffen werden.

Von einer mit Teilnehmern und Uhrzeit kompatiblen Anreise bis hin zu ungestörten Räumlichkeiten über eine professionelle Vorbereitung tragen viele Faktoren dazu bei, dass Meetings im echten Leben alle virtuellen um Längen schlagen können.

Vor allem aber macht es Spaß, sich mit anderen zu einem Thema an den Tisch zu setzen, das alle gemeinsam voranbringen möchten.

Gemeinsam verbrachte Zeit mit gemeinschaftlicher Zielsetzung trägt also auch noch zur Teambildung bei, integriert Freelancer besser in Projekte und stabilisiert die Führungsposition eines Projektleiters.

Meetingräume „to go“

Auch Kleinunternehmer, Freiberufler und andere Selbstständige profitieren von Meetings, müssen aber nicht unbedingt eigene Räumlichkeiten vorweisen, um diese in einer geeigneten Umgebung abhalten zu können.

Fast in jeder Stadt gibt es in Bahnhofsnähe Hotels, die Konferenzräume vermieten. Oder Coworking Spaces, die sämtliche benötigte Meeting-Technik wie Beamer, Flipcharts und Co gleich mit bereitstellen.

Freelancer sollten die Gelegenheit wahrnehmen, wenn ihre Kunden zu persönlichen Treffen einladen – es ist keine lästige Zusatzaufgabe, zu einem Kundentermin zu reisen. Sondern eine Chance, das eigene Gesicht zu zeigen und wieder ins Gespräch zu kommen für die aktuellen und vielleicht auch weiteren Aufgaben.

10.02.2016