10 smarte Tipps für authentische Selbstvermarktung

7 smarte Tipps für deine authentische Selbstvermarktung

Als Freelancer oder Kleinunternehmer brauchst du für deine Eigenwerbung Merkmale, die dich von anderen unterscheiden. Wir zeigen, wie es geht.

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Du hast es längst gemerkt: Selbstvermarktung ist eine der schwierigsten Marketingaufgaben. Wir zeigen dir deshalb in diesem Blogpost zehn einfache Tipps für selbständige Unternehmer*innen: Wie du dich vom Meer der Mitbewerber abheben kannst, ohne dich zu verbiegen und trotzdem Eigenwerbung betreiben und Alleinstellungsmerkmale entwickeln kannst.

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt: »Warum muss ich unbedingt authentisch und einzigartig sein – es muss doch ausreichen, wenn ich einen verdammt guten Job mache?« Das ist insofern richtig, als am Ende deine Arbeitsergebnisse zählen.

Warum gute Selbstvermarktung der entscheidende Erfolgsfaktor ist

Doch versetz‘ dich mal in die Lage deiner potenziellen Auftraggeber*innen. Besser noch, beobachte dich selbst, wenn du ein Produkt oder einen Service einkaufst. Du fällst die Kaufentscheidungen, weil du auf etwas aufmerksam geworden bist, das dir gefällt. Die Welt ist voller Kaffeebecher, doch du kaufst den einen aus Shop der Start-up Mama, mit der du dich so gut identifizieren kannst. Grafiker*innen gibt es wie Sand am Meer, doch du wendest dich automatisch denen zu, bei denen du merkst: Da kennt sich jemand mit den Anforderungen deiner Branche aus.

Dieses Detail, an dem dein Auge und dein Hirn kurz hängenbleiben, das ist jeweils das Ergebnis authentischer Selbstvermarktung. Das willst du auch. Und das geht so:

7 Tipps für erfolgreiche Selbstvermarktung

1. Erfolgsfaktor Klarheit

Kennst du Firmen- oder Markennamen, bei denen dir nur ein Produkt einfällt? Bacardi ist so ein Beispiel, obwohl die Firma auch Tequila, Scotch, Wodka und Gin unter eigenen Namen verkauft. Du bist Webdesigner: Vermarkte dich als WordPress-Magier. Du bist Texterin: Nenn dich die Großmeisterin der Slogan’s. Nein, nicht wirklich 🙂 pick dir raus, was du am meisten liebst und geh (nur) damit nach vorn in die Aufmerksamkeit der Zielgruppe. Das ist viel einfacher als ein Gesamtangebot zu vermarkten und prägt sich außerdem ein.

2. Nachhaltigkeit und Sinn

Sind deine Angebote ökologisch hergestellt, vegan, regional, biologisch abbaubar oder organisch? Legst du Wert auf Umweltschutz und entsprechende Siegel? Wenn du jetzt verdutzt guckst, hast du gar kein greifbares Produkt, das du so ausrichten kannst. Aber du kannst auch als Dienstleister*in nachhaltig arbeiten, papierfrei digital oder mit recycelten Materialien werkeln, dich in der Region sinnvoll und/oder ehrenamtlich engagieren und für Firmen arbeiten, die sich dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben haben. Motto: Tu‘ was Gutes und setz‘ es dann auch für dein Marketing sinnbringend ein.

3. Erfolg durch Individualität

Ob Dienstleistung oder Produkt, jeder Kunde und jede Kundin kauft gerne etwas Besonderes, indivudell zusammengestelltes oder gar ein Einzelstück. Hast du schon einmal versucht, ein Angebot von jemandem einzuholen, der seine Abläufe »gewinnbringend und zeitsparend optimiert« hat? Wenn du zufällig genau das kaufen willst, wofür der andere die Schablone angefertigt hat, hast du Glück. Willst du aber eine darüber hinausgehende Beratung, zeigt sich ganz schnell die Grenze der Expertise. Für dich als Anbieter*in besteht die Kunst darin, nur für Routinen mit »Schablonen« und für Spezialbedarf mit Sonderanfertigungen zu arbeiten. Das gilt sowohl für Produkte als auch für Dienstleistung.

Mit unseren Tipps klappt's auch mit der Selbstvermarktung

1. Klarheit und Konzentration auf ein sauber definiertes Angebot

2. Nachhaltigkeit und Sinn als Teil deiner unternehmerischen Kultur

3. Erfolg durch den Mix aus Routinen und individuellem Service

4. Zielgruppe oder Nische definieren und darauf konzentrieren

5. Storytelling als Mittel des Aufbaus einer Eigenmarke

6. Innovationsgeist zeigen und eigene Angebote am Puls der Zeit

7. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit als etablierter Standard

4. Zielgruppe oder Nische festzurren

Auch wenn du eine Dienstleistung oder ein Produkt anbietest, das für viele unterschiedliche Zielgruppen gut geeignet ist, so tust du dir doch einen großen Gefallen, wenn du für Werbung, Vertrieb und Marketing eine Nische oder Zielgruppe herauspickst und gezielt beackerst. Erstens wirst du dann immer besser darin, genau diese Nische zu vermarkten, weil du sie kontinuierlich besser kennen lernst. Außerdem kannst du dir den Bonus erwirtschaften, als Spezialist für ein Thema oder eine Branche wahrgenommen zu werden und dann auch verlinkt oder empfohlen zu werden.

5. Storytelling als Rahmen für Außenwirkung

Wer mit dir arbeitet, verankert dich automatisch mit einigen Details im Gedächtnis. Der nette Hipster mit dem Haarknoten, die schüchterne große Blondine mit dem nervösen Fingerzucken … Moment mal. Du selbst entscheidest, mit welchen Merkmalen und welcher Geschichte du wahrgenommen wirst – mit Storytelling entscheidest du die Richtung. »Diese Produktidee kam mir beim Surfen, kurz nachdem ich ordentlich Wasser geschluckt habe: So könnte doch die Lösung aussehen«. Erzähl eine einprägsame Geschichte, die sich deinem Unternehmen zuwendet, ohne in bräsiges Businesskauderwelsch zu verfallen. Oder erzähl fünf. Du entscheidest den Rahmen mit Insights, Insider Views und Stories.

6. Innovation und aktuelle Angebote

Die Welt ist in Bewegung und wenn du schlau bist, bewegst du dich mit. Frische Gesetze, Krisen, Digitalisierung und Marketing-Trends, Moden und kulturelle Entwicklungen können und sollten beeinflussen was du im Angebot hast für deine Zielgruppe. Ein neues Thema erfordert neue Kenntnisse? Erarbeite sie dir, denn nichts beruhigt mitten im Wandel mehr als Geschäftspartner, die sich von Innovation nicht abhängen lassen – sondern ihren Kunden dabei helfen, selbst mithalten zu können. Moderne Werkzeuge wie eine gute digitale Rechnungssoftware und eine mobile Website verstärken die positive Außenwirkung noch.

7. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit

Das Leben als selbständige*r Dienstleister*in ist anstrengender, als es von außen aussieht und so manche Deadline erreichst du unter erschwerten Bedingungen. Wichtig ist aber, dass du die andere Seite – deine Auftraggeber – nicht hängen lässt. Deine Kunden merken sich, wenn ein Input oder Service fehlte, wo er dringend gebraucht wurde, sie müssen es schließlich ausgleichen oder abwarten. Sie bemerken aber auch, wenn du dich bemühst und zuverlässig bist, pünktlich lieferst. So krass das klingt, heute wird auch Zuverlässigkeit bei gleichbleibender Qualität mehr und mehr zum Alleinstellungsmerkmal.

Das Beste an diesen sieben smarten Tipps für Selbstvermarktung

Mit Abstand das Beste an diesen praxisnahen, auf Erfahrungen basierenden Tipps: Sie nutzen nicht nur deiner authentischen Selbstvermarktung, sondern vor allem dir selbst. Du siehst dich selbst klarer, du handelst entschiedener, deine Aktionen haben mehr Sinn und erreichen Ziele. Du positionierst dich eindeutig und profitierst auf viele Arten davon, diese sieben Tipps zu kombinieren und alle für dich umzusetzen.

Viel Erfolg!

  • Foto: Adobe Stock contrastwerkstatt
Über den Autor
Carola Heine
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