Tobias Maucher: »Meine Buchhaltung macht sich digital, papierlos und (fast) von selbst.«

Tobias Maucher: »Meine Buchhaltung macht sich digital, papierlos und (fast) von selbst.«

Lesezeichen setzen

Tobias Maucher ist Entrepreneur, Facilitator und Digital Native. Als selbständiger Unternehmer führt er selbst ein „New Work Leben“ und hilft seinen Kunden dabei, ihr Geschäftsmodell sowie ihre Organisation fit und kompetent für den Wandel aufzustellen. Dabei begegnet ihm immer wieder das eine oder andere unternehmerische Abenteuer und Projekt oder eine Aufgabe wie das möglichst aufwandfreie und papierlose Bewältigen von Buchhaltung bis Steuererklärung.

Tobias Maucher

Tobias Maucher

https://www.tobiasmaucher.com/

»Ich bin aufgewachsen in Oberschwaben zwischen Ulm und Bodensee und habe in Friedrichshafen und im Master in Stuttgart Maschinenbau mit Vertiefung auf Innovations- und Produktionsmanagement studiert. Nach meinem Studium habe ich 2,5 Jahre in der Unternehmensberatung gearbeitet, und mich viel auch mit Digitalisierung und Neugestaltung von Arbeit beschäftigt. Dabei ist mehr und mehr die Gewissheit bei mir gewachsen, dass neue Arbeit nicht nur mit Digitalisierung, tollen Tools und Home Office, sondern – zumindest für mich – vor allem mit Selbstbestimmung zu tun hat. Selbstständigkeit war also die logische Konsequenz. Und so habe ich mich 2017 getraut zu kündigen und mich selbstständig gemacht.

In dem Zuge bin ich nach Berlin gezogen und habe begonnen, für Startups als Projektmanager zu freelancen und nebenher mein Business entwickelt (was eigentlich immer noch der Fall ist). Jetzt, in meinem dritten Jahr der Selbstständigkeit, besteht mein Business aus zwei Säulen. Einerseits übernehme ich die Leitung größerer Projekte wie zur Zeit das der Kontist Stiftung. Andererseits berate ich auch zunehmend in Form von aktuell vor allem digitalen Workshops und Keynotes Kunden rund um die Themen Digitalisierung, Innovation und New Work.«

Carola: Hallo Tobias, als ich in den Sozialen Medien deine Empfehlung für lexoffice gelesen hatte, habe ich nicht gewusst, dass du einen Blogbeitrag über Buchhaltung geschrieben hast und jetzt lese ich, dass du auch noch für die Stiftung unseres Partners Kontist arbeitest – das passt ja wirklich gut.

Es ist jetzt ungefähr drei Jahre her, dass du den Sprung in die Selbständigkeit gewagt hast: Etwas, worüber viele unserer nebenberuflich tätigen Lesenden nachdenken. Warum hast du dich selbständig gemacht, war es eine zündende Idee?

Tobias Maucher: Meine Gründung selbst basiert auf keiner Innovation

Tobias: Meine Gründung selbst basiert auf keiner großartigen Innovation, sondern hat mehr mit meiner Idee von selbstbestimmter Arbeit zu tun. Beratung hat mir immer schon große Freude bereitet. Es war mir ein großes Bedürfnis, das dann auch selbstständig und selbstbestimmt machen zu können. So hat sich zumindest mein bisheriges Business entwickelt. Dennoch bin ich innovativeren Gründungen in Zukunft gegenüber sehr offen. Ich sehe mich mehr und mehr als Unternehmer.

Meine Kunden sind einerseits häufig innovative Startups in Berlin, andererseits KMUs. Viele davon aus meiner alten Heimat Baden-Württemberg. Das hängt aber einfach mit meinem Netzwerk zusammen, und ist zumindest bisher keine bewusste Entscheidung. Kunden mit Beratungsbedarf fehlen entweder die Ideen für Innovation, oder sie haben zu viele, und wissen nicht wo und wie sie anfangen sollen.

Oft ist der tatsächliche Grund dafür Unsicherheit. Mit den richtigen Methoden und Vorgehen kann man diese Unsicherheit Stück für Stück abbauen, so innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln und dann mit kontrolliertem Risiko in den Markt bringen – oder zumindest erfahren, dass eine Idee vielleicht noch nicht so ganz passt.

Carola: Wie und wann bist du lexoffice Anwender geworden?

Tobias: Kontist nutze ich, seit ich selbständig bin. Als die Partneranbindung zu lexoffice geschaffen wurde, habe ich auch lexoffice in meine Prozesse eingebaut. Jetzt macht sich meine Buchhaltung digital, papierlos und (fast) von selbst. Die Kombi von lexoffice und Kontist ist ideal. Die restlichen Tools, die ich in meinem Blogpost aufgezählt habe, kamen dann Stück für Stück dazu.

Die Kombi von lexoffice und Kontist ist ideal

Auf Kontist bin ich 2016 über einen Presseartikel aufmerksam geworden. Die Idee, die Selbstständigkeit als Fintech-Startup zu „entbürokratisieren“ hat mich total begeistert. Seit ich in Berlin bin, bin ich nicht nur Kunde, sondern habe mit Kontist gemeinsam auch schon viele Projekte umgesetzt, an denen lexoffie auch schon beteiligt war – liebe Grüße an dieser Stelle!

Carola: Danke sehr, das richte ich gerne aus 🙂 Wo außer in der Stiftung kann man sich noch mit dir vernetzen?

Tobias: Ich bin in drei Communities aktiv: Eben in der Kontist Stiftung, in der ich ja auch im Team aktiv mitarbeite und mit Catharina Bruns, der Gründerin, das Projekt gemeinsam leite. Beim Citizen Circle, einer Community für ortsunabhängige Unternehmer und digitale Nomaden, die im Laufe der letzten Jahre zu einem Freundeskreis an Gleichgesinnten geworden ist. Und nicht zuletzt bei den Wirtschaftsjunioren, insbesondere in der Online-Community #WJdigital

Carola: Das Projekt #WJdigital – könntest du uns mehr darüber erzählen?

Tobias: Ich bin Mitglied der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Anfang 2018, als ich von Stuttgart nach Berlin gezogen bin (die Wirtschaftsjunioren haben zwar auch Landes- und Bundesverbände, sind aber überwiegen lokal bzw. Regional aktiv), habe ich mich gemeinsam mit Tom Wolter-Roessler (einem anderen Junior aus Stuttgart) gefragt, ob es in unserer Zeit nicht auch möglich ist, von einem anderen Wohnort am Verbandsleben teilzunehmen. So ist die Idee entstanden, eine digitale Community zu entwickeln.

Zuerst eigentlich nur für Stuttgart, irgendwann ist das Ganze aber gewachsen und zwischenzeitlich versammeln wir mehr als 2.000 Wirtschaftsjunioren und machen eigentlich das, was seit Corona viele entdeckt haben, bereits seit mehr als 2 Jahren: Wir treffen uns online in Web-Konferenzen, veranstalten digitalen Events/Webinare, etc. und konnten damit die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren über deren Region hinaus ganz neu vernetzen.

Gründen ist ein wenig wie Computerspielen, nur andersherum

Carola: Starke Netzwerke aufbauen, das gehört ja zu den wichtigsten Tipps für Gründer*innen. Hast du einen Tipp oder eine Erfahrung für jetzt frisch Existenzgründende, die du mit uns teilen kannst? Oder ein Motto, das dich trägt?

Tobias: Gründen ist ein wenig wie Computerspielen, nur andersrum – das erste Level ist das schwerste 🙂

Carola: Das können wir wohl einfach mal unkommentiert stehen lassen 🙂 Danke dir und weiter ganz viel Erfolg.

  • Foto: (c) WJD/Janine Schmitz/phototek
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

Beitrag kommentieren