zielgruppengerechte Ansprache: Sprichst du die Sprache deiner Kunden?

Sprichst du die Sprache deiner Kund:innen? 5 Tipps für deinen Erfolg

Das Erfolgsgeheimnis eines jeden Angebots: auf Anhieb kapiert werden – und zwar so, dass Kundinnen und Kunden sich verstanden fühlen.

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Zielgruppengerechte Ansprache kommt in freier Marketingwildbahn viel seltener vor, als du vielleicht denkst.

Wenn der eine oder die andere beispielsweise kurz und knackig „Personal Branding Coaching“ verkauft, dann muss die potenzielle Kundschaft zunächst mal überhaupt verstanden haben, dass es um gelungene Selbstdarstellung mit strategischem Konzept geht, bei der man sich professionell helfen lassen kann.

Wie viele solcher Hürden hast du im Marketing versehentlich erschaffen?

Zielgruppengerechte Ansprache als Erfolgsfaktor

Gekauft werden nur Angebote, die auch verstanden werden. Doch wie viel Aufwand ist es für deine Zielgruppe, dein Angebot vollständig zu erfassen? Sprichst du beispielsweise viel über deine Vorgehensweise, während die potenziellen Kund:innen selbst herausfinden müssen, ob diese Methode zu ihren Problemen passt?

Was für dich selbstverständlich ist, kann für andere der erste Einstieg ins Thema sein. Je mehr Hürden du aus dem Weg räumst und je klarer du kommunizierst, desto besser verstehen andere Menschen, was du anbietest. Unsere Tipps helfen deinem Marketing auf die Sprünge.

Zielgruppengerechte Ansprache bedeutet meistens, ganz anders in Angeboten und Marketingbeiträgen zu sprechen und zu schreiben als unter Kolleg:innen. Dabei tappt man sehr schnell in die Falle, den eigenen Arbeitsalltag mitsamt seinem Vokabular in die Kundenkommunikation zu übernehmen. Oder davon auszugehen, dass Kund:innen automatisch die gleichen Prioritäten erkennen.

Als Unternehmer:in befindest du also einerseits in einer Dauerschleife der Positionierung: Wer bin ich und warum und was mache ich für wen? Andererseits willst du diese Erkenntnisse dann so einfach und klar wie möglich vermitteln und mit einer Handlungsaufforderung verknüpfen.

Tipp 1: Es geht bei deiner Werbung nicht um dich, sondern um die Kund:innen

Versetze dich immer in die Lage deiner potenziellen Auftraggeber:innen, und zwar angefangen mit deiner Visitenkarte oder deinem Profil-Slogan in den Sozialen Medien.

"Ich helfe Menschen bei ..."

Gefühlt jeder dritte Profil-Slogan beginnt so – und ignoriert damit die wichtigste Regel der Akquisekommunikation: Es geht nicht um dich. Es geht um die Kund:innen.

Da fängt man nicht mit „ich“ an 🙂

Zum Beispiel: „Ich helfe Unternehmer:innen beim Zeitmanagement“. Formuliere deinen Slogan lieber beschreibend („Coach für mehr Effizienz dank Zeitmanagement“), neugierig machend („Zeit ist genug da, ich zeige gerne wie“) oder ausgehend vom Kundenproblem („Zeitmanagement kann einfach sein“).

Tipp 2: deine Fachbegriffe sind wahrscheinlich zu spezifisch

Bürste deine Website, deine Social Media Postings und deine Profile einmal kräftig durch, um Fachausdrücke zu entfernen, die entweder Erklärungsbedarf auslösen oder Fortbildungsbereitschaft einfordern.

Warst du schon mal in einer Werkstatt oder Praxis, wo du nur „Bahnhof“ verstanden hast, wenn dir erklärt wurde, wie die Behandlung oder Reparatur aussieht? Genau den Effekt gilt es zu vermeiden.

Tipp 3: lerne die Sprache deiner Kundinnen und Kunden

Bist du auf eine bestimmte Branche spezialisiert, eine Nische oder eine Orientierung? Eine Altersgruppe oder bestimmte Berufsträger:innen? Deren Fachvokabular oder „Slang“ solltest du erlernen.

Wenn du die Sprache deiner Kunden sprichst und es der Zielgruppe wiederum ersparst, deine lernen zu müssen, hast du einen großen Wettbewerbsvorteil.

Tipp 4: „show, don’t tell“ ist zielgruppengerechte Ansprache

Statt des Langen und des Überbreiten über Methoden und Prozesse zu sprechen, die mit deiner Hilfe umgesetzt werden können, zeige lieber direkt die mögliche Lösung auf. Storytelling statt Fakten-Listen, am besten ergänzt um Erfahrungsberichte.

Nichts überzeugt deine Kontakte so sehr von deiner Kompetenz wie Referenzen, Kundenstimmen und echte Einblicke in die Zusammenarbeit.

Tipp 5: mach deine Angebote „snackable“

Statt deine Kundschaftsanwärter mit 25 Seiten Details zu erschlagen, schreib in dein Angebot nur die wichtigsten Dinge und verlagere das „Kleingedruckte“ in deine AGB. Es soll Spaß machen und Vorfreude wecken, dein Angebot zu lesen – nicht ein mühsames Durchackern eines dicken Vertragswerks darstellen.

Selbstverständlich solltest du trotzdem alle wichtigen Details aufnehmen, auch die Anzahl Korrekturschleifen und Fälligkeit der Anzahlung. Aber bereite das Angebot auf jeden Fall lesefreundlich und gut verdaulich auf.

Fazit: an ein paar Stellschrauben kannst du immer drehen

Betriebsblindheit die eigenen Abläufe betreffend ist ganz normal. Auch ohne „Betrieb“ als Freelancer oder Dienstleister:in. Aber wenn du unsere 5 Tipps als Checklist nutzt, bist du auf jeden Fall schon einen großen Schritt weiter und die zielgruppengerechte Ansprache funktioniert. Viel Erfolg!

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