LKW Maut

Welche Folgen hätte eine Erhöhung für das Handwerk?

Der Deutsche Bundestag hat eine Erhöhung der LKW Maut ab Januar 2023 beschlossen. Dies könnte weitreichende Folgen für das Handwerk haben, wobei kleine und mittlere Betriebe der Branche noch nicht sicher mit der bislang bekannten Handwerkerausnahme planen können.

Mit der Zustimmung zur Erhöhung der LKW Maut auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen hat der Staat ab Januar 2023 eine neue Einnahmequelle erschlossen. Für das kommende Jahr steht zudem eine Ausdehnung auf kleinere LKW sowie die Einbindung einer CO2-Bepreisung in der Diskussion. Die Folgen dieser Entscheidung für einzelne Unternehmen sind noch nicht abschätzbar, wobei das Handwerk bislang von einer Ausnahmeregelung profitierte. Ob diese bestehen bleibt, ist aktuell nicht seriös einzuschätzen.

Welche Änderungen zur LKW Maut sind geplant?

Nach einiger Diskussion in der Koalition haben sich die regierenden Parteien auf Grundsätze zur Reform der LKW Maut geeignet. Die erste Veränderung wird bereits ab kommendem Jahr in Kraft treten und für eine gemäßigte Erhöhung des Cent-Preises pro Kilometer sorgen. Diese Anpassung ergibt sich durch eine Neuberechnung des Lärm-Faktors, der bislang auf 0,2 Cent pro Kilometer fixiert war.

Ab sofort fließen auch die Anzahl der Achsen und das Fahrzeuggewicht mit in die Kalkulation der Lärmbelästigung ein. Für einen durchschnittlichen Dreiachser mit moderner Abgasnorm dürfte dies zu einem Cent Mehrbelastung pro Kilometer führen. Die Reform wird an dieser Stelle jedoch nicht enden.

Im kommenden Jahr möchte die Bundesregierung weitere Pläne in die Tat umsetzen, die neben dem Straßenbau dem Verkehr auf Wasserwegen und der Schiene zugutekommen sollen. Ernsthaft in der Diskussion ist die Ausdehnung der Maut auf alle LKW ab 3,5 Tonnen, die gewerblich zum Einsatz kommen. Bislang lag die Grenze ab 7,5 Tonnen. Auch eine CO2-Bepreisung gilt als wahrscheinlich und soll den Betrieb älterer LKW unattraktiv machen.

Welche Folgen hätte die LKW Maut Erhöhung für Handwerker?

Alle gewerblichen Betriebe mit Fuhrpark müssen durch die Reform mit höheren Kosten im Betriebsalltag rechnen. Für Handwerker ist die Situation besonders heikel. Diese profitieren bislang von einer Handwerkerausnahme, die alle Mitglieder der EU eigenständig vornehmen dürfen. Zudem gehören nur wenige LKW mit einem Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen zum Fuhrpark von Handwerksbetrieben.

Kommt es zu einer Ausdehnung auf Fahrzeuge im Bereich zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen, sind viele Handwerker aktiv betroffen. Gerade Kleintransporter sind im Handwerk weit verbreitet und könnten je nach politischer Entscheidung zukünftig unter die Maut-Pflicht fallen. Eine Ausnahme für Handwerksbetriebe müsste nach den endgültigen Beschlüssen der Koalition bestätigt bzw. erneuert werden.

Ist mit einer Ausnahmeregelung zu rechnen?

Ob eine Ausnahme bei der LKW-Maut für Handwerker zu erwarten ist, dürfte sich im Rahmen der nächsten Monate entscheiden. Die Vertreter des Handwerks in Deutschland hatten bislang eine starke Stimme in der Politik und bislang für eine Ausnahme in ihrer Branche sorgen können. Von daher ist die Hoffnung berechtigt, dass die Ausnahme erneut bestätigt wird.

Dem gegenüber steht die Notwendigkeit des Staates, die Kosten der Corona-Folgen und der aktuellen Energiekrise zu meistern. Da die Mehreinnahmen durch die LKW-Maut explizit den verschiedenen Verkehrswegen in Deutschland dienen sollen, ließe sich hier ein gezielter Weg der Finanzierung ohne Umverteilung anderer staatlicher Einnahmen einschlagen. Endgültige Klarheit wird es erst im Laufe des Jahres 2023 geben.

Unser Fazit zur möglichen Erhöhung der LKW Maut

Eine höhere LKW Maut in Deutschland unter der Ampelkoalition war zu erwarten und nimmt konkrete Formen an. Während die Mehrbelastung ab 2023 noch überschaubar ist, wäre eine Ausdehnung auf LKW ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht eine wesentliche Belastung für das deutsche Handwerk. Es bleibt zu hoffen, dass eine Einsicht über die Folgen für das Handwerk entsteht und eine Ausnahme wie bislang gegeben bestätigt wird.

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