7 gute Angewohnheiten, die Dein Leben verbessern

Wir haben 7 gute Angewohnheiten für Dich herausgearbeitet, mit denen es Dir besser oder herausragend geht.

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Lebensqualität trotz beruflicher Auslastung und Work-Life-Balance sind Themen, die vor allem Gründer immer wieder beschäftigen. Ob Du nebenberuflich selbstständig bist oder ein Start-up aufbaust, früher oder später stehst Du vor diesen Herausforderungen. 

Denn unsere Angewohnheiten machen den Kopf und den Weg frei. Alle Dinge, die wir so zufriedenstellend für uns gelöst haben, dass wir darüber nicht mehr nachdenken müssen, sparen Nerven. Alle Lösungen, die uns voranbringen, ohne dass wir immer wieder von vorne anfangen müssen, geben Kraft und helfen beim Erreichen von Zielen. Es lohnt sich also, die eigenen Gewohnheiten unter die Lupe zu nehmen und an den wichtigsten Schrauben zu drehen.

7 gute Angewohnheiten – damit Du erfüllter und zufriedener lebst und arbeitest

Immer gestresst oder ungeduldig sein, ständig vor ähnlichen Problemen zu stehen und ein Grundgefühl der Unzufriedenheit: Diese und ähnliche Situationen kennen viele Selbstständige. Nicht immer lässt sich ändern, was von außen kommt. Immer lässt sich jedoch ändern, wie Du damit umgehst.

1. Produktivitätskiller Arbeitselektronik – weg mit dem vernetzten Schlafzimmer

Überall online zu sein ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Es ist ja auch sehr praktisch, rund um die Uhr in die Mails sehen zu können, nichts mehr auf Facebook zu verpassen und bei jedem kurzen Erwachen zwischendurch nachts ein paar Messages zu schreiben. Wir zeigen 7 gute Angewohnheiten auf, die Dir vermutlich noch fehlen und die erste ist vielleicht die wichtigste und schwierigste: raus aus dem Schlafzimmer mit Smartphone, Tablet und Notebook. Wenn Du es schaffst, schaltest Du eine Stunde vorm Schlafengehen alle Geräte aus und fährst gemütlich auch Dein Hirn herunter. Damit steigen Deine Chancen auf erholsamen Schlaf.

Aber, so wirst Du vielleicht jetzt sagen, aber das Smartphone ist doch Dein Wecker! Doch das ist nur eine Ausrede. Der Bestseller unter allen Weckern bei Amazon kostet 7,96 Euro. So viel ist Dein ungestörterer Schlaf mit Abstand zum digitalen Tagesgeschehen wert.

2. Lebensqualität erhöhen durch bewusstes Umdenken und das Ziehen von Konsequenzen

Jeder hat Menschen in seinem Umfeld, die an der Grenze des Erträglichen langschaben. Der Jammerklops aus dem Coworking Space, der im Grunde eine Ersatzmutti sucht. Die erfolgreiche Kollegin, die immer tiefstapelt, um dann alle abzuwatschen, die darauf eingehen. Die Nachbarin, die endlos Zeit stiehlt durch Erzählen der immer gleichen Klatsch- und Tratschgeschichten und vermutlich auch der eine oder andere Kunde. Sie alle nerven und stören Dich, können Dich an schlechten Tagen bis zur Weißglut reizen und an guten nehmen sie Dir die Energie.

Aber, so wirst Du nun vielleicht fragen, was sollst Du denn tun, andere Menschen gehören nun mal zum Leben dazu? Das stimmt. Aber nicht alle. Wer Dich runterzieht, belastet, Dir den Tag vergiftet oder Dich Kraft kostet, darf konsequent weiträumig umfahren werden.

3. Such Dein persönliches Bermudadreieck und organisier Dich langfristig besser

Vielleicht ist es Dir noch gar nicht klar, aber es kostet Dich jeden Tag sehr viel Zeit, wenn Du Dich und Deine administrativen Abläufe nicht vernünftig organisierst. Das einfachste Beispiel sind Belegbuchungen. Entweder Du verbringst vor jedem Steuertermin qualvolle Stunden oder Tage damit, hoffentlich alles zusammenzusuchen und auch noch zu kopieren oder zu scannen, immer mit Zeitdruck im Nacken. Oder Du nutzt lexoffice und erfasst jeden Beleg zeitnah, komfortabel und sofort.

Welche organisatorische Aufgabe nervt Dich immer wieder? Es können kleine sein, wie ein vernünftiges System für Eingangspost und deren Aufbewahrung und Abarbeitung. Oder große wie unzureichende Digitalisierung in Deinen Abläufen. Geh dahin, wo es wehtut. Und lös das Ding dann ein- für allemal. Dann das nächste. Und das nächste.

4. Dosiere Dein Prokrastinieren und trag Dir Zeitfenster dafür in Deinen Kalender oder Zeitplan ein

Das ganze Internet ist voll mit Witzen darüber, dass sich kurz vor einem wichtigen Abgabetermin am besten das Haus putzen lässt. Viele Freelancer-Wohnungen sind am saubersten knapp vor einer Deadline und jeder Kollege wird sofort mitlachen, über sich selbst nämlich. Es ist also halbwegs unwahrscheinlich, dass Du es Dir auf Knopfdruck abgewöhnen kannst, vor einer Aufgabe so lange herumzulungern, bis es brennt. Einige Lebenshilfe-Ratgeber empfehlen daher, immer 20 oder 30 Minuten konzentriert zu arbeiten und dann eine Pause einzulegen.

Wir empfehlen es andersherum. Du darfst zwar eine viertel oder eine halbe Stunde professionell herumtrödeln, dann wird aber erst eine größere Aufgabe gelöst. Ob sie groß genug ist, um die nächste gekonnte Prokrastination zu rechtfertigen, bestimmst Du. Oder notfalls eine Eieruhr, die Deinen Tag in Häppchen teilt.

Du brauchst Dein bestimmtes „Nein“. Sag nicht „mal sehen“, „später vielleicht“ oder „das muss ich mir überlegen“. Sag Nein, wenn ein Nein dran ist. Das befreit.

5. Nein sagen kann man lernen, indem man es immer wieder übt – und das solltest Du

So schwer es ist, sich den Verlockungen der sozialen Netzwerke zu versagen, so schwierig ist es auch in anderen Situationen, einfach mal Nein zu sagen. Nein zum Kollegen, der schon wieder chatten möchte, einfach indem Du ihn stummschaltest. Sag Nein zu Kooperationsangeboten, bei denen Dein Bauchgefühl den Aufstand probt. Ein entschiedenes Nein zur Teilnahme an Veranstaltungen, bei denen kostenlos Deine Expertise abgegriffen wird, ohne dass klar ist, was Du dafür bekommst. Nein zu Kundenanfragen, bei denen das Gesamtbild nicht stimmt. Denn „Nein“ ist einfach ein sehr machtvolles Wort.

Dummerweise führt es auch zu Konfrontationen und enttäuschten Reaktionen. Deswegen haben die meisten von uns sich höfliche Ausflüchte und ein Ausweichen angewöhnt. Das genügt aber nicht. Du brauchst Dein bestimmtes „Nein“. Sag nicht „mal sehen“, „später vielleicht“ oder „das muss ich mir überlegen“. Sag Nein, wenn ein Nein dran ist. Das befreit.

6. „Carpe Diem“ funktioniert tatsächlich, Du kannst das aber ruhig ganz anders nennen

Im Hier und Jetzt leben. Zu schätzen wissen, was aktuell gut läuft. Bewusst genießen, dass Du Deine Zeit frei einteilen kannst. Alle Vorteile ergreifen, die ein selbstständiger Unternehmer hat und dankbar dafür sein: Das ist mitten im täglichen Trubel und Stress ein Lernprozess. Vor allem, wenn es mal nicht so gut läuft oder sich zumindest so anfühlt. Aber Du musst ja keine siebenstelligen Umsätze machen, um über die Runden zu kommen. Niemand braucht hundert Mitarbeiter, nur das richtige Team. Ein Kaffee mit befreundeten Kollegen kann viel besser schmecken als Champagner auf einem schicken Networking-Event. Schau Dir an, immer wieder und ganz bewusst, was Du an guten Dingen um Dich hast. Was Du schon für Dich erreicht hast.

Es ist nicht nur gut, wenn Du Dinge zu schätzen weißt, die Dein Leben reicher machen. Diese Wertschätzung trägt Dich auch durch blöde Tage, hilft Dir in der nächsten Krise und sorgt sogar dafür, dass Du anderen gegenüber entspannter und selbstbewusster auftrittst. Erinnere Dich doch einfach beim Zähneputzen. Bei jedem einzelnen Mal.

7. Konzentrier Dich auf Dein eigenes Leben, sowohl beruflich als auch privat

Auch wenn wir uns mit den Vorteilen beschäftigen, die unser eigenes Leben zu bieten hat, tendieren wir oft zum Vergleich mit anderen. Gute Angewohnheiten solltest Du für Dich entwickeln, nicht aufgrund von anderen Menschen oder basierend auf Annahmen. Denn wie das Privat- oder Berufsleben einer anderen Person ist, kannst Du immer nur erraten. Sogar wenn diese Person Dir davon berichtet. Oft sind Dinge schwierig, die einfach aussehen und andersherum. Jeder findet andere Entwicklungsschritte herausfordernd. Keiner weiß im Vorfeld, wie eine Entscheidung sich auswirkt. Auch dann nicht, wenn Du eine fremde Entscheidung „kopierst“, denn es fließen immer viel zu viele Faktoren ein.

Denk nicht darüber nach, was andere von Dir halten. Denk nicht darüber nach, was Du von anderen hältst. Wenn Du von anderen lernen willst, ist Networking mit gezieltem Erfahrungstausch in nicht zu großen Gruppen ein guter Weg. Generell ist Beratung durch einen Profi, Experten oder Mentor immer besser als Rätselraten, wie andere es wohl geschafft haben.

Gute Angewohnheiten … die nur ein Anfang sein können

Was immer Du für Deine soziale und berufliche Kompetenz erreichen möchtest, Deine Ziele sollten so realistisch sein wie Du es in Kundenprojekten von Deinem Kunden erwartest. Wenn Du seit fünfzehn Jahren täglich viele Stunden online vertrödelst, wirst Du nicht von heute auf morgen aufhören. Wenn Deine Ablage aus halbmeterhohen Stapeln mit beginnendem Eigenleben besteht, wirst Du noch eine Weile suchen müssen. Auch Selbstbewusstsein kommt nicht über Nacht.

Aber die Tatsache allein, dass Du möchtest, dass es Dir besser geht, kann hilfreich sein. Viele Menschen lieben Postkarten, Magnete, Sticker oder Poster mit motivierenden Sprüchen oder Zitaten. Wenn Du eine Pinnwand oder ein Magnetboard in Sichtweite aufhängst, wirst Du täglich daran erinnert, was Du für Dich verbessern möchtest:

  • erholsamer und besser schlafen
  • weniger genervt sein oder nerven lassen
  • besser und zeitsparender organisiert werden
  • zielstrebiger prokrastinieren
  • keine Umleitung zum Nein mehr nehmen
  • bewusst im Hier und Jetzt leben
  • sich nicht von anderen ablenken lassen

…. und ein motivierendes Umfeld schaffen, vom Zähneputzritual mit Wertschätzung bis hin zu kleinen Kostbarkeiten als Inspiration im Blickfeld.

  • Foto: © nd3000 – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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