So kannst du dein Geschäftsmodell skalieren

5 Voraussetzungen für Wachstum: So kannst du dein Geschäftsmodell skalieren

Du willst mehr, aber du weißt noch nicht wie? Wir sagen dir, an welchen Punkten du arbeiten kannst.

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Höher, schneller, weiter oder doch lieber ein entspannter zusätzlicher Strom an Einnahmen? Wenn du mehr willst als bisher, musst du Dinge ändern. Welches Mindset und welche Überlegungen du brauchst, um dein Geschäftsmodell skalieren zu können.

Dein Geschäftsmodell skalieren – aber wie?

Alle sprechen derzeit davon, ihr „Geschäftsmodell skalieren zu wollen“. Für Solopreneur:innen, die bereits mit dem Mix auf Akquise und Auftragsarbeit gut ausgelastet sind, klingt das häufig wie ein schöner aber unerreichbarer Traum: Mehr Umsätze erzielen mit dem, was man tut – wie soll das gehen? Die meisten Einzelkämpfer:innen übernehmen buchstäblich jede Aufgabe in ihrem Business selbst und können nicht täglich mehrere Stunden für weitere Ideen freischaufeln und dann muss man ja auch erst einmal etwas finden, das wachsen kann.

Dabei kannst du solche Pläne doch ganz entspannt angehen: Zunächst einmal solltest du dich von dem Gedanken lösen, dass es immer gleich eine Marktführerschaft oder ein Millionenumsatz sein muss, wenn du auf Wachstum setzen willst.

Manchmal reichen schon kleine Veränderungen und mehr Kund:innen finden zu dir, kaufen neue Produkte und die Umsätze steigen: mehr erreichen ist Wachstum, egal in welcher Größenordnung. Wo ein bisschen geht, da geht dann auch noch ein bisschen mehr.

Außerdem solltest du dich von der Vorstellung lösen, immer alles alleine schaffen und erreichen zu müssen. Aufgaben lassen sich outsourcen, an kompetente Fachkräfte untervergeben. Anforderungen lassen sich mit Hilfe von Mentor:innen, Coaches oder einem starken Netzwerk lösen. Nur die allerwenigsten erfolgreichen Unternehmer:innen machen alles alleine. Du musst das also auch nicht.

Das wichtigste Werkzeug ist immer dein so genanntes Mindset: man kann Möglichkeiten nur nutzen, wenn man sie als solche erkennt. Ziele kann man nur erreichen, wenn man sie mit einem Plan kombiniert. Pläne kann man nur umsetzen, wenn man eine Strategie dafür hat.

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5 Voraussetzungen, um jetzt erfolgreich dein Geschäftsmodell skalieren zu können

1. Prozesse

Um wachsen zu können, musst du dich von allen Abläufen lösen, in denen du immer wieder von vorne beginnst – und diese durch einen Prozess ersetzen, der Zeit und Nerven spart (und sich im Zweifelsfall fehlerfrei outsourcen lässt).

Nehmen wir zum Beispiel Angebote. Viele Selbständige sitzen vor jedem neuen Angebot, das sie erstellen wollen, wie das Kaninchen vor der Schlange: gelähmt vom eigenen Anspruch und Versagensangst. Wenn du aber dein Angebot so aufbaust, dass du eine etablierte Struktur hast und die wichtigsten Bausteine immer wieder verwenden kannst, musst du nur noch in diesem Template arbeiten.

Einige dich mit dir selbst auf Fixpreise, Stunden- und Tagessätze und verwende immer diese in Kombination mit deinen Bausteinen und du wirst zügig vorankommen. Alles, was du mehr als einmal machst, kann zum Prozess umgebaut werden. Es ist eine Mindset-Sache. Viele Dinge wirst du vielleicht erst mehrfach machen, wenn sie ganz einfach sind.

2. Ruckelfreie Kommunikation

Du brauchst nicht nur Kundschaft und/oder Verkäufe, du brauchst reibungslose Abläufe und eine ruckelfreie Kommunikation, die erstens keinen Raum für Missverständnisse lässt und zweitens von Anfang an die richtigen Menschen zu dir bringt.

Sagen wir, du bietest Leistungen rund um Webdesign an. Du baust mit einem bestimmten System für eine bestimmte Zielgruppe die besten Seiten. Nur weil du auch andere CMS bedienen und dich in andere Themen einarbeiten kannst, willst du ja nicht ständig mit neuen Menschen neue Themen klären müssen, um dann Informationsbedarf decken zu müssen, der dir am Ende nur in einem einzigen Projekt etwas nutzt. (Oder doch?)

Deshalb sollten deine Angebote keine Fragen offen lassen und deine Kommunikation auf alle Sollbruchstellen und Optionen eingehen. Wer sich rundum transparent über dich informieren kann, braucht keine anstrengenden Einzelgespräche vorab, sondern kann aufgrund klarer Kommunikation deinerseits eine kompetente Entscheidung treffen.

3. Strategie und Plan

Es gibt eine schier unendliche Anzahl von Dingen, die du tun könntest, um dein Angebot voranzutreiben und auf Wachstum zu setzen. Das ist ein Problem, denn woher sollst du wissen, welche Strategie für deine Ziele funktionieren wird?

Ganz einfach: Du wirst es erst wissen, wenn du es ausprobierst. Aber es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du die Erfolgsaussichten vergrößern und den Aufwand minimieren kannst. Nimm zum Beispiel deinen erfolgreichsten Blogartikel, dann ist schon klar, dass sich Menschen für das Thema interessieren. Entwickle passend zu diesem Aufgabenbereich eine Arbeitshilfe und nutze diese als Lead Magnet.

Ob du Challenges anbietest, Webinare entwickelst, eine Facebook-Seite mit Anzeigen aufbaust oder auf LinkedIn setzt: Geh dorthin, wo du schon Erfolge verzeichnest und setze darauf auf. Vielleicht kannst du auch gleich ein neues Produkt entwickelst, wenn du nach Ideen recherchierst.

4. Fortbildung und Coaching

Wenn du alleine nicht weiterkommst, dann versuche es auch nicht. Dafür gibt es Fachmedien, Fortbildungen, Coachings und Mastermind-Gruppen in deinen Netzwerk-Communities. Vielleicht löst sich der Knoten bereits, wenn du dir eine:n „Strategie-Buddy“ suchst und monatlich ein Brainstorming machst.

Etwas, das man nur zu schnell vergisst, wenn man gefühlt vor eine Wand starrt und eine Situation sich einfach nicht wunschgemäß entwickeln will: es ist extrem unwahrscheinlich, dass ausgerechnet du die erste Person mit diesem Problem bist, wenn du dein Geschäftsmodell skalieren willst. Ganz im Gegenteil wimmelt es online in Foren, Blogs und Büchern von Menschen, die gerne teilen, wie sie dein Problem bereits gelöst haben.

Bevor du Zeit und Geld mit einer nicht ausgereiften Strategie verpulverst, solltest du dir also lieber Rat und Hilfe suchen. Der richtige Plan mit den richtigen Informationen kann dir fünf- bis sechsstellige Fehlschläge ersparen und dein Unternehmen nach vorne bringen.

5. Das Mindset

Deine Einstellung muss stimmen. Denn es wird nicht einfach sein, neben deinem bereits laufenden beruflichen Alltag noch an einem strategischen Wachstum zu arbeiten, es ist je nach Größenordnung wie eine weitere Gründung mit entsprechendem Aufwand.

Wenn die eine Stimme in deinem Kopf sagt „diese Idee ist so cool und meine Zeit auf jeden Fall wert, das wird der Hammer“ und die andere Stimme hält dagegen „der Aufwand ist hoch, das schaffen wir sowieso nie und der Wettbewerb ist so groß“, dann ist bereits klar, welche Botschaft ausgedruckt in groß an deine Wand gehört: Verstärke dein positives Mindset mit konkreten Ansagen.

Ebenfalls sehr hilfreich wird es sein, wenn du dir einen ganzen Tag pro Woche frei nimmst, um nur an der Skalierung zu arbeiten. Ob Montag oder Freitag, die Welt gewöhnt sich schnell daran, dass du mal ein paar Stunden nicht zur Verfügung steht: Stunden, die dein Geschäftsmodell skalieren, wenn du durchhältst. Viel Erfolg!

FAQ:

Was bedeutet es, wenn jemand sein Business „skalieren“ will?

Ein Geschäftsmodell skalieren heißt, das Angebot so zu erweitern oder umzubauen, dass du mehr Käufer:innen auf einen Schlag erreichen kannst: Beispielsweise ein Webinar aufzeichnen und den Zugang 10.000mal verkaufen, statt es live für 25 Menschen zu halten. Die Aufzeichnung zu sehen kostet weniger als ein Live-Webinar, dafür ist die Zugangsschwelle niedriger und du kannst es beliebig oft verkaufen: du hast deine Idee skaliert.

Sollte jede:r Selbständige ihr/sein Business skalieren?

Nur wenn es passt. Wenn du zufrieden bist als Dienstleister:in, die/der zu einem fairen Satz „Zeit gegen Geld“ verkauft, musst du auf keinen Hype aufspringen. Aber vielleicht hast du trotzdem die eine oder andere Idee für ein zusätzliches Einkommen und skalierst ein bisschen nebenbei einzelne Aspekte.

Was mache ich, wenn Skalieren einfach nicht klappen will?

Dann solltest du mit einer Mentorin oder einem Coach oder starken Netzwerkpartnern zum Beispiel in einer Mastermind Arbeitsgruppe dein Vorhaben noch einmal aufrollen, jeden Aspekt prüfen und sehen, wo du andere Ansätze brauchst. Du musst das nicht alleine können, die wenigsten schaffen alles alleine.
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