Produkttester werden

Produkttester werden, ein Zusatzeinkommen generieren

Blogger, Youtuber und Instagram-Stars führen es vor: Produkte authentisch und ehrlich testen und dann über Erfahrungen berichten, das kann sich lohnen!

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Es muss nicht immer gleich eine sechsstellige Fan- oder Followerzahl sein, wenn du Produkttester werden möchtest, denn auch als Microinfluencer hast du eine Chance: Zum Beispiel, wenn du mit deinen Kanälen von Blog bis Social eine bestimmte Nische bedienst. Oder weil du eine nützliche Erwähnung mit einem guten Link bereitstellen kannst – und sogar, wenn du ganz ohne eigene Plattform als bezahlte*r Tester*in tätig wirst.

Wer sich in den Gruppen für Produkttester auf Facebook und anderswo tummelt, erhält spannende Einblicke in eine blühende Szene: So genannte Influencer bekommen die Produkte, über die sie bloggen werden, kostenfrei gestellt. Der Test wird anschließend von ihnen im Blog veröffentlicht und überall verteilt, wo sie online vertreten sind: Auf allen Social Media Plattformen, in der Mail-Signatur und in Foren zu den passenden Nischen.

Andere Produkttester besitzen nicht einmal eine eigene Online-Präsenz, verdienen dafür aber in Form von Produkten, Bonuspunkten und Bargeld an Tests. Wenn du nach „Nebenverdienst als Produkttester“ googelst, findest du zahlreiche Angebote: Teilnahme an Umfragen, Testen von Waren und sogar von konkreten Angeboten als „Mystery Shopper“ oder einfach Testkunde.

Denn nichts ist wertvoller als direktes und ausführliches Feedback, wenn eine Firma ihr Angebot verbessern oder überarbeiten will.

Die zweite Methode hat den Vorteil, dass du online nicht so präsent bist und nicht namentlich in Erscheinung trittst. Die erste Methode hat den Vorteil, dass du es eben doch bist und dir eine lukrative Eigenmarke als Influencer aufbauen kannst – welcher Weg für dich der bessere ist, kommt auf deine Ziele an.

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Influencer mit eigenen Kanälen

Wenn du Spaß daran hast, dir einen Namen mit eigenen Kanälen aufzubauen, um zukünftig auch weitere und neue Möglichkeiten nutzen zu können, die sich für »Influencer« ergeben, brauchst du eine eigene Online-Präsenz. Vorzugsweise mit einem Blog als Hub, denn nur auf eigenem Webspace behältst du die volle Kontrolle über deine Inhalte und kannst mühelos suchen – wenn du jemals versucht hast, auf Facebook ein altes Gespräch wieder zu finden, weißt du, was ich meine.

Wer ein erfolgreiches Blog, einen YouTube-Kanal, Instagram-Account oder eine andere Social Media-Seite sein eigen nennt, erreicht viele Abonnenten, Fans und Follower und kann deren Entscheidungen oder zumindest Inteeressen beeinflussen. Durch ein Media-Kit, in dem die Zugriffszahlen und Abonnenten angegeben werden, informierst du potenzielle Werbepartner. Dabei solltest du ehrliche Angaben machen. Es ist an den real stattfindenden Interaktionen schnell erkennbar. ob Fans echt sind und eine Kooperation sich lohnt.

Hoch interessierte Fans einer spezialisierten Nische sind besser als Millionen Klick-Fans, von denen du nie wieder etwas hörst. Diese Überlegung sollte auch in den strategischen Aufbau deiner Plattform einfliessen. Eine professionelle Optik, eine gute Idee und Durchhaltevermögen, dann wirst du dich bald sehr erfolgreich um Produkttests bewerben können.

Produkte testen ohne eigene Plattform

Wenn du keine Lust auf eine Social Media Karriere und deren Pflege hast, kannst du auch einfach kurz die Frage wie werde ich Produkttester in eine Suchmaschine werfen und bist ein paar Stunden mit der Auswahl beschäftigt. So kannst du kostenlos an Erlebnisse, Produktproben und richtige Waren herankommen. Einige Firmen ergänzen auch noch ein Honorar, es lohnt sich also zu schauen. Wieder andere ermöglichen es Testern, Waren stark verbilligt einzukaufen – auch nicht schlecht, wenn das Thema passt!

Von der Teilnahme an Marktforschungsumfragen angefangen bis hin zum regelmäßigen Beurteilen von Angeboten gibt es Portale und Communities, die dir die Arbeit abnehmen, die Angebote zu sammeln. Einmal registriert und einfach losgelegt.

Noch eine Option: Mystery Shopper werden

Mystery Shopper geben sich als ganz normale Kundinnen und Kunden aus, testen aber ein Angebot gründlich, ohne dass der Laden oder Dienstleister auch nur ahnt, dass gerade eine Prüfung bestanden werden muss, genau genommen. So sollen Firmen einen authentischen Einblick in die Dienstleistungsprozesse erhalten und Sollbruchstellen identifizieren.

Mystery Shopper kann man in seiner Freizeit, etwa am Wochenende, oder in Vollzeit sein. Kleine und große Läden arbeiten mit Plattformen und Plattformen für verdeckte Produkttester zusammen, um die eigenen Prozesse zu verbessern.
Die Bezahlung erfolgt in der Regel auf Auftragsbasis. Sprich: Pro Testkauf oder Testberatung bekommt man einen festen Satz, der sich im Normalfall irgendwo zwischen zehn und 50 Euro bewegt.

Die gute und die schlechte Nachricht

Die gute Nachricht vorweg: Wer Produkttester*in werden will, muss keine Ausbildung genossen haben. Online gehen können reicht. Die Anmeldung auf den gängigen Plattformen ist schnell und unkompliziert und lässt sich mit dem Aufbau einer Microinfluencer Präsenz jederzeit kombinieren.

Die schlechte Nachricht: Bekommst du für deine Arbeit als nebenberuflicher Produkttester ein Honorar, ist dies ein Nebenverdienst, den du in deiner Steuererklärung angeben musst – und das Einsammeln toller Produkte kann angerechnet werden.

Steuerberaterin Nadine Meibohm aus Oberhausen erklärt dazu: »Wird man als Produkttester nachhaltig tätig, also mit Wiederholungsabsicht, handelt es sich um gewerbliche Einkünfte. Das heißt, man müsste auch ein Gewerbe anmelden und gegebenenfalls Gewerbesteuer zahlen. Wird man nur gelegentlich tätig, stellen die überlassenen Produkte so genannte sonstige Einkünfte dar.
Ob und wie viel Einkommensteuern man hinterher darauf zahlen muss, ist abhängig von den übrigen Einkünften und dem persönlichen Steuersatz. Gewerbesteuer fällt erst ab einen Gewinn von über 24.500 € an.«

Aktuell ist im Einkommenssteuergesetz geregelt, dass geringfügige Nebeneinnahmen, wie die Teilnahme an Produkttests und das Ausfüllen von Marktforschungsumfragen, von der Besteuerung ausgenommen sind, solange die Einnahmen aus dieser Tätigkeit einen Betrag von 410 Euro nicht übersteigen. Diese Einnahmen müssen bei der Steuererklärung dementsprechend auch nicht angegeben werden.

Gutscheine gelten als geldwerte Vorteile, die ebenso bei der Steuer angegeben werden müssen, wie andere Einnahmen, die man in der Funktion als Produkttester erzielt.

Wie immer müssen also die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Trotzdem ist es eine tolle Sache und kann ein sehr luktratives Hobby sein, wenn du Produkttester werden möchtest.

  • Foto: © Urupong – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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