Merkposten

Ein Merkposten ist ein Bilanzposten im Wert von 1 Euro. Er wird in der Buchhaltung verwendet, um bereits abgeschriebene Anlagegüter zu erfassen, die im Unternehmen weiterhin in Verwendung sind. Das soll sicherstellen, dass die Bilanz vollständig ist.

Sinn und Zweck des Merkposten

Die Verwendung eines Merkposten geht auf die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) zurück. Dieses Regelwerk verlangt, dass die in einem Unternehmen vorhandenen Vermögensgegenstände durch die Buchhaltung vollständig erfasst werden müssen. Dazu zählen auch Anlagegüter, die eigentlich bereits abgeschrieben sind. Diese werden als Merkposten im Wert von 1 Euro weiterhin erfasst. Man bezeichnet den Merkposten aufgrund seiner „Platzhalter“-Funktion auch als Erinnerungswert oder Restbuchwert. Der Merkposten soll sicherstellen, dass keine betrieblichen Vermögensgüter unbemerkt entnommen werden.

Beispiel für einen Merkposten

Eine Bäckerei hat im Jahr 2005 einen Backofen erworben. Dieser zählt zum Anlagevermögen, da er im Betrieb langfristig genutzt wird. Für den Backofen ist eine Nutzungsdauer von 10 Jahren vorgesehen. Entsprechend wird der Kaufpreis über 10 Jahre verteilt und so laufend abgeschrieben. Rein rechnerisch verbleibt im Jahr 2015 daher ein Wert von 0 Euro.

Der Backofen ist jedoch weiterhin funktionsfähig und wird von der Bäckerei nach wie vor genutzt, er ist für das Unternehmen faktisch noch von Wert. Damit er in der Vermögensbilanz auch weiterhin aufscheint, wird für den Backofen ab dem Jahr 2016 in der Bilanz ein Merkposten von 1 Euro verbucht.

Merkposten und tatsächlicher Restwert

Der Merkposten entspricht somit nicht dem faktischen Wert des Anlageguts für das Unternehmen. Der tatsächliche Restwert kann erheblich höher als der Merkposten von 1 Euro sein. So ist es möglich, einen bereits abgeschriebenen Vermögensgegenstand zu einem wesentlich höheren Preis zu verkaufen. Der buchhalterische Wert ist in diesem Fall nicht mit dem faktischen Restwert identisch.

Merkposten mithilfe von Online-Buchhaltungs-Software erfassen

Wer ein Gewerbe ausübt, steht immer wieder vor größeren Anschaffungen: Sei es ein Laptop, eine neue Maschine oder vielleicht ein Lieferwagen. Die dafür nötigen Ausgaben müssen in der Bilanz korrekt verbucht werden. Mit einem Online-Buchhaltungs-Programm wie „lexoffice“ verwalten Sie die Abschreibung Ihre Anlagegüter ohne großen Aufwand und bewahren jederzeit den Überblick über Ihre Vermögensgegenstände. Natürlich lassen sich auch alle weiteren Geschäftsvorgänge einfach, zeitsparend und rechtssicher erfassen. Mithilfe der innovativen Software halten Sie Ihren bürokratischen Aufwand gering und können sich so ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren. Unübersichtliche Kalkulationstabellen haben damit auch für Klein- und Einzelunternehmer ausgedient!