Namensfindung: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Namensfindung: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Zum #lebensgefühl_selbständig gehört immer auch die Frage: Wie nenne ich mich und mein Angebot?

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Namensfindung ist alles andere als Schall & Rauch für Selbständige: Immer geht ein ganzer Geschäftsauftritt mit Domain, Geschäftsausstattung und vollem Branding damit einher, wie wir uns nennen. Jede Veränderung ist teuer. Wir machen das aber trotzdem immer mal wieder.

Namensfindung hängt von der Gesetzgebung, deinem Ideenreichtum und den Rechten anderer an reservierten Markennamen ab

Sichtbar und möglichst unverwechselbar solltest du als Selbständige:r sein, und das fängt naturgemäß beim Namen an. Wie du dein Unternehmen nennen darfst und wie nicht, das ist die eine Sache.

Eine ganz andere ist ein Phänomen, das ich in den letzten 20 Jahren wieder und wieder beobachtet habe und das Angestellten niemals begegnen wird:

Dienstleister:innen Rebranding mal so, mal so

Es ist anstrengend, herausfordernd und wunderbar, mit einem eigenen Angebot im globalen Netz vertreten zu sein. Lebenslanges Lernen gehört ebenso dazu wie komfortable Apps für Buchhaltung und Zeitmanagement.

Veränderung und Wachstum sind früher oder später unvermeidlich.

Nicht, dass du diesen Entwicklungen ausweichen würdest. Ganz im Gegenteil. Du hast viele Ideen, erlernst neue Fähigkeiten, organisierst dich immer besser. Das willst du dann auch zeigen.

Wie machst du das? Meinen Beobachtungen nach ist es eine Zweibahn-Straße:

  • Wer bisher unter dem eigenen Vornamen und Namen aufgetreten ist, überlegt sich einen coolen Firmennamen, eine neue Domain oder ein Label für das neue Angebot.
  • Wer bisher unter einem coolen Firmennamen oder Label unterwegs war, kehrt zu den eigenen Wurzeln zurück und firmiert künftig als Eigenmarke unter Vorname und Name.

Das ist spannend, weil damit jeweils ein ganzer innerer Prozess einhergeht, den viele Dienstleister:innen dank Storytelling als Marketingwerkzeug dann auch dokumentieren und in den Sozialen Netzwerken teilen. Immer mit einer ausführlichen Begründung und viel Stolz auf den neuen Weg mit frischem Branding.

Achte mal darauf, du musst nur ein paar Jahre warten und wirst es viele Male beobachten können. Die Befürworter von Vorname Name als eigene Personal Branding Marke haben gute Argumente. Die mit den coolen einprägsamen Start-up oder Firmennamen aber auch.

Am Ende ist es nicht so wichtig, denn es geht vor allem um eins: Eine Entwicklung für sich selbst und andere spürbar und sichtbar machen.

Aber, wirst du jetzt vielleicht sagen, hast du nicht eben noch gesagt, Rebranding sei aufwändig und teuer? Stimmt. Aber es macht auch sehr viel Freude, gibt dir Schwung und ist mitreißend motivierend. Es ist Anlass für viel gutes Marketing, macht auf dich aufmerksam.

Außerdem gibt es einen Trick, mit dem du dir von Anfang an unendlich viele Möglichkeiten offen halten kannst: Sei dein eigener Info-Hub. Du machst eine Internetseite, die dann das Tor zu deinen anderen Ideen ist.

Namensfindung? Du musst dich nicht entscheiden

Wenn du dir deinen eigenen Vor- und Nachnamen als Domain sicherst, kannst du dir eine Startseite bauen, von der aus du deine Projekte verwaltest.

Dein Name ist eine starke Eigenmarke, wenn du ihn entsprechend aufbaust.

Dein Angebotsname ist für Brand-SEO – Suchmaschinenoptimierung für deine eigene Marke – leichter zu optimieren.

Aber wer sagt, dass du nicht einfach beides haben kannst?

Starte mit der Namens-Domain, denn deinen Namen wirst du in den meisten Fällen für immer tragen. Optimiere dann Subdomains oder eigene Domain-Adressen für dein Angebot, dein Produkt oder dein Blog.

Mehr über die Wahl von Firmennamen

Warum Namensfindung wichtig ist, aber auch nicht

Dein Name oder der deines Angebots sind das erste, was potenzielle Kundschaft wahrnimmt. Da wäre es natürlich gut, wenn er einprägsam und passend ist. Überleg‘ mal, wie viele Marken du kennst, die dich schon ein Leben lang begleiten: Wäre es nicht schön, ebenso in der Erinnerung zu bleiben?

Andererseits ist Veränderung jetzt unser Alltag und bevor du ewig an einem Namen klebst, der nicht mehr so richtig passt, kannst du ihn aufgeben oder sogar verkaufen und etwas Neues anfangen. Denn auch das war noch nie so bezahlbar.

Das Internet macht es möglich, dass du als kleine:r Dienstleister:in besser in Suchmaschinen gefunden wirst als riesige Konzerne, spannendere Leute triffst als sämtliche Promis und durch kostenlose Apps virales Marketing betreiben kannst, auch wenn dein Budget echt winzig ist.

Folg‘ in Sachen Namensfindung und -wechsel also deinem Bauchgefühl. Viel Erfolg!

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FAQ

Warum firmieren so viele Selbständige unter ihrem Vor- und Nachnamen?

Freiberufler sind gesetzlich verpflichtet, ihren eigenen Namen zu führen und können ihn aber mit Tätigkeitsbezeichnungen erweitern. Aber auch sonst entscheiden sich viele Solopreneur:innen, sich selbst erfolgreich als Personenmarke aufzubauen.

Wie prüfe ich, ob ein Name für mein Angebot noch frei ist?

Im ersten Durchgang mit Google, Bing und Amazon und anderen gro0en Suchmaschinen. Im zweiten dann gegebenenfalls mit einer Anwältin oder einem Anwalt für Markenrecht, die/der sich mit allen Feinheiten auskennt.

Ist es nicht sehr teuer, mehrere Domains zu betreiben?

Nein. Es ist viel teurer, ein großes Webprojekt komplett optisch auf links zu ziehen und auf eine andere Domain umzuziehen und neu aufzubauen. Mein Tipp ist daher, immer den eigenen Namen auch als Domain zu halten.

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