Tatjana Kippels

Tatjana: »In der Krise setze ich auf digitale Hilfsangebote«

Tatjana Kippels aus der lexoffice Community ist Wirtschaftspsychologin & Corporate Health Expertin

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Enhealth your business bietet Unternehmern und Selbstständigen die Stärkung ihrer Gesundheitskompetenz an: Wer sich gut um das eigene Wohlbefinden kümmert, kann diese Fertigkeit ins Unternehmerische übertragen und der eigenen Firma zugutekommen lassen.

Wir freuen uns, dass die Diplom-Psychologin aus Düsseldorf sich die Zeit für ein Interview mit uns genommen hat.

Tatjana Kippels

Diplom-Psychologin und Unternehmerin aus Düsseldorf
https://enhealthyourbusiness.de/

Die Gründerin von Enhealth your business studierte in Marburg Psychologie mit den Schwerpunkten Wirtschaftspsychologie & Corporate Health sowie Klinische Psychologie und Gesundheitsförderung. Darin enthalten war eine professionelle Ausbildung in Gesprächsführung und Moderation, sie sammelte außerdem erste Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit Menschen, zum Beispiel in der Durchführung von Stressbewältigungstrainings.

Anschließend arbeitete Tatjana Kippels für eine große pychosomatische Klinik in Hamburg, machte parallel eine verhaltenstherapeutische Weiterbildung und lernte durch diese Praxis bereits vieles darüber, was Menschen krank macht bzw. was ihnen dabei hilft, gesund zu werden. Obwohl sie selbst längst überlastet war und auf einen Burnout zusteuerte, erzählte sie Patienten von Selbstfürsorge – bis klar war: So geht es nicht weiter, es wurde Zeit für einen klaren Schnitt und einen Neuanfang. Sie wollte nicht länger predigen, was sie selbst nicht lebte und brach die Therapeutinnenausbildung ab, orientierte sich beruflich und privat in der alten Heimat Düsseldorf um.

Aufgrund ihrer Schwangerschaft verlor sie dann den neuen Job und nutzte die Elternzeit für ein Fernstudium zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement, um anschließend ihre beruflichen Perspektiven selbst in die Hand zu nehmen und sich selbständig zu machen.

Carola: Hallo Tatjana, dich kann man buchen für Coaching, Workshops und Vorträge rund um das Thema »Gesund auch als Unternehmer*in bzw. Selbstständige*r«. Wer ist deine Zielgruppe?

Tatjana: Unternehmer & Selbstständige. Sie leisten eine ganze Menge, tragen viel Verantwortung und geben ständig Gas. Viele von ihnen verlieren dabei aber ihre eigenen Belastungsgrenzen und ihren Energiehaushalt aus dem Blick. Das Business kommt immer zuerst, da bleibt keine Zeit für Selbstfürsorge.

Spätestens wenn der Energievorrat erschöpft ist und sich die ersten Symptome von Stress bemerkbar machen – zum Beispiel Schlafstörungen, Kopf-, Rücken-, Magenschmerzen, Herzrasen, Reizbarkeit – wird deutlich, dass Wissen und Kompetenz in Sachen der eigenen Gesundheit oft fehlt. Hinzu kommen dann noch innere Antreiber und bestimmte Grundüberzeugungen, die der Selbstfürsorge im Weg stehen.

Was geschieht, wenn Unternehmer*innen einen Totalausfall erleiden? Soweit sollte es nicht kommen.

Was passiert aber, wenn der Unternehmer immer so weitermacht und irgendwann einfach nicht mehr kann? Wenn er irgendwann ausfällt – Wochen, Monate, ganz? Was würde das für ihn persönlich bedeuten? Was für sein Unternehmen? Das kann sehr gefährlich werden, Beziehungen und Existenzen gefährden.

Hier komme ich ins Spiel. Ich möchte diese Botschaft vermitteln: «Sorgen Sie als Unternehmer gut für sich, dann sorgen Sie auch für Ihr Unternehmen. Ich zeige Ihnen, wie.« Nicht umsonst ist mein Slogan: Enhealth your business – Ihre Gesundheit. Ihr Unternehmen. Ihr Erfolg.

Nur so geht es nämlich: Ich selbst muss als Unternehmer meine Gesundheit und die meines Unternehmens in die Hand nehmen – ich selber sorge also für die gesunde und stabile Basis. Und es funktioniert nur in dieser Reihenfolge, weil das eine die Basis für das andere ist: Erst muss ich selbst auf starken Füßen stehen – dafür ist meine Gesundheit die wichtigste Voraussetzung. Dann kann ich mich um mein Unternehmen kümmern. Und nur dann ist langfristiger Erfolg möglich.

Eine Krise ist immer auch Chance zum persönlichen Wachstum

Carola: Deine Geschäftsidee setzt auf Selbstfürsorge und sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Was macht jetzt die Corona Gesundheitskrise mit deinem Business? Wie gehst du damit um?

Tatjana: Einige Sachen sind aktuell sehr schwierig, das ergibt sich aus der Krise: Neukundenakquise zum Beispiel, Unternehmer haben alle Hände mit akuter Krisenbewältigung zu tun und kämpfen mit mehr oder weniger starken finanziellen Einbußen.

Ich versuche selber gut auf mich zu achten, mache mehrfach die Woche Yoga, esse gut, gehe täglich spazieren, achte auf arbeitsfreie Stunden an jedem Tag. Außerdem spreche ich viel mit unterstützenden Menschen aus meinem persönlichen Umfeld, tausche mich aber auch mit meinem beruflichen Netzwerk aus. Das hilft, denn jeder hat seine schwachen Momente und seine starken. Im Austausch mit anderen kann man sich gegenseitig stark machen.

Psychohygiene ist wichtig – manchmal muss man einfach auch mal Dampf ablassen.

Was Psychohygiene und positives Denken angeht: Manchmal muss man einfach auch fluchen und Dampf ablassen. Es ist eine total schwierige Zeit, das muss man nicht schönreden. Gleichzeitig versuche ich mich aber auch immer wieder auf das zu besinnen, wofür ich dankbar bin. Ich versuche, angenehme Dinge & schöne Momente wirklich zu genießen (statt nur an die Probleme zu denken und was noch alles ansteht) und positive Aspekte und Chancen zu sehen, um dem Ganzen einen Sinn zu geben und der Situation etwas Gutes abzugewinnen – eine Krise ist immer auch Chance zum persönlichen Wachstum

Ich habe mich dann auch möglichst schnell um den Aufbau eines Online-Angebots gekümmert: Coaching via Skype, Blog, Weiteres ist schon in Planung. Den thematischen Schwerpunkt liefert die Corona Krise – als Unternehmer gesund, motiviert und produktiv durch die Krise gehen. Darum geht es auch momentan in meinem Blog. Außerdem biete ich kostenlose 15-minütige Krisengespräche per Sykpe oder Telefon an, um psychologische Unterstützung zu leisten und meinen Teil zur Bewältigung dieser schwierigen Zeit beizutragen – für jeden zugänglich.

Carola: Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen so offen mit uns teilst. Es stimmt, sich aussprechen können, sich gegenseitig unterstützen und sich in Krisen professionelle Hilfen holen: Niemand muss sich ganz alleine einer Pandemie oder einem drohenden Burnout stellen.

Ich lege den Lesern aus unserer Community besonders deinen Artikel Struktur als wichtigstes Mittel gegen die Corona-Depression ans Herz und wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinen neuen digitalen Angeboten.

lexoffice nutze ich seit meiner Gründung vor einigen Monaten. Ich kam auf lexoffice, da ich mich für ein Geschäftskonto bei Kontist, entschieden habe und es hier eine Möglichkeit der Synchronisation von Buchführung und Banking gibt. Das fand ich sehr smart.
Mir gefällt an lexoffice, dass es mir eine moderne, sprich digitale Form der Buchführung bietet. Da bei mir eigentlich alles wie Rechnungen, Schriftverkehr etc. elektronisch läuft und ich auch keine großen Lagerflächen für Papierkram habe, ergibt für mich alles andere überhaupt keinen Sinn.
Die GOBD-Konformität war für mich auch ein ganz wichtiger Punkt, schließlich muss die Buchführung ja den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Außerdem möchte ich natürlich so wenig Zeit wie möglich in die Buchführung investieren. lexoffice hilft mir dabei – weil es einfach zu bedienen, smart und übersichtlich ist. Als Einzelunternehmerin ist ein ganz wichtiges Kriterium außerdem ein guter Kundensupport, wenn es doch mal Probleme oder Fragen gibt. Da habe ich bei lexoffice bislang sehr gute Erfahrungen gemacht.

Tatjana Kippels, enhealthyourbusiness.de
  • Foto: Tatjana Kippels
Über den Autor
Carola Heine
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