Sebastian Jabbusch ist Berater für politische Kommunikation

»Zurück zu lexoffice, das hat regelrechte Glücksgefühle ausgelöst«

Sebastian Jabbusch ist Berater für politische Kommunikation und baut parallel ein Unternehmen auf, das Multi-Kamera-Livestreams anbietet.

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Carola: Hallo Sebastian, herzlichen Dank für deine Bereitschaft, ein Community Interview mit uns zu führen! Du hast geschrieben, dass du zu lexoffice zurückgekehrt bist, nachdem du ein Jahr lang bei sevdesk warst – welcome back 🙂 wir haben uns deine Seiten www.publicimpact.de und www.livestreamberlin.de angeschaut. Wie würdest du euch beschreiben?

Sebastian: Hi und danke für die Möglichkeit, uns vorzustellen! Ich mache seit 2015 Kommunikationsberatung nur für Politik. Wir beraten NGOs, Behörden, Stiftungen, Parteien, Lobby-Organisationen oder Regierungen.

Historisch ist die Firma Public Impact aus meiner Selbstständigkeit als Politik- und Kommunikationsberater mit Schwerpunkt Social Media gewachsen. Wir machen vieles selber – wissen aber auch, wo unsere Grenzen sind und vernetzen unsere Kunden dann gegebenenfalls mit weiteren Experten, wie Webdesignern, Textern und SEO-Experten, oder was eben nötig ist.

Seit kurzem stecke ich aber die meiste Zeit in mein junges Startup „LivestreamBerlin.de“. Es ist aus dem Bedarf unserer Kunden erwachsen, die unbedingt günstigere Livestreams haben wollten. Unsere Kunden sind bei diesem Angebot aber nicht auf den politischen Bereich begrenzt: Wir streamen auch Firmen-Events, Konferenzen, Musik- und Kulturveranstaltungen oder Sportevents.

Sebastian Jabbusch livestreamberlin.de

Sebastian Jabbusch livestreamberlin.de

Sebastian Jabbusch, Berlin

Sebastian Jabbusch

Kommunikationsberater, Geschäftsführer Public Impact UG
https://publicimpact.de/

Sebastian Jabbusch ist seit 2015 selbständig: »Technologien, Kreativität und Politik sind mein Hobby und ziehen sich durch mein ganzes Leben. Die Grundlagen der Kommunikation erlernte ich nach alter Schule in einer Lokalzeitung, ich schrieb aber auch für Schüler-, Studenten-, Print- und Onlinemagazine. Mein erstes selbst gegründetes Onlineportal entstand bereits 1998. In diesem Alter organisierte ich auch im städtischen Theater LAN-Parties mit bis zu 300 Teilnehmern. Mit 18 Jahren war ich dann Chefredakteur eines bundesweiten Portals und an meiner Uni gründete und leitete ich das erfolgreiche städtisches Nachrichtenportal »webMoritz«. Parallel dazu war ich aber auch immer wieder politisch aktiv, organisierte beispielsweise mit 16 Jahren meine erste Demo gegen rechte Gewalt. Zunehmend zog es mich ab 2005 in den Bereich PR / Öffentlichkeitsarbeit und studiert hab ich auch natürlich auch ein bisschen: Politik, Geschichte und Öffentliches Recht, was ich mit einem Magister abschloss. 2010 warb mich dann eine internationalen PR und Public Affairs Agentur an, ich wurde schneller als gedacht zum Social Media Experten der Firma – und 2015 machte ich mich dann selbständig.«

Carola: Public Impact ist ein Name mit ordentlich Power, das klingt nicht nach Standardprogramm.

Sebastian: Public Impact ist tatsächlich keine der vielen austauschbaren Praktikanten-Agenturen, wie man sie im klassischen Sinn kennt *duck*. Public Impact, das ist letztlich meine Wenigkeit, Sebastian Jabbusch, mit einem Team an klugen UnterstützerInnen.

Meine Erfahrung speist sich aus meiner Zeit als (digitaler) Politik-Aktivist, z.B. gegen Atommüll-Transporte, als Polit-Provokateur der „Front Deutscher Äpfel“ im Kampf gegen Vorpommerns Alt-Nazis und als studentischer Rebell, der die Universität Greifswald zur Umbenennung zwang. Dies und viele weitere Aktivitäten als politischer Blogger und Aktivist prägen meine Erfahrungen. Diese gebe ich in Workshops oder durch die Konzeption von NGO-Kampagnen oder Web-Videos weiter.

Carola: Das klingt spannend und nach einer sehr klaren Linie in dem, was du mit deinem Leben machen möchtest. Gab es einen konkreten Auslöser oder Augenöffner-Moment für dich, wo du dann wusstest: das will ich machen, ich will selbständig sein?

Sebastian: Tatsächlich haben mir eigentlich alle Chefs geraten, mich selbstständig zu machen. Ich war einfach ziemlich direkt, offen und manchmal vielleicht auch zu ehrlich. Das ist super als Berater, aber manch traditionelle Chefs kamen damit bei Mitarbeitern eher nicht klar. Die letzte Firma hat mir dann schließlich angeboten, vom Angestelltenverhältnis in die Beraterfunktion zu wechseln. Das hab ich angenommen, hatte ich doch so gleich von Tag 1 an meine ersten Kunden.

Carola: Das klingt, als wäre das genau richtig so. Du machst ja auch spannende und viele Sachen, hast du ein Lieblingsprojekt? Worauf verwendest du am meisten Zeit und Energie?

Sebastian: Am meisten Spaß macht mir aktuell der Aufbau unseres Livestream-Angebots livestreamberlin.de. Wir nutzen Mobiltelefone statt teurer, schwerer TV-Kameras, die wir über WLAN kabellos verbinden, um Multikamera-Livestreams schnell und günstig aufbauen und anbieten zu können. Wir kommen dadurch zu vielen spannenden Musik- und Politik-Events und haben viel Spaß dabei unsere Technik ständig zu verbessern.

Vor allem ist es aber der Wechsel von der »einfachen« Selbstständigkeit zum »echten« Unternehmertum mit Mitarbeitern, Krediten, Büroanmietung, Skalierung und vielen weiteren Herausforderung, die mich gerade echt herausfordern. Das macht mir wirklich großen Spaß. Der tollste Moment: Wir haben kürzlich die Startup-Förderung der IBB-Bank bekommen. Das hat uns jetzt nach vorne katapultiert.

Carola: Cool, herzlichen Glückwunsch dazu! Dann geht es ja jetzt nur noch aufwärts und voran 🙂 Du hast Recht damit, es ist ein großer mindestens organisatorischer Unterschied zwischen Freelancer und Unternehmer. Da hast du natürlich jetzt alle Hände voll zu tun. Auch Buchhaltung und Co.

Du bist ein lexoffice-Rückkehrer, hast noch andere Lösungen probiert und bist dann zu uns zurück gekommen. Was ist passiert? Was gefällt dir so gut an unserem Tool und hat dich bewogen, wieder zu wechseln?

Sebastian: Ich bin vor allen Dingen ein Fan kostenloser Bankkonten. Als ich deshalb von der DKB zur Fidor-Bank gewechselt war, gab es aber keine Schnittstelle zu lexoffice mehr. Ich bin daher dann zur Sevdesk gewechselt, wo die Schnittstelle zu Fidor aber auch nach wenigen Wochen wegbrach.

Es gibt manche Ideen bei Sevdesk, die mir gut gefallen: Wie etwa die einfache Trinkgeld-Buchung bei Bewirtungs-Belegen oder die frei anlegbaren Buchungskonten. Dafür ist aber die Suche in Sevdesk ein Graus: Es ist extrem schwer, einen bestimmten Beleg wieder zu finden. Und eine Reverse-Charge Buchungen geht nicht per default.

Die viel bessere Suche und die neue Kooperation mit der Holvi Bank haben mich dann also zurück zu lexoffice gebracht. Bei der Rückkehr sind mir dann – das ist ganz ernst gemeint – regelrechte Glücksgefühle aufgekommen: Die Zeitersparnis ist signifikant!

Carola: Zeit ist ja für Unternehmer auch buchstäblich mit die wichtigste Währung, die kann man lieber anders investieren als mit Technikfrust. Willkommen zurück also! Auf welchen Events oder in welchen Communities kann man dich treffen?

Sebastian: Ich bin jetzt viel bei den XING Meetups unterwegs, sowie bei diversen Social Media Konferenzen. Wir suchen noch lokale Kooperationspartner, die Lust auf Livestreaming oder Vertrieb haben. =)

Carola: Das lassen wir jetzt mal so stehen, vielleicht meldet sich ja noch der eine oder die andere bei dir. Was planst du als Nächstes?

Sebastian: Unser nächstes Ziel ist es, LivestreamBerlin.de umzubenennen und dann bundesweit anzubieten, mit dezentralen Teams in allen großen Städten.

Carola: Dann sagt uns doch bitte noch Bescheid, wie eure neue Hauptseite heißt, damit wir die Links in diesem Artikel dann noch umwidmen. Danke für deine offenen Worte und den Einblick in dein Business. Wir wünschen ganz viel Erfolg, gute Nerven in der Aufbauphase und hoffentlich weiterhin Glücksgefühle dank lexoffice 🙂

  • Foto: Sebastian Jabbusch
Über den Autor
Carola Heine
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