DATEV

„DATEV“ ist eine eingetragene Genossenschaft, die 1966 in Nürnberg gegründet wurde. 65 Steuerbevollmächtigte stellten die neuen Möglichkeiten der damaligen EDV in den Dienst der Buchhaltung. Bis heute dürfen nur Personen aus den steuerberatenden, wirtschaftsprüfenden und rechtsberatenden Berufen Mitglied in dieser Genossenschaft werden. Der unmittelbare Auslöser für die Gründung von DATEV war die Einführung der Netto-Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug. Der Volksmund bezeichnet diese Abgabe als Mehrwertsteuer. Der damalige Mangel an Arbeitskräften war ein weiterer Grund zur elektronischen Verarbeitung der Daten aus dem betrieblichen Rechnungswesen.

Das ursprüngliche System der Datenverarbeitung von DATEV beruhte noch auf Lochkarten, die per Post versandt wurden. Die Lochkarten wurden dann maschinell ausgewertet und das Ergebnis der Auswertung wurde in ausgedruckter Form per Post zurückgesendet. Seit 1979 können die Daten aus der Ferne übertragen (DFÜ) werden. Seit 2005 hat DATEV ein mitgliedsgebundenes Mandantengeschäft. Auf Softwareebene ist DATEV inzwischen eine Cloud. Heutzutage werden ca. zweieinhalb Millionen deutsche Unternehmen über DATEV verwaltet und ca. elf bis zwölf Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnungen pro Monat abgewickelt.

lexoffice und DATEV

DATEV hat den Vorteil, dass Unternehmen und ihre Steuerberater, Wirtschaftsprüfer sowie Rechtsanwälte über ein gemeinsames System zur Verwaltung von Daten aus der Buchhaltung verfügen. Arbeitsprozesse werden deutlich verschlankt, so dass echte Mehrwerte entstehen. Zugleich entwickeln sich jedoch auch kostenintensive und dauerhafte Abhängigkeiten, weil das jeweilige Unternehmen nur noch mit erheblichem Aufwand die Prozesse der Buchhaltung bzw. den Steuerberater wechseln kann.

lexoffice ist dagegen eine eigenständige Buchhaltungssoftware, die über eine DATEV-Schnittstelle verfügt. Ihr Unternehmen und bspw. Ihr Steuerberater können diese Schnittstelle jederzeit nutzen. Die große Chance für Unternehmen ist, dass die Vorteile von DATEV via lexoffice genutzt werden können. Aber im Gegensatz zur direkten Nutzung von DATEV, entstehen nicht zwangsläufig Abhängigkeiten von diesem System bzw. von einzelnen Steuerberatern, die ihre Kunden nur über DATEV betreuen. Mit der Nutzung von lexoffice können die unternehmerischen Potentiale von DATEV erschlossen werden, ohne die strukturelle Flexibilität einer Firma zu gefährden.