Fixkosten

Definition und Bedeutung der Fixkosten

Die Fixkosten fallen unabhängig von der tatsächlichen Ausbringungsmenge an. Sie können nicht verursachergerecht auf die Stückkosten umgerechnet werden. Durch diese Eigenschaft unterscheiden sich die fixen von den variablen Kosten. Die variablen Kosten können direkt der Produktionsmenge zugeordnet werden. Um die Kosten je Produkt zu bestimmen, werden die Durchschnittskosten ermittelt. Hierfür werden die Fixkosten durch die Ausbringungsmenge geteilt und zu den variablen Stückkosten addiert. Das Ergebnis ist dem Bereich der Vollkosten zuzuordnen, da die Fixkosten berücksichtigt werden. Sollen kurzzeitige Entscheidungen getroffen werden, kann es sinnvoll sein, die fixen Kosten unberücksichtigt zu lassen. Ihre Höhe steht fest, unabhängig davon, ob die Ausbringungsmenge verändert wird oder konstant bleibt. Angenommen ein Unternehmen kann einen Zusatzauftrag erlangen. Die variablen Kosten wären durch die Auftragsannahme gedeckt, der Anteil an den Fixkosten jedoch nicht. In diesem Fall kann es von Vorteil sein, den Auftrag dennoch anzunehmen. Durch die Ausführung der Arbeiten und die Bezahlung kann ein Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden, der einen Teil der Fixkosten abdeckt.

Beispiele für Fixkosten in der Praxis

Zu den Fixkosten kann die Miete für das Betriebsgebäude gezählt werden. Sie wird unabhängig von den ausgeführten Arbeiten fällig. Das Unternehmen muss eine Mindestausbringungsmenge erwirtschaften, um die Mietkosten abdecken zu können. Festgehälter von Managern können ebenfalls als Fixkosten gesehen werden, da die Höhe nicht von der Produktivität des Unternehmens abhängig ist. In Bezug auf die Lohnkosten muss eine Unterscheidung vorgenommen werden. Handelt es sich um Festangestellte, müssen die Gehälter unabhängig von der Auftragslage gezahlt werden. Die Anzahl der Mitarbeiter ist für die resultierende Kapazität des Unternehmens verantwortlich. Werden die Mitarbeiter flexibel nach den geleisteten Arbeitsstunden bezahlt, so hängen die Lohnkosten von der produzierten Menge ab. Materialkosten hingegen werden eindeutig dem Bereich der variablen Kosten zugerechnet.

Wie werden Fixkosten und variable Kosten analysiert?

Für das Management und das Controlling ist die Übersicht über alle Kosten wichtig. Sie sollten regelmäßig Kostenanalysen durchführen, um Einsparpotential zu erkennen. Die Rechnungen werden in der Buchhaltung verwaltet. Moderne Software-Lösungen, wie Lexoffice, sorgen für die notwendige Ordnung und Transparenz. Fertigen Sie eine Kostenaufstellung an und berechnen Sie alle gängigen Auswertungsgrößen, wie beispielsweise die Durchschnittskosten, die Gesamtkosten und die Deckungsbeiträge. Mittels der Buchhaltung-Software Lexoffice können Sie die Einnahmen ermitteln und somit den Gewinn berechnen. In Bezug auf die Kostenpositionen müssen Sie analysieren, ob günstigere und qualitativ gleichwertige Alternativen zur Auswahl bereit stehen.

Verschiedene Arten von Kosten in der Übersicht

Bei den produktfixen Kosten handelt es sich um Positionen, die zwar unabhängig von der Ausbringungsmenge sind, jedoch einem bestimmten Produkt zuzuordnen sind. Es kann sich beispielsweise um Ausgaben für ein Spezialwerkzeug handeln, welches im Unternehmen für keine anderen Produkte verwendet werden kann. Aus dieser Begrifflichkeit werden die produktgruppenfixen Kosten abgeleitet. Die Kosten beziehen sich auf Ausgaben für Produkte einer definierten Gruppe. Angenommen eine Produktionsmaschine wird für die Herstellung von unterschiedlichen Nudelsorten verwendet. In diesem Fall werden die Nudeln als Produktgruppe betrachtet. Kostenstellenfixe Kosten können Mietzahlungen für bestimmte Räumlichkeiten sein. Sie werden innerhalb einer Kostenstelle für verschiedene Produktgruppen berechnet. Verwaltungskosten werden im Allgemeinen den bereichsfixen Kosten zugerechnet. Sie fallen für Produktgruppen an, die in einem Bereich zusammengefasst werden. Unternehmensfixe Kosten können keiner Kostenstelle, keiner Gruppe und keinem Bereich zugeordnet werden. Beispiele sind Aufwendungen für Mitgliedschaften und Gehaltskosten für die Geschäftsführung. Eine Variante der Fixkosten sind die Mischkosten. Sie können weder den variablen noch den fixen Kosten zugerechnet werden. Um eine Vereinfachung zu erreichen, werden sie wie Fixkosten behandelt.

Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Fixkosten

Die Fixkosten sind für viele Unternehmensbereiche wichtig. Das Management muss so kalkulieren, dass maximaler Erfolg mit minimalem Aufwand realisiert wird. Werden die fixen Kosten zu hoch angesetzt, dann besteht die Gefahr des finanziellen Verlustes. Allerdings müssen bestimmte Ausgaben getätigt werden, um das Unternehmen voranzubringen und die Produktion zu ermöglichen. Das Controlling überprüft die Effizienz und Effektivität des Betriebes, wodurch Chancen und Risiken erkannt werden. Eine wichtige Kennzahl ist der Break Even Point. Er zeigt die Ausbringungsmenge an, ab welcher Gewinn erwirtschaftet werden kann. Bei dieser Produktionsmenge sind die Fixkosten und die variablen Kosten gedeckt.