Deckungsbeitrag

Was ist ein Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag findet in einem Unternehmen im Rahmen der Kosten- und Leistungsrechnung Anwendung. Innerhalb dieses Instruments geht es darum, die Verursachung von Erlösen und Kosten in einem Betrieb zu erfassen. Alle Ausgaben, die Sie nicht einer Ursache zuordnen können, wie beispielsweise die Miete für eine Werkhalle oder ein Büro, werden in der Kostenrechnung mit Kostenschlüsseln umgelegt. Die Deckungsbeitragsrechnung ermöglicht Ihnen also eine erweiterte Sicht auf die Produktivität Ihrer Firma.

Während Sie im normalen Rechnungswesen lediglich die Kosten und die Umsätze in Summe untereinander sehen, wird in der Kostenrechnung versucht, dem mit der Erstellung von Produkten und Dienstleistungen verbundenen Aufwand einander zuzuordnen. Auf diese Weise können Sie durch die Ermittlung der Deckungsbeiträge im Hinblick auf Ihr Unternehmen feststellen, welche Produkte besonders lohnend sind und welche nicht.

Zusammenfassend ist also das Ziel der Deckungsbeitragsrechnung für Ihren Betrieb, den Produkterlösen die spezifischen Kosten für die Produkterzeugung gegenüber zu stellen. Somit ergibt sich der Deckungsbeitrag aus der Differenz zwischen dem Dienstleistungs- oder Produktumsatz (den Erlösen) und den damit im direkten Zusammenhang stehenden, sogenannten „variablen“ Kosten. Mit diesem Begriff der variablen Kosten wird die Tatsache beschrieben, dass bei der Nichterstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung auch keine Kosten entstehen. Es gilt dabei zu ermitteln, wie viel Geld Ihnen nach Abzug der variablen Kosten, auch „direkte Kosten“ genannt, übrig bleibt, damit Sie Ihre fixen Kosten, wie zum Beispiel Ihre Miete, decken können.

Geschichtliches zur Deckungsbeitragsrechnung

Die Nutzung der Deckungsbeitragsrechnung geht auf das Jahr 1934 zurück. Ihre Basis bilden die sogenannten „Grenzplankostenrechnung“ des deutschen Unternehmensberaters Hans-Georg Plaut des Jahres 1952 sowie das „Direct Costing“ des US- Amerikaners J.N. Harris. Ihre Ideen werden auch heute noch als korrekt anerkannt und im Rahnen des Management Accounting genutzt.

Welche Arten der Deckungsbeitragsrechnung sind gebräuchlich?

Generell haben Sie dabei die Möglichkeit, den Deckungsbeitrag für ein Stück, den „Stückdeckungsbeitrag“, sowie für Ihr gesamtes Unternehmensportfolio oder eine Produktgruppe zu ermitteln. Diese Vorgehensweise wird mit dem Begriff „Gesamtdeckungsbeitrag“ bezeichnet. Weiterhin untergliedert sich der Deckungsbeitrag in

Die einfache Deckungsbeitragsrechnung

Innerhalb ihrer brauchen Sie lediglich die gesamten Fixkosten von dem Gesamtdeckungsbeitrag abzuziehen und zwar ohne Differenzierung, da Sie die Fixkosten kurzfristig nicht beeinflussen können. Die für diese Rechnung anzuwendende Formel ist Deckungsbeitrag= Erlös minus variabler Kosten.

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Hier werden, anders als bei der einfachen Deckungsbeitragsrechnung, die fixen Kosten nicht als Block bearbeitet, sondern in verschiedene Segmente aufgeteilt, wie zum Beispiel in Kostenstellen, Produktgruppen, Unternehmens- und Bereichsfixkosten und danach in mehreren Stufen aufgerechnet. Der Vorteil einer solchen detaillierten Aufschlüsselung besteht darin, dass diese Ihnen einen besseren Einblick in die Erfolgsstruktur Ihres Unternehmens gestattet, da negative Deckungsbeiträge Ihnen Problembereiche innerhalb der Kostenstruktur sichtbar machen.

Warum ist die Beschäftigung mit der Deckungsbeitragsrechnung für Sie, als Existenzgründer, bedeutsam?

Mithilfe der Deckungsbeitragsrechnung haben Sie die Möglichkeit zu erkennen, welche Ihrer Produkte für Ihr Unternehmen erfolgreich sind, da diese Ihnen die Differenz zwischen dem Verkaufspreis sowie den variablen Kosten pro Stück ausweist. Meist ist in der Gründungsphase die Anwendung der einstufigen oder einfachen Deckungsbeitragsrechnung ausreichend.
Alles in allem sind die Erkenntnisse, die die Deckungsbeitragsrechnung liefert, für die meisten Firmen wichtig, da sie Entscheidungshilfen bei vielen Fragen gibt. So vermag sie unter anderem auf folgende Fragen nicht selten eine Antwort zu liefern

  • Auf welche Erzeugnisse oder Produktgruppen sollte sich Ihre Firma fokussieren?
  • Welche Produkte bringen nicht den erwarteten Erlös und sind daher unwirtschaftlich?
  • Wo liegt die preisliche Untergrenze des Betriebes?
  • Welches Produktionsverfahren ist für Ihr Unternehmen optimal?

Warum ist die Nutzung einer Online-Buchhaltungs-Software wie „lexoffice“ im Zusammenhang mit der Deckungsbeitragsrechnung sinnvoll?

Um die Beschäftigung mit der Buchhaltung und dem Rechnungswesen allgemein kommen Sie leider, egal ob als Existenzgründer, Kleinunternehmer oder Freelancer, nicht herum. Die intelligente, innovative Software „lexoffice“, als Buchhalter Cloud-Lösung, ermöglicht es Ihnen, alle Funktionen in nur einem Programm zu nutzen und zwar bequem sowie ganz einfach, zeit- und kostensparend. Egal, ob mittels PC, mithilfe von Apple, Android oder Multi-Device: Sie können „lexoffice“ überall verwenden. Und das, ohne besondere Schulungen zu besuchen oder sich umfangreiche Kenntnisse aneignen zu müssen!

Auf diese Weise bleibt Ihnen bereits während der Gründerphase viel mehr Zeit, sich um den Aufbau Ihres Unternehmens zu kümmern!