Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen den erzielten Erlösen und den variablen Kosten. Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der zur Deckung der Fixkosten dient. Es gibt unterschiedlichen Arten der Berechnung eines Deckungsbeitrages. Jedoch haben alle Berechnungen gemein, dass es um eine Beurteilung geht, ob bspw. die Produktion und der Verkauf eines Produktes tatsächlich lohnenswert sind. Außerdem ist der Deckungsbeitrag eine wichtige Bezugsgröße für die Gestaltung von Preisniveaus und zur Berechnung von Gewinnschwellen. Deshalb ist der Deckungsbeitrag eine der wichtigsten unternehmerischen Kennzahlen.

Ein sehr wichtiger Vorteil des Deckungsbeitrages ist, dass die Berechnung zugleich auch Aufschluss über die Kostenstruktur in Unternehmen bietet und diese aufgliedert. Insbesondere der Deckungsbeitrag 1 ist sehr gut geeignet, um die Rentabilität eines Produktes zu ermitteln. Bei einem negativen Deckungsbeitrag 1 ist es meistens sinnvoll, dieses Produkt aus dem Sortiment zu entfernen, um ein besseres Betriebsergebnis zu erzielen.

Bei dieser Einschätzung kann es jedoch zu einem betriebswirtschaftlichen Anfängerfehler kommen: Es gibt Produkte, mit einem negativen Deckungsbeitrag 1, die dennoch das Gesamtergebnis verbessern, weil diese Produkte den Absatz anderer Produkte mit positiven Deckungsbeitrag fördern. In gastronomischen Betrieben ist es bspw. häufig so, dass die Preise für Essen möglichst niedrig gestaltet werden, so dass negative Deckungsbeiträge für einzelne Produkte in diesem Segment sogar relativ häufig vorkommen. Aber erst durch den Verkauf von günstigem Essen locken gastronomische Betriebe Gäste an, die dann auch Getränke bestellen. Der Verkauf von Getränken wiederum führt zum gewünschten Gesamtergebnis des Betriebes. Wenn in einem solchen Fall, nur eine oberflächliche Deckungsbeitragsrechnung als alleinige Entscheidungsgrundlage herangezogen werden würde, dann würde ein solcher Betrieb den Verkauf von Essen umgehend einstellen. Dadurch würde der gastronomische Betrieb zwar auf ein defizitäres Produkt verzichten, aber zugleich auch viele Käufer von anderen rentablen Produkten verlieren und sich damit selber ruinieren. Aus diesem offensichtlichen Grund sollte kategorisch eine sehr gute und übersichtliche Software zur Berechnung des Deckungsbeitrages herangezogen werden.

Wie berechne ich den Deckungsbeitrag?

Es gibt keinen einheitlichen Standard zur Berechnung des Deckungsbeitrages. Je nach Fall unterscheidet sich die Rechnung bereits, wenn sie entweder auf die Gesamtmenge von Produkten oder auf Einzelstückpreise abzielt. Außerdem steht die Berechnung des Deckungsbeitrages vor zwei grundsätzlichen Herausforderungen: Es fließen sowohl Einzelkosten wie auch Gemeinkosten in die Berechnung mit ein. Während die Einzelkosten leicht zu bewerten sind, müssen Gemeinkosten über Umlageschlüssel kalkuliert werden. Aber auch im Bereich der Einzelkosten entsteht mit steigender Anzahl eine zunehmende Komplexität der Berechnung. Aus diesen Gründen hat sich in vielen Unternehmen eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung etabliert. Je nach Unternehmen werden oft mehr als ein Dutzend Stufen für eine solche Berechnung benötigt. Aber es ergeben sich bei der Berechnung des mehrstufigen Deckungsbeitrages noch weitere Herausforderungen, die ohne passende Software kaum zu bewältigen sind: Rüst- oder auch Opportunitätskosten lassen sich bspw. nur schwer in eine Berechnung des Deckungsbeitrages integrieren, weswegen die Nutzung einer Softwarelösung wie lexoffice zur Berechnung des Deckungsbeitrages so dringend angezeigt ist.

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden nicht alle Fixkosten auf einen Schlag berechnet. Je nach spezifischer Situation eines Unternehmens bieten sich unterschiedliche Ansätze an. Es kann bspw. nach Produktfixkosten, Produktgruppenfixkosten und Unternehmensfixkosten unterschieden werden.

Formeln für Deckungsbeitragsrechnung

  • Der Deckungsbeitrag 1, auch DB 1 oder stückbezogener Deckungsbeitrag genannt, wird aus der Differenz von Verkaufspreis und variablen Stückkosten errechnet.
  • Der Deckungsbeitrag 2, auch DB 2 oder erzeugnisbezogener Deckungsbeitrag, zieht in die Berechnung den Gesamtverkaufserlös und die variablen Kosten mit ein.
  • Der Deckungsbeitrag 3, auch DB 3 oder relativer Deckungsbeitrag, ist ein Spezialfall für periodisch arbeitenden Unternehmen, die nicht jeden Tag die gleichen Stückzahlen produzieren.