Ratenzahlung

Bei Ratenzahlungen vereinbaren Käufer und Verkäufer, dass der Betrag für ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht auf einmal entrichtet, sondern in gleichbleibenden Monatsraten getilgt wird. Man spricht dann auch vom Raten- oder Finanzkauf.

 

Wie funktioniert eine Ratenzahlung?

Bei Ratenzahlungen wird der Kauf eines Produkts oder die Inanspruchnahme einer Dienstleitung nicht durch eine Einmalzahlung entrichtet. In diesem Fall wird die Schuld durch Teilzahlungen getilgt. Der Käufer zahlt also den Gesamtbetrag schrittweise in Form von einzelnen Raten. Oft wird dabei die Zahlung von monatlichen Raten vereinbart. Den Zeitraum, in dem dann der gesamte Betrag gezahlt sein muss, vereinbaren Händler und Kunde vorab vertraglich. Dabei handelt es sich meist um 3 bis 6 Monate.

Beispiel: Sie kaufen einen neuen Fernseher im Wert von 300 €. Diesen Betrag zahlen Sie nicht auf einmal sondern in drei Monatsraten á 100 €.

Bei einem Ratenkredit, den Sie bei der Bank aufnehmen können, verrechnet Ihnen das Kreditinstitut in der Regel Zinsen für das Leihen der Geldsumme. Im Einzelhandel ist das oft nicht der Fall. Das heißt: Sie müssen tatsächlich nur den Betrag für das gekaufte Produkt oder die beanspruchte Dienstleistung zahlen, ohne zusätzlichen Zinsaufschlag. Ist das der Fall, spricht man von einer Null-Prozent-Finanzierung.

 

Was ist ein Annuitätendarlehen?

Wird eine Null-Prozent-Finanzierung nicht gewährt und der Verkäufer verlangt zusätzlich zur gleichbleibenden Ratenzahlung einen bestimmten Zinssatz, nennt man das Annuitätendarlehen. Charakteristisch dafür sind:

  • Gleichbleibende Raten (Annuitäten)
  • Festgelegter Zeitpunkt, zu dem jede einzelne Rate gezahlt sein muss (zum Beispiel immer der 15. eines Monats)
  • Vereinbarter Zeitraum, zu dem der Gesamtbetrag entrichtet sein muss

Die Höhe der einzelnen Raten, den Zinssatz sowie die Laufzeit der Finanzierung legen Käufer und Verkäufer vorab in einem Vertrag fest, der für beide Seiten bindend ist.

 

Gibt es alternative Möglichkeiten zur Ratenzahlung?

Mit dem Annuitätendarlehen werden die Kosten insgesamt teurer, weil Sie zusätzlich zu dem Betrag des Produkts noch Zinsen zahlen müssen. Hier sollten Sie abwägen, ob es nicht eventuell eine günstigere Alternative gibt. Denn: Wenn Sie den kompletten Betrag einer Ware sofort bezahlen, gewährt Ihnen der Händler oft Skonto, wodurch Sie wiederum sparen können. Damit Ihnen die gesamte Summe auf einmal zur Verfügung steht, haben Sie die Möglichkeit, einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Die Konditionen sind dann manchmal günstiger als die Ratenzahlung per Annuitätendarlehen beim Händler.

 

Was sind die Vor- und Nachteile der gleichbleibenden Ratenzahlung?

Die Ratenzahlung bringt auf beiden Seiten, für Käufer und Verkäufer, sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich:

Für das Unternehmen:

VorteilNachteil
  • Kunden kaufen Produkte, die sie sich ohne die Möglichkeit der Ratenzahlung nicht hätten leisten können. So steigt der Umsatz des Unternehmens.
  • Manchmal übernehmen sich Käufer mit Ratenzahlungen. Sie können diese dann nicht mehr leisten. Auf den Kosten bleibt oft das Unternehmen sitzen.

 

Für die Kunden:

VorteilNachteil
  • Käufer, welche die Ratenzahlungen falsch einschätzen, laufen Gefahr, sich dabei zu verschulden. Im schlimmsten Fall kann das bis zur Privatinsolvenz führen.
  • Bei gleichbleibenden Ratenzahlungen ist der monatlich zu entrichtende Betrag genau planbar und lässt sich so optimal in das Budget einkalkulieren.
  • Käufer, welche die Ratenzahlungen falsch einschätzen, laufen Gefahr, sich dabei zu verschulden. Im schlimmsten Fall kann das bis zur Privatinsolvenz führen.

 

Ratenzahlungen bieten für beide Seiten sowohl Chancen, als auch Risiken. Ob diese in Anspruch genommen werden, müssen Käufer und Verkäufer von ihrer individuellen Situation (Liquidität, angebotener Service des Unternehmens, Kaufkraft etc.) abhängig machen.