Als Rentner selbstständig – Existenzgründung kennt keine Altersgrenze

Als Rentner selbstständig – Existenzgründung kennt keine Altersgrenze

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Nebenberufliche Existenzgründung kennt keine Altersgrenzen. Wenn die Motivation stimmt, kannst Du auch als Rentner selbstständig arbeiten, Dir einen Nebenverdienst oder ein kleines Unternehmen aufbauen. Jahrzehntelange Berufserfahrung ist schließlich ein Pluspunkt, kein Hindernis. Tatsächlich hast Du auch im Alter 65+ mindestens einen großen Vorteil all denjenigen gegenüber, die sich im hohen Alter von „40 plus“ bei Firmen bewerben:

Du kannst einfach ignorieren, dass Personalverantwortliche meist nach preiswerten jungen Mitarbeitern ohne Verpflichtungen mit hoher Belastungswilligkeit suchen, denn Du bist Dein eigener Chef oder Deine eigene Chefin. Du darfst außerdem vernachlässigen, dass unsere Gesellschaft aus diffusen Gründen sämtliche Menschen ab 50 als „reife Zielgruppe“ identifiziert und mit allen in einen Topf wirft, die fünfundzwanzig bis vierzig Jahre älter sind.

Es liegt ganz bei Dir, ob Du als beruflich kompetent wahrgenommen wirst – nicht Dein Alter ist entscheidend, sondern wie Du auftrittst. Den Unterschied macht, wie sorgfältig Du Marketing betreibst und wo Du mit Deiner Zielgruppe in Kontakt trittst, nicht ob Du das bereits seit 10 oder seit 35 Jahren machst. Bei Kundinnen und Kunden, die großen Wert auf Erfahrung legen, hast Du einen Pluspunkt.

Nebenberuflich oder als Firmengründer: Als Rentner selbstständig

Die Rente aufbessern, geistig fit und rege bleiben und das in langen Jahren erworbene Wissen strategisch einsetzen: Es gibt viele gute Gründe für Rentner*innen, selbstständig tätig zu sein. Produktiv zu sein und zu bleiben ist ein gutes Gefühl.

Ob die Kleinunternehmerregelung mit Umsatzsteuerbefreiung für Dich in Frage kommt, lässt sich anhand von zwei Faktoren entscheiden: Wird der jährliche Verdienst im ersten unter 17.500 Euro brutto liegen und im zweiten unter 50.000 Euro? Wirst Du viele Ausgaben haben? Denn dann profitierst Du von der Umsatzsteuerregelung, bei der Du eingenommene Mehrwertsteuer gegen ausgegebene verrechnen kannst.

Der bürokratische Aufwand ist höher, wenn Du Dich gegen die Kleinunternehmerregelung entscheidest, dafür kannst Du die Umsatzsteuern verrechnen und wirkst professioneller, weil Du auf Deinen Rechnungen auch welche ausweist. Beide Optionen sind mit lexoffice komfortabel möglich, bei der endgültigen Entscheidung lässt Du Dich am besten von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater unterstützen, die oder der sich mit Deinem Geschäftsfeld auskennt.

Wenn Dir als Altersrentner ein Altersentlastungsbetrag gewährt wird, kann sich Deine Steuerlast mindern. Professionelle Berater*innen wissen auch, wann ein Altersentlastungsentgeld beantragt werden kann. Auf die Besteuerung selbst hat der gesetzliche Beginn der Rente keinen Einfluss: Sämtliche Einkünfte müssen immer versteuert werden und nur Altersrentner, die schon die sogenannte Regelaltersgrenze erreicht haben, können unbegrenzt hinzuverdienen, ohne ihren Rentenanspruch zu gefährden. Für alle anderen gilt ab einem Verdienst von mehr als 450 Euro eine Umwandlung in Teilrenten.

Es gibt Ausnahmen: Als Übungsleiter*in, Erzieher*in, Betreuer*in oder Ausbilder*in kannst Du bis zu 2.100 Euro im Jahr hinzuverdienen, ohne diese zu versteuern.

Versicherungen für Gründer, die als Rentner selbstständig tätig sind

Als Gründer*in bist Du zu Abgaben an die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung verpflichtet, wenn Du Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit erzielst. Bei einer freiwilligen Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse ist die Höhe des Einkommens maßgeblich für die Höhe des Beitrags. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung bist Du als Rentner*in oder Pensionär*in beitragsfrei gestellt.

Wichtig ist eine gute Zeitplanung, die Dir ausreichend Zeit für stabile „Work-Life-Balance“ lässt neben den vielen Aufgaben rund um eine selbstständige Tätigkeit. Mit lexoffice hast Du immer einen Überblick über Deine Finanzen, kannst alle Belege komfortabel sofort buchen und den Steuerberater mitwirken lassen, wann immer Du es für nötig hältst.

Fingerspitzengefühl für Dein Geschäftsfeld musst Du selbst mitbringen. Aber das dürfte mit Erfahrung und in vorherigen Berufsjahren erworbener Menschenkenntnis ja kein Problem sein.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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