Umsatzsteuerbefreiung

Manche Umsätze sind steuerfrei. Im § 4 EStG ist definiert, welche Berufe von der Umsatzsteuer befreit sind. Grundsätzlich gilt für medizinische Berufe wie Ärzte, Krankengymnasten und Heilpraktiker die Umsatzsteuerbefreiung. Jedoch sind andere so genannte freie Berufe wie beispielsweise Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Architekten umsatzsteuerpflichtig.

Darüber hinaus sind nach § 4 UStG bestimmte Leistungen Umsatzsteuer frei. Dies betrifft zum Beispiel Lieferungen ins Ausland und auch gemeinnützige Einrichtungen. Sollte ein Teil des Umsatzes mit Umsatzsteuer, und der andere Anteil ohne Umsatzsteuer generiert werden, wird das entsprechende Verhältnis für die Vorsteuern angerechnet.

Für Existenzgründer kann sich die Umsatzsteuerbefreiung lohnen. Denn als Kleinunternehmer haben sie den Vorteil, weder eine Umsatzsteuervoranmeldung noch eine Umsatzsteuerjahreserklärung abgeben zu müssen. Der Gewinn wird einfach über Einnahmenüberschussrechnung ermittelt. Hier sollte jedoch mit einem Steuerberater geprüft werden, ob die Umsatzsteuerbefreiung wirklich Vorteile bringt, da ein Freiberufler sich für fünf Jahre an die Bemessung bindet und ihm dadurch auch Nachteile entstehen können.

Weitere Informationen Kleinunternehmerregelung und Umsatzsteuer.