Einzugsermächtigung widerrufen

Banking für Könner: Einzugsermächtigung widerrufen

Einzugsermächtigungen haben viele Vorteile, doch manchmal willst du sie schnell und wirkungsvoll widerrufen. Wir erklären dir, wie das geht.

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Warum eine Einzugsermächtigung widerrufen? Es ist doch so praktisch, wenn du einem Zahlungsempfänger gestattest, die vertraglich zugesagten Beträge einfach abzubuchen? Tatsächlich bieten Einzugsermächtigungen dir viele Pluspunkte. Trotzdem kann es gute Gründe für einen Widerruf geben.

Eine Einzugsermächtigung kannst du erteilen, wenn du und der Zahlungsempfänger beide über ein gültiges Girokonto verfügt. Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob beide Kontos bei der gleichen Bank sind: Dein Vertragspartner kann Geld von deinem Konto abbuchen, so lange der entsprechende Vertrag gültig ist – oder bis du die Einzugsermächtigung widerrufst.

Ein Dauerauftrag ist zwar auch ganz nett, aber keine Lösung für wiederkehrende Zahlungen in schwankender Höhe. Deine Telefonrechnung beispielsweise würdest du vermutlich auch dann per Zahlungsermächtigung abbuchen lassen, wenn das nicht sowieso bei den meisten Anbietern die Voraussetzung wäre. Sonst wäre es ja viel zu lästig, immer erst die Rechnung abzuwarten und innerhalb der Frist manuell zu überweisen. Mit Abbuchungserlaubnis hast du den Kopf frei.

Noch ein Vorteil: Wenn der Zahlungsempfänger Geld irrtümlich einzieht oder einen falschen Betrag abbucht, kannst du dieser Lastschrift bis zu 8 Wochen nach der Abbuchung mühelos widersprechen. Einfach der Bank Bescheid geben und sie bucht den Betrag zurück. Der Zahlungsempfänger profitiert von der Einzugsermächtigung natürlich noch mehr als du: Er kontrolliert den Zeitpunkt der Buchung, bekommt das Geld pünktlich und hat es daher bei der Buchhaltung ebenfalls einfacher.

Kontist: Das Konto, das mitdenkt

Der wichtigste Zahlungsempfänger, dem du Einzugsermächtigungen erteilst, ist das Finanzamt. Damit du deine Geldangelegenheiten immer im Griff und stets ausreichend Rücklagen für die Steuern hast, empfehlen wir dir ein Geschäftskonto bei Kontist, das denkt nämlich mit.

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Nicht immer läuft alles wie geplant – wenn du beispielsweise selbst Kundschaft hast, die nicht zahlt oder einen Engpass nicht sofort ausgleichen kannst. Doch was passiert mit einer laufenden Einzugsermächtigung, wenn dein Konto nicht gedeckt ist? Oder du einen Zahlendreher gemacht hast und das Konto gar nicht existiert?

Was passiert mit der Einzugsermächtigung, wenn dein Konto nicht gedeckt ist?

Wenn das Konto zum Zeitpunkt des Geldeinzugs keine Deckung hat, wird der Zahlungsempfänger auch kein Geld erhalten – was zu einer Abstufung im Ranking der Bank und zu hohen Gebühren führen kann. Gebühren, die sowohl die ausführende Bank als auch der Zahlungsempfänger erheben können, denen zusätzlicher Aufwand entsteht. Die Höhe der Gebühren hängen von den allgemeinen Geschäftsbedingungen ab.

Ein nicht existierendes oder falsches Konto kann ebenso viel Ärger machen wie eines ohne Deckung, von dem keine Buchung ausgeführt werden kann. Denn wenn du das Konto, dass du während der Einzugsermächtigung angegeben hast, versehentlich zu früh auflöst oder wenn dieses Konto überhaupt nicht existiert, kann dich das wie einen Betrüger aussehen lassen und sogar zu einer Strafverfolgung führen. Dies ist der Grund, wieso du immer darauf achten solltest, dass du deine Kontodaten immer korrekt angibst und darauf, dass dein Konto immer über genügend Geld verfügt, wenn der Zahlungstermin kommt. Wenn es um langfristige Verträge geht, ist dieser Termin meistens am gleichen Kalendertag – aber bei EC-Zahlungen wird der Händler innerhalb von wenigen Tagen das Geld abbuchen, deshalb ist also mehr Vorsicht geboten.

Mehr Kontrolle dadurch, eine Einzugsermächtigung widerrufen zu können

Wenn du das Gefühl hast, wieder mehr Kontrolle über Einzugsermächtigungen haben zu wollen, kannst du jederzeit ganz einfach die Einzugsermächtigung widerrufen. Du hast im Vorfeld einem Vertragspartner die Erlaubnis erteilt, einen Rechnungsbetrag abzubuchen. Wenn es um einen einmaligen Einkauf ging, kannst du sie nicht so einfach zurückholen – du kannst. Aber der Vertragspartner ist dann ja auch gar nicht zu weiteren Buchungen berechtigt.

Der Widerruf einer Einzugsermächtigung muss immer schriftlich durchgeführt werden: Eine persönliche Unterschrift auf diesem Dokument ist notwendig. Wenn du das Kündigungsschreiben erstellst, sendest du dieses an deinen Anbieter, um die Einzugsermächtigung zu widerrufen. Die Einhaltung von Fristen zum Widerruf ist nicht nötig. Allerdings beendet das nicht den Vertrag und entbindet dich auch nicht von der Zahlungspflicht – du kannst nun einen Dauerauftrag einrichten oder deine Zahlungen manuell pünktlich begleichen.

Diese Angaben brauchst du, um die Einzugsermächtigung widerrufen zu können:

  • Die Anschrift und Name des Unternehmens, bei dem du die Einzugsermächtigung widerrufst
  • Das Datum, an dem das Schreiben verfasst ist
  • Dein Name und deine Anschrift
  • Vertrags- bzw. Kundennummer
  • Die Aufforderung, um eine schriftliche Bestätigung des Widerrufs zu bitten
  • Die Formulierung: „Hiermit widerrufe ich die Einzugsermächtigung für meine IBAN: D5555 5555 4444 bei der xy Bank mit sofortiger Wirkung / zum XX.XX.XXXX. Ich bitte Sie um eine schriftliche Bestätigung des Widerrufs.“

Wichtig bei dem Schreiben ist, dass du es eigenhändig und handschriftlich unterschreibst, sonst ist das Dokument nicht gültig. Um sicher zu sein, solltest du das Schreiben des Widerrufs der Einzugsermächtigung per Post verschicken – per Einschreiben oder Einschreiben mit Rückschein.

Einzugsermächtigungen bei Abo- Verträgen widerrufen?

Bei einigen Abo-Verträgen ist eine Einzugsermächtigung verpflichtend, um den Vertrag zu bekommen: Die Bahncard, die meisten Fitness-Studios und viele andere Anbieter, die auf reibungslose Abläufe angewiesen sind. Willst du hier die Einzugsermächtigung widerrufen, können dir diese Verträge mit sofortiger Wirkung gekündigt werden – ohne dass die Vertragsgebühren entfallen, je nach AGB.

Es gibt verschiedene Gründe für eine Aufhebung:

  • Das Geld soll vom Konto einer dritten Person abgebucht werden
  • Die Beträge sollen von einem anderen Konto in Zukunft abgebucht werden
  • Die Einzugsermächtigung ist versehentlich erteilt worden
  • In Zukunft sollen die Beiträge selbst überwiesen sein

In solchen Fällen musst du dem Vertragspartner den Widerruf der Einzugsermächtigung schriftlich zuschicken und eventuell eine neue, mit geänderten Kontodaten erteilen. An die Bank muss diese Mitteilung nicht zugerichtet werden, da deine Bank nur als Inkassostelle fungiert.

Fazit: Eine Einzugsermächtigung widerrufen ist einfach

Denk daran, dass du bei einem Kontowechsel oder einer Kündigung deines Kontos die Einzugsermächtigung widerrufen und eine neue erteilen musst, weil niemand automatisch darüber informiert wird, wenn du den Finanzdienstleister wechselst: Versicherungen, Vereine, Dienstleister und so weiter.

Du hast immer das Recht, eine Einzugsermächtigung zu widerrufen, so lange du nur deinen Verpflichtungen nachkommst.

  • Foto: © kite_rin – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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