Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Was sag ich meinen Kunden?

Freelancer-Eltern und in Teilzeit selbständige Anbieter:innen von Produkten und Dienstleistungen haben oft das Gefühl, sich erklären zu müssen. Doch ist das so?

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Wer mit Familie und/oder in Teilzeit selbstständig ist, verbringt gelegentlich weniger Zeit am Arbeitsplatz als andere. Hat die notwendige Vereinbarkeit von Familie und Beruf Erklärungsbedarf?

Die niemals endende Challenge: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Eine meiner markantesten Augenöffner-Erinnerungen ist die an eine Zusammenarbeit mit einer Gesprächspartnerin aus einer sehr kleinen Agentur, die mir jeden Tag genau erklärte, bis wann sie erreichbar war: Montags nur bis 11:45 Uhr, dann musste das Kind zum Arzt. Dienstag bis Donnerstag bis 13 Uhr, am Freitag nur nach Absprache – und dann rief sie auch noch an, wenn sich etwas verschoben hatte und sie zum Beispiel nur bis 12 Uhr erreichbar war.

Ich war verblüfft, jeden Morgen um 9 Uhr so detailliert informiert zu werden. Einmal antwortete ich auf eine Mail erst am Nachmittag, weil es nicht eilig war. Sofort bekam ich am nächsten Morgen die Antwort, aber auch die strafende Info, dass man mir doch nun wirklich mitgeteilt habe: Nachmittags nicht, wegen Kind!

Beim nachsten Telefonat fragte ich sehr vorsichtig nach, um diesem stressigen Gefühl auf die Schliche zu kommen. Des Rätsels Lösung:

Diese frischgebackene Mutter war gerade noch in Elternzeit gewesen und hatte jetzt wieder angefangen zu arbeiten. Sie war noch gar nicht auf den Gedanken gekommen (und die Nachrichten weiterreichende Kollegin auch nicht), dass es überhaupt nicht nötig war, jeden Kontakt ausführlich in alle Einzelheiten der Tagesplanung einzuweisen. Alles war noch so neu und Zeitmanagement mit Stillen und neuen Aufgaben eine so krasse Herausforderung, dass dieses Thema ganz vorne in der Aufmerksamkeit saß.

Meine vorsichtige Nachfrage führte bei uns beiden zu Aha-Erlebnissen und am Ende mussten wir glücklicherweise lachen. Als die erste Kita-Saison mit dem niemals endenden Reigen an Schnupfen und Schniefen begann, war der Anwesenheitsticker längst Vergangenheit.

Die richtigen Anwendungen halten dir den Rücken frei

Zeitplanung mit einem oder mehreren Kindern oder pflegebedürftigen Verwandten ist eine Herausforderung, auf die man sich nur schlecht bis ins Detail vorbereiten kann – einfach weil jede Situation anders ist. Aber eine gute Basis lässt sich legen, wenn du als selbständiges Elternteil deine „Basics“ im Griff hast und mit einer Unternehmenslösung wie lexoffice arbeitest, die dir den Rücken auf viele Weisen freihält. Die wichtigsten fünf (es gibt aber noch mehr!):

  1. Weil lexoffice In der Cloud liegt und unabhängig weiterentwickelt wird, musst du dich nie um Updates, Sicherheit oder Wartung kümmern. Dafür kannst du mit jedem Mobilgerät und von jedem Internetzugang aus zugreifen und Sachen erledigen – auch auf der Spielplatzbank oder während du wartest, dass das Kinderturnen vorbei ist.
  2. Belegbuchung ist in Minuten erledigt, weil du mit der Scan-App alles sofort hochladen kannst und die Belege automagic zugeordnet und parallel der Steuerkanzlei bereitgestellt werden. Nie wieder läufst du Gefahr, dass du Belegstapel vor Breiflecken schützen oder aus der Legokiste holen musst.
  3. Einmal erstellte Angebote kannst du wiederverwenden, bei Annahme und Erledigung gleich in Rechnungen umwandeln und notfalls auch direkt innerhalb von lexoffice eine Mahnung versenden. Weil dein Geschäftskonto angebunden ist, siehst du dann auch immer auf den ersten Blick, was bezahlt wurde.
  4. Du hast immer den finanziellen Überblick und weißt ohne Basteleien mit Excel-Tabellen, wie hoch deine Steuerrücklage sein sollte. Dein:e Steuerberater:in kann dich orts- und zeitunabhängig beraten und du entscheidest, ob du dich um deine Umsatzsteuervoranmeldung kümmerst oder es erledigen lässt.
  5. Du arbeitest gesetzeskonform, modern und flexibel – das sehen auch deine Kundinnen und Kunden. In Sekunden jeden Beleg und jedes Dokument zum Auftrag finden können, ohne dafür die Anwendung wechseln zu müssen ist komfortabel, und deine Zeiterfassung zur bequemen Abrechnung bindest du einfach ein.

Erweitere deine Möglichkeiten mit unseren Partner-Anbindungen

Du kannst mit Tabellen herumfummeln und manuell, mit Übertragungsfehlern und Zeitaufwand, deine Zeiterfassung und das Controlling erstellen. Oder du suchst dir unter unseren zahlreichen und vielfältigen Partner-Apps die aus, die dein Leben noch leichter machen, weil sie sich mit einem Klick einbinden lassen.

Gut für dich, gut für deine Kundenprojekte und damit auch für deine Kundschaft: Stöbere unter lexoffice.de/partner in den vielen Möglichkeiten, die du vielleicht noch gar nicht kennst!

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Der tägliche Tango zwischen Spagat und Spinat

Morgens rechtzeitig zur Kita oder zur Tagesmutter, ab zur Arbeit und nach Ende der Betreuungszeiten pünktlich zur Abholung, Einkauf und Erledigungen und zwischendurch Termine von Pekip bis Schwimmkurs über Treffen mit den Freunden der Kinder: fast jeder Werktag ist ein einziger Tanz rund um den Terminplan.

Ein Tanz, der unterbrochen und in einem anderen Takt wieder aufgenommen werden muss, wenn im Kindergarten Magen-Darm-Grippe umgeht, die Tagesmutter Urlaub hat, in der Kita gestreikt wird, das Kind über Nacht die Kleidergröße wechselt, der Babysitter wegzieht, man selbst zum Zahnarzt muss oder der Partner auf Dienstreise geht. Trotzdem, das muss man ganz klar sagen, ist es eine wunderbare Entscheidung, sich der Familie zu widmen.

Allerdings je freiwilliger diese Widmung der eigenen Zeit, desto besser erträglich:

Selbständiges Unternehmertum hilft

Zeitplanung mit einem oder mehreren kleinen Kindern ist eine Herausforderung, über deren Details man sich als Unternehmer:innen-Elternteil meistens erst so richtig klar wird, wenn sie nach den entspannten ersten Kleinkindjahren über einem zusammenklappt: Dabei machen sich so viele selbständig, um bei freier Zeiteinteilung möglichst viel Freiraum für die Familie zu haben. Eine weise Entscheidung, denn als Unternehmer:in muss man wenigstens niemanden um Erlaubnis fragen, wenn Unvorhergesehenes geschieht.

Eltern wachsen an ihren Aufgaben. Viele kennen das komplexe Termingeflecht der ganzen Familie auswendig und wissen immer, wer wann wo wie sein muss. Es wird auch bei freier Zeiteinteilung immer Tage geben, an denen du als selbständige:e Dienstleister:innen oder Unternehmer:in aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht am „Arbeitsplatz“ erreichbar bist. Das ist gar nicht schlimm und bedarf keiner Rechtfertigung oder Erklärung.

„Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, wir rufen zurück!“

Ein erfülltes Berufsleben besteht neben Anwesenheit am Schreibtisch oder einem anderen Arbeitsplatz auch aus Meetings, Telefonaten und Telefonkonferenzen, Fortbildungsveranstaltungen, Kundenterminen und geplanten Abwesenheiten. Lauter Termine, für die du nie ein schlechtes Gewissen haben würdest, wenn du „abwesend“ bist. Setz Kinder oder andere Verwandte einfach mit auf diese Liste.

Wie sprichst du also mit Kundinnen und Kunden über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Wenn niemand fragt, erst mal gar nicht. Es sollte für das gemeinsame Projekt nicht von Bedeutung sein, ob du Chihuahuas züchtest, ehrenamtlich die Straße fegst oder Drillinge aufziehst. So lange du deine eingegangenen Verpflichtungen einhältst, ist alles im grünen Bereich. Deine Aufgabe ist es, diese Pflichten so zu legen, dass sie dir nicht immer wieder um die Ohren knallen.

Natürlich ist es toll, wenn du dich mit deinen Kund:innen so gut versteht, dass der Smalltalk sich auch um die Familie dreht. Aber das ist ein Bonus. Niemand wird sich wundern, wenn eine selbständig tätige Person nicht ununterbrochen erreichbar ist. Schließlich wissen deine Kund:innen nicht, ob du als erfolgreich selbstständige Person aktuell besonders gut ausgelastet oder ob du nachmittags auf dem Spielplatz bist. Es geht sie auch nichts an – denn nur das Ergebnis zählt.

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