Standortfaktoren

Bei der Wahl des Standorts Ihres Unternehmens müssen Sie sich über einige Dinge Gedanken machen, wenn Sie das Beste aus Ihrer Umgebung herausholen wollen. Diese Standortfaktoren können den Erfolg Ihres Unternehmens beeinflussen.

Standortfaktoren Definition

Unter den Standortfaktoren versteht man die Bedingungen und Einflüsse, die sich positiv oder negativ auf Ihr Unternehmen auswirken und mit dem Standort verbunden sind. Es handelt sich dabei um wirtschaftliche, standortspezifische Vor- und Nachteile.

In der Marktstrategie und auch im Marketing spielen Standortfaktoren eine Rolle. Wenn sich die Gegebenheiten ändern, kann es sogar sinnvoll sein, den Standort Ihres Unternehmens zu ändern. Die Anziehungskraft und Vermarktungsmöglichkeiten einzelner Standorte unterliegen ständigen Schwankungen. So kann es sein, dass ein einstmals großes Industriegebiet Jahre später kaum noch als Standort infrage kommt, weil die meisten Unternehmen woanders hin verlagert wurden.

Persönliche Präferenzen sollten bei der Standortwahl höchstens eine untergeordnete Rolle spielen. Die Nähe zum Wohnort oder das vertraute Umfeld bringen strategisch keine Vorteile und stehen in der Liste der Standortfaktoren deshalb ganz hinten.

Harte und weiche Standortfaktoren

Die Standortfaktoren teilen sich in zwei Kategorien auf: harte und weiche Standortfaktoren.

Von der Bedeutung her sind die harten Standortfaktoren wichtiger, aber die weichen Standortfaktoren gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Beispiele für harte Standortfaktoren

Die harten Standortfaktoren unterliegen nur geringen Veränderungen und können deshalb von Ihnen gemessen und quantifiziert werden. Sie können die harten Standortfaktoren direkt in die Standortanalyse integrieren. Vor allem die Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil der harten Standortfaktoren.

Zu den harten Standortfaktoren gehören unter anderem:

  • Lage – liegt das Unternehmen in einem Gebiet mit anderen Unternehmen (Industriegebiet) oder alleine für sich zwischen Wohnhäusern oder anderen Gebäuden, wo es schwerer zu entdecken ist?
  • Verkehrsanbindung – damit einher geht auch die Anfahrtsmöglichkeit, die möglichst simpel sein sollte
  • Verfügbarkeit von Rohstoffen – Rohstoffe sollten möglichst einfach zu erwerben und anzuliefern zu sein
  • Transportkosten – müssen Sie Rohstoffe von weiter weg bestellen, steigen die Transportkosten
  • Mietkosten – die Höhe der Miete für Bürogebäude, Lagerhallen und alle anderen Gebäude, die Sie für Ihr Unternehmen benötigen
  • Arbeitnehmer:innen – die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in Ihrer Branche und generell die Größe des Arbeitsmarkts vor Ort
  • Kundschaft – besteht vor Ort eine Nachfrage zu Ihrem Angebot und wenn ja, wie hoch ist diese? Vor allem, wenn Sie Dienstleistungen anbieten, ist dieser Faktor sehr wichtig, da Sie lange Arbeitswege dann möglichst vermeiden wollen. Ein Produkt hingegen kann natürlich auch über weitere Strecken ausgeliefert werden. Dann spielen aber auch die Transportkosten wieder eine größere Rolle.
  • Fördermittel – gibt es in der Region oder dem Bundesland bestimmte Förderprogramme oder -mittel, die Sie nutzen können?

Wie Sie sehen, überschneiden sich manche Faktoren und greifen zum Teil ineinander. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie sich genau mit den harten Standortfaktoren auseinandersetzen, bevor Sie einen Standort auswählen.

Beispiele für weiche Standortfaktoren

Die weichen Standortfaktoren lassen sich nicht genau bemessen. Außerdem unterliegen die weichen Faktoren möglichen Änderungen, auf die kaum ein Einfluss besteht.

Zu den weichen Standortfaktoren gehören zum Beispiel:

  • politische Verhältnisse – regierende Parteien der Region und des Bundeslands und damit verbunden auch spezielle Gesetze und Regelungen, die nicht national geltend sind
  • Bürokratie – wo müssen Sie Ihr Unternehmen anmelden und wie einfach ist diese Prozedur?

Die weichen Standortfaktoren werden zusätzlich in zwei Unterkategorien aufgeteilt. Es gibt die unternehmensbezogenen und die personenbezogenen Faktoren.

Unternehmensbezogene Faktoren

Für die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens sind unternehmensbezogene Faktoren relevant. Dazu gehören beispielsweise:

  • Konkurrenz – gibt es viele Konkurrenten in Ihrer Branche vor Ort, müssen Sie sich sozusagen gegen diese behaupten, was das Geschäft beeinflusst, andererseits bedeutet viel Konkurrenz aber auch meistens, dass für Ihre Branche eine hohe Nachfrage am Standort besteht
  • Wirtschaftsklima – wie steht es generell um die Wirtschaft in der Region bzw. dem Ort?

Personenbezogene Faktoren

Personenbezogene Faktoren beziehen sich auf die Umgebung für Sie und Ihre Angestellten und haben vor allem einen Einfluss auf das Umfeld und die Umwelt der Personen vor Ort. Beispiele für die personenbezogenen Faktoren sind:

  • Wohnumgebung – Qualität von Wohnungen und Häusern, Aufbau von Stadtbereichen und Vierteln
  • Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten – sind Schulen für die Kinder Ihrer Angestellten vor Ort und zusätzlich: wenn Sie in Ihrem Unternehmen Auszubildende haben, gibt es Berufsschulen für Ihre Branche in der näheren Umgebung

Fazit

Es gibt noch zahlreiche weitere Faktoren, die Sie bei der Standortwahl für Ihr Unternehmen beachten können und sollten. Die hier aufgeführten gehören aber zu den wichtigsten und geben Ihnen einen Eindruck davon, auf welche Faktoren Sie achten müssen. Der Erfolg Ihres Unternehmens kann von Ihrer Entscheidung abhängen, zumindest wird er aber dadurch beeinflusst.

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