Selbständig Ja oder Nein

Sich selbständig machen: Ja oder Nein?

Der Sprung in die Selbständigkeit erfordert sorgfältige Planung, finanziellen Überblick und das Bewältigen einer steilen Lernkurve. Trotzdem entscheiden sich jedes Jahr viele Menschen dafür - aus guten Gründen!

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Von außen betrachtet sehen die Motive von Gründern häufig eher eindimensional aus: Da für Beobachtende in erster Linie das Ergebnis beziehungsweise die Geschäftsidee sichtbar ist, wirkt Existenzgründung oft so, als habe jemand einen Geistesblitz für ein besonderes neues Produkt gehabt. Oder als sei bei dem (oder der) frischgebackenen Selbständigen ein außergewöhnliches Talent vorhanden.

Dabei ist es anders herum: Der Wunsch nach Selbständigkeit wurde so groß, dass tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt und die eigene Personenmarke herausgearbeitet wurden, um einen guten Start zu ermöglichen.

Existenzgründende beschäftigen sich oft mit der Frage, ob sie überhaupt geeignet sind, sich selbstständig zu machen. Gibt es eine Unternehmerpersönlichkeit – und wenn ja, was macht sie aus? Die gute Nachricht für alle Zweifler: Im Prinzip kann sich jede*r selbstständig machen; es kommt nur darauf an, dass die Selbstständigkeit individuell zur Person passt. Es gibt Millionen Selbstständige und alle leben ihre ganz eigene Form.

Die Motive von Gründern sind vielfältig

Während die einen aus Geldnot oder aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, sind andere erst lange nebenberuflich selbständig und bauen sich mit Netz und doppeltem Boden ein Unternehmen auf. Während für manche vor allem ein höheres Einkommen und die damit einhergehenden Möglichkeiten zählen, setzen andere auf unabhängiges Arbeiten bei freier Zeiteinteilung.

Die folgenden Auslöser plus das besagte „goldene Geschäftsmodell“ einer tollen neuen Idee sind die häufigsten Motive von Gründern für die Wahl der Selbständigkeit als neuen Lifestyle:

15 Top Motive von Gründern

1. Der Wunsch, erfolgreich(er) zu sein als bisher
2. Ein höheres Einkommen erreichen wollen
3. Unabhängigkeit bei freier Zeiteinteilung
4. Eine Arbeitslosigkeit beenden
5. In ein anderes Berufsfeld wechseln
6. einen Nebenerwerb richtig ausbauen
7. Sozialer Aufstieg als Unternehmer*in
8. Karriere ohne Studium oder Ausbildung
9. Nachhaltig und sinnvoll arbeiten können
10. Den Spaß an der Arbeit zurückgewinnen
11. Selbst Arbeitsplätze anbieten können
12. Eigenverantwortlich selbstbestimmt leben
13. Unzufriedenheit im Angestelltenjob
14. Ortsunabhängiges Arbeiten
15. Mehr Zeit für die Familie haben

Existenzgründungen in Deutschland 2015 bis 2019

Die Gesamtstatistik des IfM Bonn zu Existenzgründungen weist die Anzahl der Personen aus, die im jeweiligen Kalenderjahr eine selbstständige Tätigkeit im Vollerwerb neu aufgenommen hat. Im Jahr 2019 waren in Deutschland laut dieser Statistik insgesamt rund 366.000 Existenzgründungen zu verzeichnen, die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen betrug dabei rund 265.700.

72,8% der Existenzgründungen im gewerblichen Bereich erfolgten in der Rechtsform eines Einzelunternehmens. Der Anteil der Frauen an den gewerblichen Existenzgründungen von Einzelunternehmen lag im Jahr 2019 bei 29,3% und ist damit laut IFM gegenüber dem Anteil von 2018 (28,8%) leicht gestiegen. Der KfW Bank Gründungsmonitor spricht übrigens von noch weit höheren jährlichen Zahlen bzw. von über einer halben Million Existenzgründungen jährlich in Deutschland.

Finanzplanung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg von Existenzgründungen

Hunderttausende von Menschen entscheiden sich also jedes Jahr dafür, den Weg in die Selbständigkeit anzutreten. Wie erfolgreich sie sind, hängt unter anderem davon ab, wie professionell sie ihre Finanzplanung betreiben:

Das deutsche Insolvenzrecht kennt drei Insolvenzgründe, die Anlass zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sein können. Dies sind Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO), drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) und Überschuldung (§ 19 InsO).
Quelle: Wikpedia

Vorsicht Falle: Fehlender Überblick

Viele Selbständige verlieren den Überblick über die benötigten Rücklagen und die Ressourcen, die sie für Steuerzahlungen einsetzen müssen. Dann werden sie unerwartet mit hohen Forderungen des Finanzamts konfrontiert.

Die Einrichtung eines separaten Firmenkontos ist daher ein Muss: Die geschäftlichen Umsätze sollten von Anfang an strikt von allem Privatem getrennt werden, denn sonst besteht die Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren. Wer bilanzierungspflichtig ist, muss ohnehin alle Umsätze über ein separates Konto abwickeln. Mittlerweile gibt es auch Apps wie das mobile Geschäftskonto von Kontist, die es ermöglichen, mobil am Smartphone seine Bankgeschäfte zu erledigen und die klassischen Bankfunktionen mit gängiger Buchhaltungssoftware zu verknüpfen.

So hast du nicht nur als Gründer*in stets schnell, bequem und in Echtzeit Einblick in deine aktuelle Geschäftssituation.

Perfekt für Gründer*innen: Das mitdenkende Geschäftskonto

Überblick über die eigenen Finanzen und Rücklagen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

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  • Foto: Adobe Stock Seventyfour
Über den Autor
Carola Heine
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