US-GAAP

Die US-GAAP sind die „Generally Accepted Accounting Principles“ – also die allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze – in den USA. Sie sind ein wichtiger Teil der internationalen Rechnungslegungsstandards und des darauf beruhenden Reportings, die Unternehmen beachten müssen, die ihre Geschäftstätigkeit grenzüberschreitend realisieren.

US-GAAP – von Einzelfallvorschriften zu verbindlichen Standards

Die US-GAAP haben sich aus einer Vielzahl von Einzelfallvorschriften entwickelt, deren Systematisierung schließlich durch das FASB erfolgte. Das Ziel ihrer Entwicklung bestand darin, die Wirtschaftslage und die Zukunftsaussichten von Unternehmen anhand standardisierter Regeln für die Bilanzerstellung für externe Investoren transparent zu machen.

Anders als das deutsche Handelsrecht beruhen die US-GAAP ausschließlich auf den Entscheidungen des FASB als einer reinen privatrechtlichen Organisation. Die staatlichen Finanzbehörden der USA greifen in diesen Standardisierungsprozess nicht ein. Trotzdem sind die Vorgaben der US-GAAP für US-amerikanische Firmen verbindlich. Börsennotierte Unternehmen in den USA haben zusätzlich zu den Vorschriften der US-GAAP weitere behördliche Anforderungen zu erfüllen.

Internationale Unternehmen in den USA: Rechnungslegung nach IFRS oder US-GAAP

Die US-GAAP sind zusammen mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) die wichtigsten international gültigen Richtlinien für die Rechnungslegung, Die IFRS-Standards besitzen seit 2001 weltweit Gültigkeit. In den USA mussten ausländische Unternehmen bis 2007 ihr finanzielles Reporting basierend auf den US-GAAP erstellen. Seitdem können sie zwischen US-GAAP oder einem IFRS-Reporting wählen.

Die Herausgeber der US-GAAP und der IFRS arbeiten eng zusammen, um eine internationale Vergleichbarkeit der finanziellen Unternehmensberichtserstattung abzusichern. Inhaltliche Unterschiede zwischen diesen Systemen werden von beiden Seiten sorgfältig herausgearbeitet, Umrechnungen werden auf der Grundlage validierter Verfahren vorgenommen.

Was regeln die US-GAAP?

Die US-GAAP regeln die Berichterstattung von Unternehmen und ihren Jahresabschluss in fünf Teilbereichen:

– Erstellung der Bilanz
– Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung
– Eigenkapitalausweis
– Kapitalflussrechnung
– Berichtsanhänge und Lagebericht.

Formal ähneln die US-amerikanischen Vorschriften zur Rechnungslegung und Bilanzierung damit den Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Im Detail finden sich jedoch diverse Unterschiede.
Beispielsweise werden in den USA der handels- und steuerrechtliche Jahresabschluss strikt getrennt, während die Bilanz in Deutschland gleichzeitig eine Grundlage für die Steuerbemessung ist. Auch eine Ausschüttungsbemessungsfunktion für ist anders als in einer Jahresbilanz nach HGB in einem Jahresabschluss nach US-GAAP nicht vorgesehen.

Reporting nach US-GAAP oder anderen Standards – mit Hilfe moderner Online-Software

In welchem Maße deutsche Unternehmen der Berichtspflicht nach dem HGB oder den IFRS unterliegen, entscheidet sich anhand der Rechtsform und der Unternehmensgröße. So sind börsennotierte Unternehmen und Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten Größe heute zu einem IFRS-konformen Jahresabschluss verpflichtet. Falls sie in den USA aktiv sind, haben sie die Wahl zwischen den US-GAAP oder den IFRS als Grundlage des Finanzreportings.

Unabhängig von den Standards, die ihrer Bilanz zugrunde liegen, müssen Unternehmen für die Erstellung ihres Jahresabschlusses jedoch komplexe Aufgaben erfüllen. Zu einer gesetzes- und regelkonformen Bilanz gehört nicht nur eine exakte Aufstellung der Umsätze, Rechnungen, Zahlungen, Außenstände und Verbindlichkeiten, sondern die Dokumentation vieler anderer Kostenarten. Die Daten für die Berichte werden nicht nur von der Buchhaltung, sondern von zahlreichen anderen Unternehmensbereichen übermittelt, zudem müssen sie fortlaufend an externe Wirtschaftsprüfer und Steuerberater weitergeleitet werden.

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