Rentabilitätsvergleichsrechnung

So erstellen Sie eine Rentabilitätsvergleichsrechnung

Um herauszufinden, wie sinnvoll eine Investition ist, benötigen Unternehmen eine Kontrollkennzahl. Dafür eignet sich eine Rentabilitätsvergleichsrechnung. Sie ermittelt den durchschnittlichen Gewinn in einem bestimmten Zeitraum im Verhältnis zum Kapitaleinsatz in dieser Zeit. Für Ihr Unternehmen bedeutet das, dass Sie sowohl verschiedene Investitionsarten miteinander vergleichen als auch einzelne Investitionen bewerten können. Als Investition wird dabei jeder Einsatz von Kapital zur Erfüllung eines bestimmten Unternehmenszwecks bezeichnet.

Der Kapitaleinsatz spielt eine wichtige Rolle für die Rentabilitätsrechnung

Verschiedene Kennziffern helfen Ihnen bei der Bewertung der Rentabilität Ihrer Investitionen. Diese stellen immer den Bezug einer Größe zu einer anderen her. In diesem Fall wird der jeweilige Erfolg im Verhältnis zum Kapitaleinsatz gemessen. Das ist sinnvoll, da der Bilanzgewinn einer Investition alleine nicht aussagekräftig ist. Erst wenn er im Verhältnis zu den dafür aufgebrachten Geldmitteln gesetzt wird, kann bewertet werden, ob sich eine Investition gelohnt hat oder nicht. Die Formel sieht also wie folgt aus:

Rentabilität = Erfolg/Kapitaleinsatz

Für den Vergleich von zwei Investitionen ist eine reine Gewinnvergleichsrechnung nicht zielführend. Wenn zwei Investitionen gleiche Gewinnbeträge aufweisen, würden Sie sich wohl immer für die entscheiden, für die Sie weniger Kapital aufbringen müssen. Die Wirtschaftlichkeit einer Investition wird also maßgeblich vom Kapitaleinsatz beeinflusst, weshalb Sie diesen in Ihren Überlegungen und Berechnungen unbedingt berücksichtigen sollten. Entscheidend ist, dass bei der Investitionsrechnung stets die Vergleichswerte für die gleiche Periodendauer verwendet werden. Verschiedene Kennzahlen der Renditenrechnung sind beispielsweise:

  • Umsatzrentabilität
  • Eigenkapitalrentabilität
  • Gesamtkapitalrentabilität

Wie ist die Rentabilitätsrechnung zu bewerten?

Es gibt zwei Szenarien, bei denen Sie eine Rentabilitätsrechnung vornehmen sollten:

  1. Bewertung einer Investition
  2. Vergleich mehrerer Investitionen

Wenn Sie eine einzelne Investition bewerten möchten, nutzen Sie die oben genannte Formel, um herauszufinden, ob eine Investition rentabel ist. Dies ist dann gegeben, wenn sich bei der Berechnung ein Wert ergibt, der größer als Eins ist. Sobald der Wert kleiner ist, bedeutet das, dass die Investition nicht rentabel ist, da das eingesetzte Kapital größer ist als der Gewinn, der sich aus der Investition ergibt. Da die Rendite in der Regel in Prozent angegeben wird, muss das Ergebnis noch mit 100 multipliziert werden. Bei einem Rentabilitätsvergleich mehrerer Investitionsgüter ist dasjenige am vorteilhaftesten zu bewerten, welches die höchste Rentabilität aufweist.

Die Vor- und Nachteile der Rentabilitätsvergleichsrechnung auf einen Blick

Im Vergleich mit reinen Gewinn- oder Anschaffungskostenrechnungen ist die Rentabilitätsvergleichsrechnung wesentlich ergiebiger, da sie Ihnen die tatsächliche Rendite eines Investitionsprozesses vor Augen führt. Ferner bietet sie die folgenden Vorteile:

  • Geringer Aufwand bei hohem Nutzen
  • Wenige Daten erforderlich
  • Höherer Vergleichswert als bei anderen Berechnungen
  • Vergleich mehrerer Investitionen und Bewertung von einzelnen Anschaffungen möglich
  • Zuverlässige Nutzwertanalyse
  • Hilfreich für die Liquiditätsplanung

Auf der anderen Seite besitzt die Rentabilitätsrechnung aber auch zwei empfindliche Schwächen:

  • Unterschiedliche Zinswerte werden bei der Rechnung nicht berücksichtigt
  • Zeitlicher Unterschied von Gewinnen wird außer Acht gelassen

Fazit

Die Rentabilitätsvergleichsrechnung ist eine gute Möglichkeit, wenn Sie schnell und einfach die Rentabilität von Investitionen in Bezug auf Gewinn und Fixkosten berechnen und vergleichen möchten. Sie ist wesentlich aussagekräftiger als Gewinn- und Kostenrechnungen. Wenn Sie jedoch eine ausgiebige Analyse Ihrer Investitionen wünschen, sollten Sie noch weitere Faktoren in Ihre Berechnung aufnehmen, wie zum Beispiel kalkulatorische Zinsen und Abschreibung.