Mit selbststaendigkeit.de, dem Portal für Gründer:innen und andere Selbständige, bieten

„Erfolgreich selbstständig werden und es dann aber auch bleiben“

Wie gründe ich und wie funktioniert dann meine Firma? Bei diesen und zahlreichen anderen Fragen finden Ratsuchende Unterstützung auf selbststaendigkeit.de

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Herausforderungen pflastern den Weg aller, die gerade gründen – aber auch junge Unternehmer:innen haben immer wieder viele Fragen. Um für diesem Bedarf eine Lösung zu bieten, hat Roul Radeke inzwischen Gründercoaching in das Angebot seines Onlineportals selbststaendigkeit.de aufgenommen.

Wir freuen uns, dass Roul die Zeit gefunden hat, mit uns über diese wichtigen Themen zu sprechen: Gründen allein ist nicht genug, denn es gehört viel mehr dazu, erfolgreich selbständig zu sein und zu bleiben.

Selbstständigkeit.de

Roul Radeke

Gründer und Geschäftsführer des Onlineportals Selbststaendigkeit.de
https://selbststaendigkeit.de

„Mein Name ist Roul Radeke, Jahrgang 79, und ich komme aus Duisburg. Dort bin ich auch aufgewachsen, habe nach dem Abitur ganz klassisch BWL studiert, meinen Diplomkaufmann gemacht und den MBA. Anschließend habe ich mehrere Positionen durchlaufen, von Wirtschaftsprüfung und Transaktionsberatung bei den Big Four über Controlling im Konzern bis hin zu kaufmännischer Geschäftsleitung im Mittelstand.

Lauter Schritte, die mich bestens vorbereitet haben auf den nächsten, logischen: 2015 habe ich mich dann selbstständig gemacht mit dem Onlineportal selbststaendigkeit.de. Wir sprechen Gründer:innen an, aber auch junge Unternehmer:innen, die entweder erfolgreich selbständig werden oder es bleiben wollen, denn das ist ja auch eine Herausforderung.“

„Immer wieder haben uns Fragen von Gründern erreicht“

Carola Heine: Lieber Roul, woher kam die Idee, zusätzlich zu den Informationen auf eurem Portal auch noch Gründercoachings anzubieten?

Roul Radeke: Diese Idee entstand tatsächlich dort, wo sich die besten Ideen finden: durch konkreten Bedarf. Immer wieder erreichten uns Anfragen über unsere Website, entweder von Leuten, die gerade gegründet hatten oder von welchen, die es erst noch vorhatten.

Diese Menschen haben angefragt „Könnt Ihr uns nicht dabei helfen?“ Sie kannten sich nicht aus mit den formalen Anforderungen, den anstehenden Behördengängen. Ob sie ein Gewerbe anmelden mussten oder als freiberuflich arbeiten würden. Einmal also ganz allgemeine Themen – aber auch fachliche, wie zum Beispiel die unternehmerischen Buchhaltungspflichten.

Oder alles, was Unternehmer:innen zum Thema Steuern berücksichtigen müssen oder wie sie eine Geschäftsidee erfolgreich aufbauen können. Was ist ein Alleinstellungsmerkmal, brauche ich das? Es gibt so viele Fragen, die immer wieder gestellt wurden und wir wussten dann: Es passt gut zu unserem Onlineportal, wenn wir Existenzgründer:innen im Rahmen von 1:1 Coachings helfen.

Carola Heine: Wer kommt denn da zu euch? Sind das mehr die Einzelkämpfer:innen oder zum Beispiel Menschen, die ein Handwerksunternehmen gründen möchten oder größer?

Roul Radeke: Im Grunde alle, die gründen – mit Ausnahme von denen, die einen sehr hohen Kapitalbedarf haben, die gehen in der Regel einen anderen Weg. Unsere Gründenden sind die Menschen, die sagen: „Ich habe eine Idee, die ich umsetzen will“. Vielleicht alleine, vielleicht noch mit einem Partner. Einige kommen auch direkt aus der Arbeitslosigkeit und haben eine Geschäftsidee, mit der sie sich jetzt selbständig machen möchten.

Wir sind da recht breit aufgestellt, das ergibt sich aus dieser Aufgabe, und wir können mit unseren Coaches die unterschiedlichsten Themen abdecken: Wenn zum Beispiel jemand Coach:in werden möchte oder Autorin/Autor oder einen Handwerksbetrieb eröffnen will.

Ob jemand als Dachdecker arbeiten oder ein Café eröffnen möchte, bei uns gibt es die richtigen Ansprechpartner. Denn wir arbeiten inzwischen mit über 30 Coaches, teils auch freiberuflich. So können wir garantieren, dass viele der Bedürfnisse der Gründer:innen abgedeckt werden.

Carola Heine: Was ich besonders positiv finde: Ihr arbeitet auch direkt mit der Arbeitsagentur zusammen, das dürfte auch vielen das Gründen vereinfachen.

Roul Radeke: Genau, speziell haben wir uns zertifizieren lassen für AVGS Coachings. Das sind Coachings, für die das Arbeitsamt Gutscheine vergibt. Aktivierung- und Vermittlungsgutscheine heißen die und damit können Existenzgründer ein Coaching abrufen, ohne dass ihnen dafür Kosten entstehen.

Die Arbeitsagentur übernimmt die Kosten und wir haben ein Programm entwickelt, das speziell für die AVGS Gründer ist und aus diversen Modulen besteht. Ein Einführungsmodul zum Thema Selbstständigkeit, das hat sich als sehr hilfreich erwiesen für viele.

Über selbststaendigkeit.de

Fragen zur Gründung, zum Unternehmerum oder rund um die Validierung einer Geschäftsidee? Der Start aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit ist eine umfassende Aufgabe, die du mit den Gründercoachings von selbststaendigkeit.de in den Griff bekommen kannst – dank Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) sogar mit 0 Euro Kosten.

AVGS kurz erklärt

“In den ersten drei Jahren scheitern viele Existengründer:innen“

Roul Radeke: In den ersten drei Jahren scheitern viele von denen, die gründen und sich eine Existenz aufbauen wollen. Wer drei Jahre geschafft hat, schafft meistens auch das vierte Jahr und länger, sagt man. Nun sind wir aktuell aber in einer Zeit unterwegs, in der sich der Markt extrem schnell verändert.

Wir sehen an den Geschäftsideen, mit denen wir zu tun haben, dass die Menschen sich sehr genau überlegen: Was ist markttauglich, vielleicht auch flexibel und passt vor allem zur heutigen Zeit. Es passiert extrem viel online seit dem Start der Corona-Krise und es ist vielleicht sogar noch wichtiger als vorher, dass Vorhaben auch gelingen.

Carola Heine: Ihr validiert also auch die Geschäftsideen der Gründer:innen, die zu euch kommen und beratet außerdem konzeptionell, organisatorisch und strategisch?

Roul Radeke: Genau. Wir validieren die Idee und wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Am Ende des Coachings bekommen die Existenzgründenden von ihrem Coach eine Tragfähigkeitsbescheinigung. So weiß beispielsweise auch das Arbeitsamt, welche Gründung Aussicht auf Erfolg hat.

Denn bevor es einen Gründungszuschuss gibt, muss ein Businessplan aufgestellt werden und hierfür muss die Tragfähigkeitsbescheinigung erstellt werden. Um beides überhaupt bewerten zu können, sollte ein Geschäftsmodell aufgestellt werden – und dabei helfen dann wir den Existenzgründern. Das heißt, viele kommen zwar nur mit einer Geschäftsidee zu uns – ich hatte aber auch schon jemanden, der kam mit sieben Geschäftsideen zu mir. Also sind wir natürlich hingegangen und haben gesagt: „Okay, was willst du denn wirklich?“

Wir schauen dann ganz genau: Was passt zum Gründer von der Persönlichkeit her? Was passt zum Gründer von seinen fachlichen Fähigkeiten her? Was bringt er überhaupt mit? Welche Geschäftsidee, die da noch überbleibt, ist überhaupt tauglich, um am Markt langfristig zu funktionieren? Es kommen wirklich viele und sehr unterschiedliche Menschen zu uns, alle Altersgruppen, auch viele mit Migrationshintergrund.

Carola Heine: Viele Frauen auch, hast du ja erzählt. Meiner Erfahrung nach gründen Frauen ein bisschen anders, überlegen vorher ganz lange, möchten dann nachhaltige Dinge tun.

Wenn jetzt jemand bei euch ankommt und sagt: „Ich habe hier diese nachhaltige Geschäftsidee, ich möchte zum Beispiel, Kindergummistiefel herstellen, die sauber kompostieren, aber natürlich nicht zu früh.“ Was muss ich als Gründerin für euch mitbringen, damit ihr mich beraten könnt? Was kostet mich das? Welchen Zeitraum muss ich einplanen? Kurz: Wie läuft so ein Gründercoaching?

Roul Radeke: Wenn du von der Arbeitsagentur kommst, dann musst du anfangs nur den Gutschein, also den AVGS mitbringen. Na, und natürlich die Geschäftsidee. Alles andere bringen wir dann mit dir schrittweise auf den Weg.

Also das, was das Produkt ausmacht oder irgendwann ausmachen soll. Die ganze Analyse des externen Umfelds, das machen wir natürlich auch zusammen mit den Existenzgründern. Diese ganze Beratung kostet 0 € für den Existenzgründer, die Arbeitsagentur übernimmt sämtliche Kosten.

Was den Zeitraum betrifft, so ein Coaching kann sich hier abspielen im Zeitraum von zwei Wochen bis rein theoretisch auch bis zu drei Monaten. Es ist da ein bisschen die Frage, was der Jobvermittler den Existenzgründern in den AVGS reinschreibt. Wenn ein fester Coaching-Zeitraum angegeben wurde, müssen wir den einhalten. Vergeben wird die Beratung in Einheiten von Coaching-Stunden, im Durchschnitt so 40 bis 50 Stunden à 45 Minuten. In dreißig bis vierzig Zeitstunden kann man natürlich schon sehr viel machen und anstoßen. Auch die Geschäftsidee auf Schwächen, Stärken, Chancen und Risiken hin prüfen.

Carola Heine: Da eure Coachings online stattfinden, seid Ihr zeitlich ziemlich flexibel. Aber man kann ja nicht einem Gründer oder einer Gründerin mehrere Stunden Coaching auf einmal geben, das ist zuviel Input.

Roul Radeke: Richtig, zwei Stunden sind schon ganz gut, weil natürlich sehr viele Infos auf die Existenzgründer einprasseln. Die müssen erst mal verarbeitet werden – und dann muss daraus auch erst mal wieder was entstehen. Die Existenzgründer:innen haben im Anschluss auch mal einen Tag Zeit, die Sachen zu verarbeiten, zu Papier zu bringen. Aufgaben zu erledigen, damit man dann ein oder zwei Tage später wieder bei einem weiterentwickelten Stand weitermachen kann.

Carola Heine: Außerdem, das soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, setzt Ihr auch lexoffice ein 🙂 beziehungsweise empfehlt es euren Unternehmer:innen und bietet Buchhaltungs-Coachings an. Außerdem habt Ihr eine Kooperation mit uns, damit noch mehr Menschen von der lexoffice Unternehmenslösung erfahren.

Roul Radeke: Genau. Wir empfehlen es und lexoffice nutze ich aber auch selbst – es ist nun mal super einfach in der Handhabung und das Preis-Leistungsverhältnis ist top. Meine Steuerberaterin ist auch ganz happy damit.

Carola Heine: Das hört sich nach einem gelungenen Schlusswort an! Vielen Dank für deine Zeit.

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