Privatrechnungen

Privatrechnungen benötigen Sie, wenn Sie als private Person etwas verkaufen und der Käufer um eine Rechnung bittet. Hier finden Sie die Grundregeln und Besonderheiten zu dieser Rechnungsform. Mit einer Rechnungsvorlage können Sie einfach eine Privatrechnung erstellen.

Die Grundregel der Privatrechnungen

Folgende Elemente müssen grundsätzlich enthalten sein.

  • Name und Anschrift von Ihnen als Verkäufer
  • Name und Anschrift des Käufers
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Zeitpunkt des Verkaufs
  • Menge und Beschreibung der Ware
  • Hinweis auf Privatverkauf

Die Besonderheiten der Privatrechnungen

Es gelten folgende Besonderheiten.

Als Privatperson dürfen Sie keine Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, ausweisen. Hierbei ist es unerheblich, ob Ihr Käufer ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen ist oder nicht.

Wer muss Privatrechnungen stellen?

Jeder der eine Leistung erbringt, muss überprüfen, ob diese Leistung versteuert werden muss. Ebenfalls zu prüfen ist, ob es sich nicht doch um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Wenn wiederkehrende Einnahmen erzielt werden, dann schreibt §22 EStG die Verpflichtung zur Versteuerung vor. In diesem Fall können Sie keine Privatrechnungen stellen.

Rechnungsvorlage Privatrechnungen

Kostenlose Muster für Rechnungsvorlagen finden Sie hier. Nutzen Sie dort die Vorlage für die Kleinunternehmerregelung § 19 UStG, da diese ebenfalls keine Umsatzsteuer enthält und passen Sie die Vorlage nach Ihren Bedürfnissen an.

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Wussten Sie schon?

Bei Privatverkäufen gibt es keine gesetzlich festgelegt Garantie. Auf Mängel sollte in Privatrechnungen trotzdem hingewiesen werden. Die sicherste Variante ist es, bekannte Mängel aufzunehmen und den Käufer klar darauf hinzuweisen. Die Beschreibung kann dann in der Rechnung mit dem Zusatz ergänzt werden: „Der Käufer wurde auf folgende Mängel hingewiesen…“. Auf Formulierungen in der Form wie „Der Verkauf erfolgt wie gesehen, ohne jegliche Gewährleistung…“  sollte man sich nicht verlassen.