5 Erfolgsfaktoren für die Kanzlei-Website Customer Experience

5 Erfolgsfaktoren für die Kanzlei-Website

Lässt die "Customer Experience" auf Ihrer Website potenzielle und Bestands-Mandant:innen im Regen stehen? Eine Steuerkanzleimarketing Checklist

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Arbeitet Ihre Kanzlei-Website für Sie oder wird es 2022 immer noch umgekehrt sein? Mit smart aufbereiteten Informationen übernimmt Ihre Internetpräsenz das Abklopfen vorm Onboarding und sorgt dafür, dass Sie nur von digital aufgestellten Mandant:innen Ihres Wunschfachgebiets kontaktiert werden.

1. Die Kanzlei-Website als erster Touch Point

Prozessoptimierung ab Erstkontakt: Wenn bereits Ihre Kanzlei-Website auf eine ausschließlich digitale Zusammenarbeit verweist und die von Ihnen verwendeten Software-Lösungen und Optionen auflistet, muss niemand mehr im Erstkontakt die gemeinsamen Möglichkeiten abklopfen, denn zumindest der Digitalfaktor steht bereits fest.

Ihr Onboarding ist komplexer und das macht immer nur der Chef oder die Chefin persönlich? Dann wird es Zeit für eine smarte Datenabfrage durch einen Chatbot oder ein kommunikationsstarkes Kontaktformular. So trennen Sie die Spreu vom Weizen, weil Sie schon vorher die Probleme (und Bereitschaft) potenzieller Mandant:innen erkunden können.

Aber das ist noch nicht alles, was Ihnen einen handkonfektionieren Mandantenregen einbringen kann. Bringen Sie Ihren Kanzlei-Website Content auf das nächste Level.

An Floskeln und Worthülsen rutschen Auge und Hirn gelangweilt ab

„Unser Beratungsangebot ist individuell, effizient und kostentransparent basierend auf unseren xxx Jahren Erfahrung. Über die Details unseres umfassenden Leistungsspektrums im Bereich der Steuerberatung beraten wir Sie gerne im persönlichen Gespräch auf Wunsch auch per Video-Call.“

Solche seriösen, aber langweiligen Einleitungssätze verunzieren mindestens jede zweite Kanzlei-Website. Die Aussage dahinter: Wir sind irgendwelche Steuerberater – mehr Wirkung erzielen Aussagen ohne Eigencharakter nämlich nicht.

Auch der Verweis auf 25 Jahre Kanzleibestand zieht seit dem Digitalisierungsboost nicht mehr so richtig, schreckt eventuell sogar ab. Es sei denn, Sie steigen gleich als innovative Kanzlei ein. Wie wäre es denn mit:

„Als innovative Steuerkanzlei mit Schwerpunkt auf digitaler Zusammenarbeit freuen wir uns darauf, bald mit Ihnen über Ihren Bedarf zu sprechen. Vereinbaren Sie gerne einen Video-Beratungstermin mit Hilfe unseres Assistenten Kuno Kanzlei-Bot – KLICK!“

Die Aussage dahinter: Wir sind moderne Steuerberater:innen mit Spaß an Innovation und könnten auch deine Abläufe optimieren.

Schon haben Sie alle aussortiert, die vor der digitalen Welt zurückscheuen und alle neugierig gemacht, die auf der Suche nach einem modernen Steuerberater oder einer innovativen Steuerberaterin waren.

Natürlich können Sie Ihre Kanzlei in die Steuerberatersuche eintragen, damit die Richtigen Sie finden. Aber auch dann ist Ihre Website der erste Kontakt.

Die Kanzlei-Website und ihre Farben

Ist Ihnen schon aufgefallen, wie viele Internetseiten von Steuerkanzleien sich ähneln? Nicht nur, weil gefühlt die ganze Welt ähnliche WordPress-Templates verwendet.

Sondern auch, weil der Business-Aspekt einer Zusammenarbeit oft durch Grau mit Blau, Grau mit Grün, Blau mit Schwarz und so weiter betont werden soll. Als wären Steuern für die meisten der potenziellen Mandant:innen nicht schon trübe genug.

Auch mit klassischen Farbkombinationen haben Sie aber viele Möglichkeiten, sich aus dem optischen Einheitsbrei abzuheben. Mit Farbtupfern in einer Kontrastfarbe, einer für Ihre Kanzlei stehenden Illustration oder durch „heraus-ragende“ Fotos.

Kommt Ihre Kanzlei-Website durch den Praxistest?

Alle strategischen Überlegungen sind witzlos und die beste Navigation nutzt allerdings nichts, wenn Ihre Ladezeiten nicht zufriedenstellend sind. In unseren mobilen und schnelllebigen Zeiten verlieren potenzielle Mandant:innen sofort das Interesse, wenn Ihre Kanzlei-Website zu langsam lädt.

Es gibt statistische Auswertungen von Google direkt, dass eine halbe Sekunde mehr die Datenzugriffe der Nutzer:innen um 20% senken kann. Stellen Sie sich vor, wie viele potenzielle Kontakte Sie dann durch das prachtvolle (leider nicht optimierte) Teamfoto und das nette (extern eingebundene) Begrüßungsvideo verlieren, bei denen Sie einfach ein bisschen Geduld vorausgesetzt haben.

Zum Glück sind die Ladezeiten Ihrer Kanzlei-Website etwas, das sich in nur vier Schritten sehr komfortabel prüfen und verbessern lässt.

2. Mobile First ist das Motto der Stunde

Es genügt nicht, dass man Ihre Kanzlei-Website irgendwie auch auf dem Smartphone öffnen kann. Sie muss ein ausgezeichnetes Benutzererlebnis bieten, eine klare Navigation besitzen, auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut lesbar sein und die Möglichkeit bieten, Ihnen auch ohne Mailprogramme eine Kontaktanfrage zu senden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, prüfen Sie die Darstellung mit einem Responsive Design Viewer Tool.

3. Investieren Sie in gutes Hosting

Gehört Ihre Kanzlei-Website zu denen, die schon lange Jahre bei einem Hosting-Provider liegt? Die Ansprüche an Webhosting haben sich geändert. Oft sind Sonderangebote vom Massen-Hosting komfortabel zu administrieren, aber die technischen Ergebnisse in Bezug auf Ladezeiten sind nicht gut. Scheuen Sie bitte nicht den Umzug, ein schnellerer Hosting Provider kann Ihr Suchmaschinenranking enorm verbessern – und Sie können ganze Imap-Postfächer mühelos sichern und übertragen, auch solche früher aufwändigen Abläufe sind inzwischen gut organisiert.

4. Optimieren Sie sämtliche Bilder

Aussagekräftige Fotos und gute Grafiken sind unerlässlich für die emotionale Kommunikation, die Grundlage jeder Geschäftsbeziehung ist: Vor allem, wenn diese sich noch über die Kanzlei-Website in der Anbahnungsphase befindet. Bilder verbessern das Nutzererlebnis und helfen Ihrem Marketing, können aber die Ladezeiten verringern. Quälen Sie sich nicht mit manuellen Prozessen für Ihr Blog und Ihre Texte, für das alle Mitarbeiter:innen ein Grafiktool erlernen müssen, sondern lassen Sie auf Ihrem Webspace einfach ein automatisiertes Resize-Tool wie Shortpixel mitlaufen.

5. Entrümpeln Sie den Plugin-Vorrat

Wenn Ihre Plugins sauber installiert sind bzw. fehlerfrei eingerichtet, beeinflussen sie die Ladezeiten kaum. Aber ein Konflikt zwischen den Ergänzungen oder ein veraltetes oder zu viele zusätzliche Apps können die Leistung Ihrer Kanzlei-Website stark beeinträchtigen. Die erste Frage lautet also immer: Welche Plugins laufen? Was die Funktionen angeht: Welche braucht man wirklich oder welche können mit einem minimalen Aufwand handcodiert werden? Sind alle Erweiterungen auf dem aktuellsten Stand?

Wenn Sie jetzt eine Technik To-do-Liste haben ….

Sollten sich nun viele neue Aufgaben rund um die Kanzlei-Website aufgetan haben, dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Eine Internetpräsenz ist niemals fertig, veraltet nach fünf Minuten und hat immer Luft nach oben. Deshalb ist sie ja so spannend. Viel Erfolg!

lex' talk about tax - der Podcast von lexoffice zur Zukunftskanzlei

Der Podcast greift die Themen der #Zukunftskanzlei auf: neue Arbeitsfelder für Steuerberater, Menschen aus der Branche mit ihren Erfahrungen, moderne digitale Technologien und konkrete Tipps, die schon heute umsetzbar sind. Deine Gastgeber, Carola Heine und Olaf Clüver aus dem lexoffice Team, sind für dich der Zukunft auf der Spur. Dazu bringen sie eigenen Themen ein und lassen im Gespräch mit Gästen die Sprühfunken fliegen. Sei dabei in der Runde, freue dich auf neue Einblicke und hole dir den Extra-Schub auf der Zukunftsgeraden.

Startklar? Dann heißt es wieder einmal „Auf in die Zukunft!“

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