Steuerberaterhonorar

Das Steuerberaterhonorar: Was Sie als Existenz- und/oder Unternehmensgründer darüber wissen sollten

Nicht nur zu Beginn Ihrer Existenzgründung kann Ihnen ein Steuerberater professionelle Hilfe leisten, sondern er hat auch die Möglichkeit, Ihnen ebenso beratend und tatkräftig auf dem Weg Ihres Unternehmens zur Seite zu stehen. Doch wie ist es mit den Leistungs-Kosten eines Steuerberaters? Die Antworten auf diese Frage gibt Ihnen der folgende Beitrag.

Wie berechnet sich das Steuerberaterhonorar generell?

Das Honorar für einen Steuerberater richtet sich natürlich danach, mit welchen Leistungen er für Sie tätig wird. Laut der Steuerberatervergütungsverordnung, kurz StBVV genannt, darf er zum Beispiel für eine Erstberatung höchstens den Betrag von 190,00 Euro veranschlagen. Jedoch kann die Vergütung für die meisten Leistungen nicht eindeutig festgelegt werden. Generell existieren für das Honorar des Steuerberaters folgende Berechnungsfaktoren:

Die Wertgebühr

Das Steuerberaterhonorar fußt überwiegend auf diesem Faktor. Zur Berechnung wird der sogenannte Gegenstandswert festgesetzt, der, wie Sie sicherlich bereits vermuten, vom Wert des Gegenstandes der beruflichen Steuerberatertätigkeit abhängt. Sofern Sie sich beispielsweise als freiberuflicher Ingenieur selbständig machen möchten und Ihren Steuerberater mit der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung beauftragen, so entspricht der Gegenstandswert der Summe Ihrer erzielten Einkünfte. Das Steuerberaterhonorar wird in diesem Fall nach dem Gegenstandswert gestaffelter Gebührentabellen anhand der StBVV festgesetzt. Es gilt der Grundsatz, dass je höher der Gegenstandwert ist, desto höher ist auch das Steuerberaterhonorar.

Die Zehntelsätze

Damit sind bestimmte Vergütungsspannen gemeint, die Ihr Steuerberater auf die festgesetzten Gebühren in Anwendung bringen darf. Diese sind ebenso in der StBVV exakt festgelegt. Diese Zehntelsätze hängen wesentlich von drei Kriterien ab:

  • Dem Aufwand des Steuerberaters, denn Belege, die Sie ihm in einem Schuhkarton überreichen, erfordern einen höheren Arbeitsaufwand als wenn Sie ihm Ihre gesamten Dokumente in einem sauber sortierten Aktenordner überreichen.
  • Auch Ihr Umsatz respektive Ihr Ertrag sind maßgeblich
  • Die Haftungsrisiken des Steuerberaters spielen ebenfalls eine große Rolle.

Sollte allerdings der Höchstsatz der Vergütung den Aufwand der Tätigkeit nicht abdecken, so kann der Steuerberater mit Ihnen auch ein festes Honorar vereinbaren.

Die Betragsrahmengebühr und die Zeitgebühr

Ebenso besteht die Möglichkeit, das Steuerberaterhonorar für bestimmte, festgelegte Tätigkeiten auch anhand der Betragsrahmengebühr und der Zeitgebühr zu berechnen. Letztere beträgt nach der StBVV zwischen 30,00 Euro und 70,00 Euro je angefangener halben Stunde. Diese Gebührenart kommt beispielsweise bei der Prüfung von Steuerbescheiden als Berechnungsgrundlage für die Kosten des Steuerberaters zum Tragen. Die Betragsrahmengebühr findet dagegen nur bei einigen Tätigkeiten, wie beispielsweise bei der Lohnbuchführung Verwendung, wobei feste Eurobeträge gelten, die wiederum in der StBVV niedergelegt sind.

Welche Kosten auf Sie bei der Existenzgründerberatung durch einen Steuerberater zukommen

Sollten Sie sich an einen auf diesem Gebiet spezialisierten Steuerberater wenden, berechnet sich sein Steuerberaterhonorar NICHT nach den Vorgaben der StBVV. Er könnte Ihnen in diesem Zusammenhang zum Beispiel bei der Beantragung staatlicher Fördermittel oder der Erstellung Ihres Businessplanes helfen. In solchen Fällen rechnet er nach seinem Zeitaufwand sowie der Schwierigkeit der Beratungsleistung ab. Das bedeutet im Klartext, dass hier das Steuerberaterhonorar je nach Steuerberater variieren kann. Daher ist es zu Vermeidung böser Überraschungen ratsam, wenn Sie bereits vor der Beratung eine schriftliche Vereinbarung über das Honorar treffen.

Warum sollten Sie sich mit dem Thema „Steuerberaterhonorar“ auseinandersetzen?

Entscheidend kommt es darauf an, welche Art und Größe eines Unternehmens Sie realisieren möchten. Sicherlich können Sie gegebenenfalls als Freelancer oder Ein-Mann/Frau-Unternehmen besonders in der Aufbauphase auf einen Steuerberater verzichten. Wenn Sie jedoch Fördergelder beantragen oder eine besondere rechtliche Gesellschaftsform Ihres Betriebes ins Auge fassen, kann die Beratung eines versierten Steuerfachmannes äußerst sinnvoll sein. Ein weiterer Pluspunkt bei der Beauftragung eines Steuerberaters besteht darin, dass sich die Fristen zur Abgabe für die Einkommens-, Gewerbe- sowie Körperschaftssteuer dahingehend verlängern, dass Sie diese nicht bis zum 31. Mai des Folgejahres, sondern meist erst bis zum 31. Dezember abzugeben brauchen. Auch muss der Steuerberater bei einem Fehler haften und hat Ihnen Schadenersatz zu leisten.

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