3D Werkstatt

„Mitarbeitergewinnung in der Kanzlei“ 3D-Workshop

New Work, neue Zeiten und stetiger Wandel: Was passt mitten in der digitalen Transformation besser als ein virtueller Workshop zur #zukunftskanzlei ?

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Mitarbeiter:innen sind das Herzblut jeder Kanzlei, weiß Branchenexpertin Angela Hamatschek von den Kanzleioptimisten. Wie Beratungskanzleien dem Fachkräftemangel wirksam entgegentreten können, warum dieser Workhop in einer virtuellen 3D-Umgebung stattfindet und wo Steuerberatende heute das Umdenken lernen sollten, erzählt uns Angela in diesem Interview.

Angela Hamatschek Insolvenzantragspflicht

Angela Hamatschek

Ich bin Angela Hamatschek, ich bin Kanzleioptimistin und mein Ziel ist es, Steuerberatern ihre Chancen aufzuzeigen: Denn die gibt es, die werden ihnen in Sachen Beratung und Zusammenarbeit mit den Mandanten heute sozusagen auf dem Tablett serviert.

In dem Zusammenhang berate ich zu dem spannenden Thema „Was können Kanzleien tun, um sich mit ihren Mitarbeitern gemeinsam in Richtung Beraterkanzlei zu entwickeln?“

Carola Heine: Hallo Angela, wir kennen dich ja schon lange aus dem Projekt Zukunftskanzlei und bei unserem Podcast warst du auch schon zu Gast, ebenso wie deine Optimistenkomplizin Cordula Schneider.

Jetzt moderieret Ihr also einen 3D-Workhop zum Thema Mitarbeitergewinnung in der Kanzlei – was ist so anders an eurem Workshop? Kannst du uns darüber mehr erzählen?

Wir treffen uns im virtuellen Raum und bilden Arbeitsgruppen

Angela Hamatschek: Gerne. Das Besondere daran ist, dass unser 3D-Workshop in einem echten virtuellen Raum stattfinden wird: Es ist ein Gebäude, da trifft man sich dann mit den anderen Avataren zum Beispiel im Atrium. Den eigenen Avatar kann man frei gestalten und auch entscheiden, wie man aussehen möchte. Dann trifft man sich mit den anderen Teilnehmenden im Gebäude, erst mal im Plenum. Dort gibt es einen großen Bildschirm und wir halten einen Eröffnungsvortrag.

Danach werden die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen zu den Themen aufgeteilt, die sie besonders interessant gefunden haben – das ist der Vorteil an einem 3D-Workshop, man bleibt am Platz sitzen und kann sich doch aufteilen und in einen Raum „gehen“, um gemeinsam das Whiteboard in der Software zu nutzen und an Ergebnissen zu arbeiten.

Was ich besonders witzig und cool finde, weil ich es vorher nicht kannte: Man kann andere Avatare auch antippen und mit ihnen in einen Chat gehen wie bei einem Gespräch im echten Leben. Man geht aneinander vorbei, begegnet sich und kann sagen „Hallo, wer bist du? Ich bin die Angela – wie denkst denn du zu diesem Thema?“

Carola Heine: Die 3D-Workshops sind wirklich toll, lexoffice hatte auch schon solche Events für die #zukunftskanzlei. Für die Teilnehmenden ist das wirklich ein Erlebnis, das sich in der Erinnerung verankert.

Aber sag doch mal bitte, was steht konkret auf Eurer Agenda? Recruiting, die passenden Mitarbeiter:innen finden, aber wie geht Ihr dieses Thema an?

„Was kommt, was bleibt? Perspektiven, um Mitarbeiter:innen zu halten.“

Angela Hamatschek: Unsere Veranstaltung steht unter dem Motto „Was kommt, was bleibt? Perspektiven, um Mitarbeiter:innen zu halten.“

Wir werden zwei Aspekte herausarbeiten. Welche Art von Mitarbeitern beziehungswelche welche Kompetenzen brauchen Mitarbeiter:innen heute, damit auch in Zukunft die betreffende Kanzlei gut aufgestellt ist? Das ist der Aspekt die Kanzlei betreffend. Der zweite beschäftigt sich mit den Erwartungshaltungen von Mitarbeitern heute und in Zukunft: Was wünschen Sie sich von ihrem Arbeitsplatz, damit sie sich wohlfühlen – damit sie gerne bleiben?

Carola Heine: Euer Workshop richtet sich also an Führungskräfte?

Angela Hamatschek: Genau, an Kanzlei-Inhaber:innen und ihr Berater, die sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen und mit Lösungen wieder heimgehen wollen: „Was braucht meine Kanzlei, was braucht der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin und was brauche ich.“

Carola Heine: Eine virtuelle Umgebung wählen, die alles abbildet, was gerade so dynamisch in Bewegung ist, das ist auf jeden Fall eine gute Idee und erleichtert auch das Aufnehmen von frischem Input. Hat Digitalisierung dann auch in euren Themen ihren Platz?

Angela Hamatschek: Ja, denn einerseits ist natürlich diese Plattform sehr spannend, andererseits arbeiten Kanzleien und Mandanten heute hybrid zusammen und es muss langsam ein Selbstverständnis dafür entwickelt werden, dass es online ebenso gut funktioniert als wenn man in einem Raum am Tisch sitzt. Noch herrscht häufig dieses Gefühl vor „persönlich ist besser“.

Carola Heine: Virtuelle Betreuung ist persönlich. Oft sogar näher als ein gegenseitiger Besuch. Es gibt keinen Unterschied, als wäre es ein echter oder ein unechter Kontakt, es ist die gleiche Welt und die digitale bringt sogar noch einiges an Vorteilen an. Es ist einfach nur eine andere Ebene.

Angela Hamatschek: Genau, und ich bin ja ein großer Fan der Frage „Wie kombinieren wir diese beiden Welten zielführend?“ So dass alle den größtmöglichen Nutzen haben.

Carola Heine: War es das, was dich daran so gereizt hat, diesen Workshop zu geben?

Angela Hamatschek: Einmal das, und das Arbeiten mit Avataren. Denn ich bin ja ein so neugieriger und aufgeschlossener Mensch, der gerne neue Formate probiert und schaut, ob und wie sie funktionieren.

Virtuelle Welten bieten einfach eine ganz andere Form des Kennenlernens und des Austauschs an, das haben wir im vergangenen Jahr deutlich gemerkt, als wir in unserem Netzwerk delfi.net keinen einzigen Workshop im Hotel machen konnten wie früher.

Vor allem aber hat mich das Thema gereizt, das ein so wichtiges und zentrales ist. Kanzleien müssen sich mit ihrer Entwicklung im Team auseinandersetzen. Dieses „wie will ich aufgestellt sein und was brauche ich dafür“ ist so ein Herzensthema von mir.

Mitarbeiter sind Herz und Herzblut jeder Kanzlei.

Auf der einen Seite wird viel geklagt, Fachkräftemangel gibt es ja auch wirklich. Auf der anderen sehe ich als Kanzleibegleiterin bei der Suche nach Mitarbeitern auch tolle Kanzleien, bei denen sich niemand bewirbt, weil sie nicht in einer schicken Metropole sind, da kriegt man wirklich das Heulen. Mit solchen Möglichkeiten der hybriden Zusammenarbeit eröffnen sich ganz neue Chancen Mitarbeiter zu gewinnen, Kanzleien sollten diesbezüglich viel mehr ausprobieren.

Warum kann eine Kanzlei im Sauerland nicht Mitarbeiter aus dem bayrischen Wald haben, zum Beispiel?

Carola Heine: Das bringt ja auch Herausforderungen mit sich, mit denen vor wenigen Jahren noch niemand gerechnet hat.

Angela Hamatschek: Es wird auch nicht alles immer von vornherein funktionieren. Das wirft Fragen auf wie „Wenn ich einen Mitarbeiter, der 300 km entfernt sitzt und und nie bei uns in der Kanzlei ist: Wie erzeuge ich Loyalität, wie erzeuge ich Bindung über so eine Distanz?“

Technische Lösungen und virtuelle Welten sind da natürlich eine absolute Hilfe. Was das Recruiting für Kanzleien angeht, so wird auch häufig vergessen zu zeigen, wie spannend der Alltag in einer Steuerkanzlei heute auch sein kann.

In einer Kanzlei zu arbeiten ist kommunikativ, hoch anspruchsvoll und schon deswegen sehr spannend, weil ich mit den Zahlen über meine Mandanten ja unglaublich viel weiß. Wenn ich damit gut umgehe, die richtigen Fragen stelle und die passenden Angebote mache, dann ist das ein richtig toller Job.

Carola Heine: Stimmt, und dieses Modell der #Zukunftskanzlei oder Beraterkanzlei verdient immer noch viel mehr Aufmerksamkeit, als es bekommt. Aber das ändert Ihr ja gerade.

Viel Erfolg mit eurem 3D-Workshop und erzählt und später gerne, wie das Angebot angenommen wurde!

lex' talk about tax - der lexoffice Podcast zur Zukunftskanzlei

Der Podcast greift die Themen der #Zukunftskanzlei auf: neue Arbeitsfelder für Steuerberater, Menschen aus der Branche mit ihren Erfahrungen, moderne digitale Technologien und konkrete Tipps, die schon heute umsetzbar sind. Deine Gastgeber, Carola Heine und Olaf Clüver aus dem lexoffice Team, sind für dich der Zukunft auf der Spur. Dazu bringen sie eigenen Themen ein und lassen im Gespräch mit Gästen die Sprühfunken fliegen. Sei dabei in der Runde, freue dich auf neue Einblicke und hole dir den Extra-Schub auf der Zukunftsgeraden.

Startklar? Dann heißt es wieder einmal „Auf in die Zukunft!“

  • Foto: Adobe Stock Pixel-Shop
Über die Autorin
Carola Heine
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