Prokrastinieren Sie nicht die Kanzleidigitalisierung

Prokrastinieren Sie nicht die Kanzleidigitalisierung

Warum Abläufe ändern, wenn Sie sowieso mehr als genug Mandate haben? Wir sagen Ihnen, warum.

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Unternehmen wünschen sich digitale Kanzleien, selbst die Einzelkämpfer:innen unter den Mandantinnen und Mandanten gehen von automatisieren Prozessen aus. Der Kanzleidigitalisierung elegant auszuweichen vermeidet also tatsächlich gar keinen Stress – sondern erzeugt noch mehr davon.

Verdrängung erzeugt kurz- und langfristig mehr Stress als die tatsächliche Umsetzung der Kanzleidigitalisierung

Die Steuerbranche ist unter Druck und wird fast wöchentlich mit neuen Zusatzaufgaben konfrontiert. Kein Wunder, dass immer noch viele Kanzleien nach dem Motto „never change this running system“ arbeiten und sich nicht mit der herausfordernden Aufgabe auseinandersetzen, mit dem ganzen Team den Wandel in Angriff zu nehmen. Wer schon Stress hat, sucht ja keinen weiteren.

Doch diese Aufgabe vor sich her zu schieben ist nur ganz kurz verlockend. Denn es erzeugt mehr Stress als Sie vermeiden, wenn Sie der größten Entwicklung Ihres Berufsstands ausweichen und sie für ihr eigenes Team verzögern. Ständig daran erinnert werden Sie ja sowieso:

  • Mandant:innen fragen
  • Beraterfirmen klingeln an
  • Gesetzesänderungen sind digital umsetzbar
  • Potenzielle Mitarbeiter:innen fragen danach
  • Bestandsmitarbeiter:innen inzwischen auch
  • Kollegen erzählen begeistert
  • Branchentreffen sind voll vom Thema

Immer wieder die Position einzunehmen, dass es auch ohne echte Kanzleidigitalisierung gehen kann, das stresst langfristig viel mehr als das Aufschieben durch ein Zukunftsprojekt zu beenden.

Zumal im Laufe der Zeit auch noch das Gefühl heranwächst, dass Sie eigentlich immer mehr und noch mehr aufholen müssten und der Berg irgendwann so unüberwindlich wird, dass Sie die Entwicklung sowieso nicht mehr einholen.

Das zumindest ist nicht so:

Digitalisierung ist ein Mindset und kein Wettbewerb, bei dem Sie verlieren können

Sie haben jederzeit die Gelegenheit, in der gewünschten Größenordnung einzusteigen. Wenn Sie der Digitalisierung stattdessen aktiv ausweichen, steigt in Ihrem Team auch die Wahrscheinlichkeit von Konflikten.

Wenn Anfragen nicht zufriedenstellend beantwortet werden können, Mitarbeiter:innen darauf warten müssen, dass andere einen Vorgang beenden oder Belege im Karton hin- und hergeschickt werden nämlich. Immer wenn Sie Dinge manuell machen, die inzwischen komfortabel digital laufen könnten, steigen die Fehlerquoten und der Frust. So erzeugen Sie immer mehr Stress durch den Versuch, welchen zu vermeiden.

Nehmen Sie einen lexpresso mit uns?

Technologien, Automatisierung und Vernetzung – darauf fokussierte unser hybrides Event lexpresso 2022. Gemeinsam mit Selbstständigen, Kleinunternehmen, Steuerkanzleien, Schnittstellenpartner, Finanzdienstleistern und Wirtschaftsexperten diskutierten wir darüber, was schon heute möglich ist, was die nahe Zukunft bringt, wie wir ein Teil davon werden.

Schauen Sie sich die Aufzeichnungen an, um zu erleben, was „beyond Buchhaltung“ schon jetzt auf Sie wartet, wenn Sie sich mit Kanzleidigitalisierung beschäftigen wollen.

lexoffice Steuerberater-Infos

5 Tipps, um dem Prokrastinieren der Kanzleidigitalisierung ein Ende zu setzen

Das Beste an der Digitalisierung ist, dass jede Kanzlei ein Modell entwickeln kann, das perfekt passt – und auch in einem längeren Prozess hineinwachsen kann.

Außerdem hat es schließlich gute Gründe, dass so viele Steuerberater:innen völlig begeistert von den neuen Möglichkeiten sind: Zeit, Geld und Nerven sparen und dabei zukunftsträchtig arbeiten, was will man mehr?

1. Erinnern Sie sich daran, weshalb Sie eine Kanzlei haben wollten

Zu oft schieben wir Aufgaben vor uns her, die uns stressig erscheinen. Warum sollten wir schließlich unsere Zeit verschwenden? Doch wenn Sie sich wieder daran erinnern, was Ihre Ziele sind und welche Art von Unternehmen Sie führen möchten, dann fällt es Ihnen leichter, sich „endlich“ aufzuraffen.

2. Denken Sie daran, dass Digitalisierung für Menschen ist

Stellen Sie sich nun vor, wie das Leben aller Beteiligten aussehen wird, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben. Konzentrieren Sie sich ganz auf den Nutzen und den Mehrwert für Mitarbeiter:innen und Mandant:innen. Es wird sich gut anfühlen, wenn die Hürden überwunden sind und das Leben leichter ist.

3. Vergleichen Sie sich nur noch, um etwas von anderen zu lernen

Es wird immer eine Kanzlei geben, die weiter ist in Sachen Digitalisierung und ebenso eine, die hinter Ihrer zurücksteht. Das ist für Ihren Erfolg nicht relevant, denn Vergleiche kosten nur Energie. Es sei denn, Sie nutzen den Austausch mit befreundeten Kolleg:innen, um Best Practices zu tauschen.

4. Schrauben Sie den Perfektionismus auf 50% runter

Das Gefühl, eine Kanzleidigitalisierung ganz oder gar nicht und hundertprozentig perfekt machen zu sollen, kann sehr lähmend sein. Da sich alles immer in Bewegung befindet, gibt es kein erreichbares bestes Ergebnis. Sie lernen, während Sie umsetzen – und als erstes lernen Sie am besten, dass „begonnen“ besser als „perfekt auf dem Papier geplant“ ist.

5. Gönnen Sie sich die besten Seiten der technischen Entwicklung

Orts- und zeitunabhängiges Arbeiten, begeisterte Mandant:innen, bessere Auffindbarkeit als digitale Kanzlei und die Möglichkeit, Mitarbeiter:innen zu schulen oder sogar zu Coaches zu machen. Legen Sie vorher Ihre Meilensteine fest und belohnen Sie sich selbst, wenn diese Ziele erreicht werden.

Mit einer App gegen Prokrastination zum Beispiel, oder einfach einem temporären Arbeitsplatz im Strandcafé.

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Hören, wie andere den Einstieg wagen: lex‘ talk about tax

lex' talk about tax - der Podcast von lexoffice zur Zukunftskanzlei

Der Podcast greift die Themen der #Zukunftskanzlei auf: neue Arbeitsfelder für Steuerberater, Menschen aus der Branche mit ihren Erfahrungen, moderne digitale Technologien und konkrete Tipps, die schon heute umsetzbar sind. Deine Gastgeber, Carola Heine und Olaf Clüver aus dem lexoffice Team, sind für dich der Zukunft auf der Spur. Dazu bringen sie eigenen Themen ein und lassen im Gespräch mit Gästen die Sprühfunken fliegen. Sei dabei in der Runde, freue dich auf neue Einblicke und hole dir den Extra-Schub auf der Zukunftsgeraden.

Startklar? Dann heißt es wieder einmal „Auf in die Zukunft!“

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