Roaring Retention

Das Gegenmittel gegen Quiet Quitting? Roaring Retention!

Im Fachkräftemangel-Bingo gibt es derzeit fast wöchentlich neue Ergänzungen für den Arbeitgeber:innen-Wortschatz

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Roaring Retention als Gegengift zum „Quiet Quitting“ ist diesmal kein TikTok-Trend, sondern eine Aufforderung an Führungskräfte im Buchhaltungsbereich. Der Begriff wurde erschaffen von Sandra L. Wiley für das Magazin Accounting Today, in dem sie die schlimmsten Symptome der Arbeitszeitenabsitzer auflistet.

Was heißt „Roaring Retention“?

Ganz frei übersetzen könnte man Roaring Retention mit „Endlich Volldampf voraus für Maßnahmen der Mitarbeiterbindung!“ Kein neues Thema also, aber eines, das heute immer besser gelöst werden muss, weil sonst die Mitarbeiter:innen eine Kanzlei verlassen.

In dem Fachartikel für Buchhaltungsführungskräfte (lesbar nach kostenloser Registrierung) nimmt sich die Autorin Schritt für Schritt 4 typische Symptome der „Quiet Quitter“ vor und macht wertvolle Vorschläge, wie Sie als Chefin oder Chef jeweils die Gegenmaßnahmen einleiten könnten.

Doch sind flexible Arbeitszeiten wirklich die beste Gegenmaßnahme, wenn jemand täglich zu spät kommt – oder verschiebt sich damit nur das Ärgernis auf eine andere Ebene? Gleitende Zeiten sind zwar generell eine gute Idee, können aber immer nur eine unterstützende Maßnahme sein.

Das Problem am Quiet Quitting sind gar nicht die einzelnen Stellschrauben, die Optimierungspotenziale haben und bisher brachliegen. Sondern die sich ins Fäustchen lachende Einstellung, dass man am Arbeitsplatz heimlich, still und leise so wenig wie möglich tun sollte und dabei durchklingt, dass der Dialog mit der Führungskraft gar nicht erst gesucht wird. „Ätsche bätsch, ich mache nicht mehr als ich muss“ ist nun mal keine Diskussionsgrundlage.

7 essentielle "Roaring Retention" Tipps

1. Sorgen Sie für ein modernes Arbeitsumfeld mit Entwicklungsmöglichkeiten und die entsprechenden Schulungen für die digitale Kanzlei.

2. Erforschen Sie die Aufstiegs- und Entwicklungswünsche der einzelnen Mitarbeiter:innen und arbeiten Sie gemeinsam daran.

3. Verbessern Sie nicht nur den Onboaring-Prozess für neue Mitarbeiter:innen, sondern erschaffen Sie auch einen für bessere Kanzleikultur.

4. Etablieren Sie Strukturen und Werkzeuge, um dauerhafte Belastungen und Überforderungen strategisch zu vermeiden.

5. Prüfen Sie, welche Mandate Ihre Ressourcen fressen, ohne sich zu lohnen und kündigen Sie diese für mehr Arbeitsqualität fürs Team.

6. Ermöglichen Sie flexible Arbeitszeiten, mobile Arbeitsplätze und passgenaue Teilzeitoptionen, um Menschen zu halten.

7. Belohnen Sie digitalen Einsatz und gutes Mandantenfeedback zu innovativen Tools strategisch. Sorgen Sie für Wertschätzung und Anerkennung.

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Diversity – die Anerkennung und gezielte Forderung und Förderung von Integration und Toleranz – stellt sicher, dass alle sich wohlfühlen.

Eine Chefin oder ein Chef, die regelmäßig und gemeinsam mit allen Mitarbeiter:innen an einer wertschätzenden Kanzleikultur arbeiten.

Veränderungsbereitschaft, wenn der bisherige Zustand als nicht optimal empfunden wird, und zwar völlig egal, worum es im Detail geht.

Gemeinsame Werte und Ziele, die Mitarbeiter:innen motivieren und Zusammenhalt erst möglich machen und klar kommuniziert werden.

Eine offene und wertschätzende Feedback-Kultur, die tatsächlich zu Ergebnissen führt: mit externer Hilfe, wo immer es hilfreich ist.

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Startklar? Dann heißt es wieder einmal „Auf in die Zukunft!“

FAQ:

Was ist Roaring Retention?

Retention steht für Mitarbeiterbindung und „Roaring Retention“ ist ein griffiger Ausdruck als Gegenmaßnahme zum Trend-Begriff „Quiet Quitting“, der sich mit Menschen beschäftigt, die nur das Allernötigste im Job tun bzw. ihn sogar einfach absitzen.

Woher stammen diese Buzzwords der Arbeitswelt?

Der Ausdruck Roaring Retention wurde im Oktober 2022 von Sandra L. Wiley für das Magazin Accounting Today geprägt. Quiet Quitting erfand Brian Creely, der als Karriere-Coach und Influencer im März 2022 den Begriff prägte.

Warum werden wir mit solchen Buzzwords geflutet?

Ähnlich wie Hashtags fassen die Arbeitswelt-Buzzwords eine kompakte Stimmung in wenigen Worten verständlich zusammen. Das erleichtert das Sammeln von Stimmen und Meinungsbildern und so entstehen Trends. Man muss sie nicht lieben, um sie zu kennen.
Über die Autorin
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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