Bilanzanalyse

Die Bilanzanalyse kann intern und extern erstellt werden

Die Bilanzanalyse ist auch unter dem Begriff der Jahresabschlussanalyse bekannt. Bilanzierende Unternehmen müssen ihre derzeitige und zukünftige wirtschaftliche Lage in einem Jahresabschluss darstellen. Er setzt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und Anhängen zusammen. Die Erstellung erfolgt vom Unternehmen selbst oder durch externe Kräfte. Die Bilanzanalyse ermittelt aus dem Jahresabschluss relevante betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Aus den Werten sollen Möglichkeiten und zukünftige Entwicklungen abgeleitet werden. Die Bilanzanalyse verfolgt zwei verschiedene Ziele: Zum einen soll die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses sicher gestellt werden. Zum anderen wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmen betrachtet. Für die Erstellung vom Jahresabschluss existieren verschiedene gesetzliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Nicht nur das Erstellen des Abschlusses ist gefordert, es müssen alle formalen und materiellen Vorgaben erfüllt werden. Im deutschen Recht werden die wesentlichen Gesetze im HGB geregelt. Eine zentrale Aussage findet sich in § 264 Abs. 2. Sie besagt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung zu erfolgen hat. Es soll eine Abbildung der tatsächlichen wirtschaftliche Lage des Unternehmens erfolgen. Die Buchhaltung-Software Lexoffice eignet sich, um die ordnungsgemäße Buchführung während des Geschäftsjahres durchzuführen und somit die Grundlage für den Jahresabschluss und die Bilanzanalyse zu bilden.

Informationen zur Bilanzanalyse

Der Jahresabschluss unterliegt gesetzlichen Vorschriften. Für die Bilanzanalyse wählen die Unternehmen geeignete Kennzahlen und Analysemethoden aus. Es besteht sowohl im Unternehmen als auch bei externen Partnern Interesse, die wirtschaftliche Situation der Firma einzuschätzen. Das Controlling hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen immer größer werdenden Stellenwert in modernen Unternehmen eingenommen. Die Bestimmung von Kennzahlen und die Anfertigung von Analysen ist der erste Schritt, um die Chancen und Risiken von Unternehmen zu ermitteln. Für die Ausführung sind Controller und Manager zuständig. Entscheidend ist, die Koordination und Zusammenarbeit in einem ausreichenden Maße zu realisieren. Nur wenn die Ergebnisse der Bilanzanalyse genutzt werden, war die Durchführung erfolgreich.

Wer hat Interesse an den Ergebnissen einer Bilanzanalyse?

Die Bilanzanalyse spiegelt die wirtschaftliche Situation des Unternehmens wieder. Aus diesem Grunde haben Geschäftspartner, Gläubiger und viele weitere Personengruppen ein Interesse an den Ergebnissen. Ratingagenturen möchten das Unternehmen bewerten und benötigen hierfür verschiedene Informationen. Konkurrenten wollen sich ebenfalls einen Überblick über die vorliegende Situation verschaffen. Die Bilanzanalyse kann sowohl intern im Unternehmen als auch extern erfolgen. Dem Unternehmen selbst liegen wesentlich mehr Informationen als außenstehenden Gruppen vor. Aus diesem Grunde ist eine vom Unternehmen erstellte Auswertung genauer. Sie kann an das Controlling weitergereicht werden. Die Bilanzanalyse kann auch dazu verwendet werden, eine Unternehmensbewertung zu ermitteln.

Verschiedene Formen der Bilanzanalyse

Man unterscheidet zwischen der qualitativen und der quantitativen Bilanzanalyse. Die qualitative Bilanzanalyse konzentriert sich vor allem auf die verstärkte Auswertung vom Lagebericht und dem Anhang. Die Situation des Unternehmens soll ohne die starren Grenzen der Mathematik bewertet werden. Bei der quantitativen Bilanzanalyse werden vor allem Kennzahlen bestimmt. Da zahlreiche unterschiedliche Kennzahlen existieren, muss eine Auswahl geeigneter Teilbereiche erfolgen. Es ist wichtig, die Ziele der Bilanzanalyse zu berücksichtigen. Bezüglich des Umfangs der Kennzahlen muss das richtige Mittelmaß gefunden werden. Werden zu viele Kennzahlen ausgewählt, leidet die Übersichtlichkeit. Zu wenige Berechnung führen zu einer zu geringen Aussagekraft. Während für einige Rechnungen Informationen aus der Buchhaltung-Software (beispielsweise Lexoffice) oder anderen internen Daten des Unternehmen wichtig sind, können viele Kennzahlen auch auf der Basis des Jahresabschlusses erstellt werden. Die Rentabilitätsanalyse ist ein Gebiet der Bilanzanalyse und umfasst unter anderem die Kapitalumschlagshäufigeit und die Cash-Flow-Rentabilität. Weitere Bereiche sind die Liquditätsanalyse, die Finanzierungsanalyse, die Ergebnisanalyse und die Vermögensanalyse.