Forderungsmanagement

Der professionelle Umgang mit offenen Forderungen

Das Forderungsmanagement ist ein Teilbereich des Rechnungswesens. Im Forderungsmanagement befasst man sich damit, offene Forderungen möglichst zügig einzufordern und auszugleichen. Begriff und Vorgehensweise stammen ursprünglich aus dem anglo-amerikanischen Raum, sind mittlerweile aber auch hierzulande weit verbreitet.

 

Zahlungsausfälle möglichst gering halten

Das Forderungsmanagement hat zum Ziel, Zahlungsausfälle so gering wie möglich zu halten. Zahlungsausfälle können insbesondere Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmer stark belasten, da sie die Liquidität einschränken und möglicherweise dafür sorgen, dass man selbst zahlungsunfähig wird. Eine Forderung entsteht dadurch, dass ein Unternehmen seine Dienstleistungen beziehungsweise Produkte nicht gegen Bargeld anbietet, sondern dem Kunden das Zahlen auf Rechnung ermöglicht. Hiermit verbunden ist in der Regel ein bestimmtes Zahlungsziel. Geht der offene Betrag nicht am Stichtag des Zahlungsziels auf dem eigenen Konto ein, entsteht eine offene Forderung.

Offene Forderungen managen

Um den Überblick über offene Forderungen zu behalten, müssen diese strategisch behandelt werden. Unternehmer müssen vorab die Schritte definieren, die zu unternehmen sind, wenn ein Kunde in Zahlungsverzug gerät. In der Regel wird der Rechnungsempfänger im ersten Schritt an seine Zahlungspflicht erinnert und ihm wird ein gewisser Zeitraum vorgegeben, in welchem er die Zahlung erledigen sollte. Die Festlegung bestimmter Zahlungskonditionen sollte bereits im Vorfeld erfolgen und möglichst für alle Kunden einheitlich gestaltet werden. Im Idealfall hält man die Zahlungsbedingungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest und gibt Interessenten so vorab einen Einblick in das Geschäftsprozedere. Allerdings beginnt wirkungsvolles Forderungsmanagement nicht erst mit Zahlungserinnerungen, Mahnungen und dem Eintreiben offener Forderungen. Bereits im Vorfeld kann viel für die Vermeidung von Zahlungsausfällen getan werden. So ist es beispielsweise ratsam, die Bonität des Kaufinteressenten zu prüfen, bevor dieser Waren oder Dienstleistungen auf Rechnung erhält. Daneben gehören auch das Bestimmen von Zahlungskonditionen, die Debitorenbuchhaltung sowie Mahnungen und das Inkassowesen zum Forderungsmanagement.