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Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

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Alle Jahre wieder passen sich die der Lohnabrechnung zugrunde liegenden Rechengrößen für die Berechnung der Abgaben an die Sozialversicherung mit dem Jahreswechsel an. So steigt mit dem Jahreswechsel 2020/2021 der Zusatzbeitrag zur GKV. Hier gab es bereits beim Jahreswechsel 2018/2019 eine entscheidende Änderung.

Seit 2019 wird der Zusatzbeitrag zur GKV (gesetzliche Krankenversicherung) nicht mehr vollumfänglich vom Arbeitnehmer, sondern zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen.

Warum gibt es neben dem Beitrag zur Krankenversicherung noch einen Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung?

Die Krankenkassen müssen die von ihnen eingezogenen Beiträge an den beim Bundesversicherungsamt eingerichteten Gesundheitsfonds abführen. Sie erhalten dann aus diesem Topf Zuweisungen, mit denen sie ihre Ausgaben bestreiten. Die Zuweisungen an die Krankenkassen sind nach Alter, Geschlecht und Krankheitszustand der Versicherten berechnete Durchschnittsbeträge.

Dadurch kann es sein, dass die einzelne Krankenkasse damit ihre tatsächlichen Ausgaben nicht vollständig decken kann. In diesem Fall ist sie gezwungen, von ihren Versicherten Zusatzbeiträge zu verlangen. Die Krankenkassen haben den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag als Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen jedes Mitglieds zu erheben (kassenindividueller Zusatzbeitragssatz). Der Zusatzbeitragssatz ist so zu bemessen, dass die Einnahmen aus dem Zusatzbeitrag zusammen mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds und den sonstigen Einnahmen die voraussichtlich zu leistenden Ausgaben und die vorgeschriebene Höhe der Rücklage decken.

Der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz ist originärer Bestandteil des Krankenversicherungsbeitrags und vom Arbeitgeber zusammen mit den übrigen Krankenversicherungsbeiträgen einzubehalten und an die Einzugsstelle abzuführen.

Erhöhung 2021

Eine aktuelle Übersicht zu den aktuellen Zusatzbeiträgen der Krankenkassen finden Sie auf der Seite www.gkv-spitzenverband.de

Um die Corona-Belastungen aufzufangen steigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2021 um 0,2% auf neu 1,3% an. Die Schwankungsbreite reicht von aktuell 0,0% (bspw. AOK Sachsen-Anhalt) bis zu 2,7% (bspw. BKK STADT AUGS­BURG). Entsprechend steigen die Personalkosten für Arbeitgeber um durchschnittlich 0,1% an, je nachdem welche Krankenkasse ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gewählt haben.

Gesundheitskarte: Gesetzliche Krankenversicherung

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