Marketing für Start-ups: Storytelling

Marketing für Start-ups: Was ist Storytelling?

Eine gut erzählte Geschichte bleibt in Erinnerung. Darauf basiert auch Storytelling, das zunehmend von immer mehr Firmen als Möglichkeit entdeckt wird, die erfolglosen Pfade konventioneller Werbung zu verlassen und neue Kunden online zu finden.

Storytelling, das sind natürlich keine Texte, die von Personen vorgetragen werden, obwohl auch dies natürlich auf Events vorkommen kann. Ein Storytelling-Konzept ist darum bemüht, das Profil einer Marke rundherum zu schärfen und den Kunden oder potenziellen Kunden die Möglichkeit zu geben, sich mit dieser Marke zu identifizieren und im Idealfall sogar zum „Markenbotschafter“ zu werden.

Passend zum Unternehmen – und zur Zielgruppe

Voraussetzung für den Erfolg von Storytelling-Konzepten ist eine herausragende Kenntnis der Zielgruppe. Wie die „normalen Körper“ der Kampagnen der Kosmetikmarke Dove oder die leidenschaftlichen Heimwerker in den Spots der Baumarktmarke Hornbach sollte Storytelling in der Welt der angesprochenen Personen funktionieren und eine hohe Identifikation begünstigen.

Authentizität und Originalität ermöglicht langfristige Kundenbindung und ein starkes Markenprofil, das sich dem von der direkten Konkurrenz absetzt.

Die besten Storytelling-Konzepte sind erfolgreich, weil sie Emotionen wecken. Spannend sollte es sein, wenn ein Start-up von sich und dem eigenen Angebot erzählt und dabei einen Ausschnitt (kein umfassendes Bild, sondern nur einen Einblick) in ein Unternehmen zeigt, der das Interesse an mehr Informationen über diese Firma weckt.

Die richtige Geschichte finden oft genau die Personen, die ein Angebot oder eine Produktpalette mit entwickelt haben: Schließlich kennen sie die Zielgruppe, aber auch die Vorteile gut und haben bereits erlebt, wie das Feedback der Käufer in der Praxis ausfällt, erste Erfahrungen gemacht.

Die meisten Start-ups sind aus einer spontanen Idee entstanden, die sich als Story gut nutzen lässt: Je authentischer, desto besser. Visuelle Reize und eine Sprache, die genau zur Zielgruppe passt, sind Voraussetzung. Je mehr im Kopf des Betrachters in Bewegung gesetzt und mit Assoziationen versetzt werden kann, desto besser.

Deswegen ist es auch gar nicht so wichtig, dass jede „Story“ ein Happy End oder überhaupt ein Ende hat. Ganz im Gegenteil kann es sogar von Vorteil sein, dem Zuschauer die Wahl zu überlassen, wie es wohl weitergehen mag.

Wichtig ist, dass Emotionen erzeugt werden und Dinge passieren, statt dass nur erzählt wird, dass sie passieren. Beim Storytelling ist es wichtig, keine gekünstelten Konstrukte zu präsentieren, sondern mitzureißen und mit authentischen Geschichten zu begeistern.

Nicht, um eine perfekte Welt zu zeigen – sondern stattdessen Reibung zu erzeugen, Gefühle wachzurufen und zu Ideen und zum Nachdenken anzuregen.

Storytelling: Es war einmal, kurz vor der Gründung ….

Eine gute Quelle der Inspiration sind alle Mitarbeiter, die Kundenkontakt haben. Aber auch die Geschäftsleitung hat etwas zu erzählen:

Jeder Start-up Founder erzählt spätestens nach dem Elevator Pitch, beim Erstellen des Businessplans oder auf Netzwerktreffen, woher die eigene Geschäftsidee stammt.

Nach dem zweiten oder dritten Mal weiß er oder sie, welche Anekdote gut ankommt, welches Details Fragen aufwirft und wo das Publikum lachen muss oder fragt, wie der Shop denn heißt. Das sind die Punkte, an denen Storytelling für Start-ups ansetzen kann: Welche „Persönlichkeitsmerkmale“ des Angebots machen der Zielgruppe Spaß und geben Gelegenheit zur Identifikation?

Weiterführende Links:

The seven deadly sins of Startup Storytelling

Erfolgreiches Business Storytelling – 5 Best Practice Cases, der Rest ist Geschichte

20.05.2016 | 1
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