33 Content-Ideen für Steuerberater in Social Media Netzwerken

22 Content-Ideen für Steuerberater*innen

In den Sozialen Netzwerken präsent zu sein wird täglich wichtiger. Als praktischen Push und Arbeitshilfe geben wir Ihnen 22 Content-Ideen für die moderne Steuerkanzlei

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Wenn Ihre Kanzlei sich in den Sozialen Medien präsentiert, möchten Sie informieren, Mehrwert liefern, unterhalten, Vertrauen aufbauen und auf diesem Weg Mandanten, Interaktionen und Website-Traffic generieren. Das ist nicht wenig. Vor allem wenn man bedenkt, wie wenig Zeit im Kanzleialltag für Marketing bleibt. Deshalb teilen wir unsere 22 Content-Ideen für Steuerberater und Steuerberaterinnen mit Ihnen – und dann noch Hunderte mehr.

Bevor Sie sich über unsere Liste hermachen, um Content für Ihre Social Media Kanäle zusammenzustellen, sollten Sie noch drei Hinweise beachten:

Jeder dieser Tipps kann für mindestens drei bis fünf Einträge genutzt werden, bei drei Postings in der Woche können Sie also mit wenig Aufwand Content für ein halbes Jahr planen und dann einfach noch mal von vorne anfangen. Wenn Sie unseren Zusatz-Tipp ergänzen, ist sogar das Content-Gerüst für ein laufendes Jahr drin.

Denken Sie daran, dass aussagekräftige und individuelle Fotos und Grafiken in den richtigen Formaten für jede Plattform Ihre Mühen erst wertvoll machen – und vergessen Sie vor allem nie den CTA, den Call-to-Action beziehungsweise die Handlungsaufforderung am Ende. Auf der Seite vorbeischauen, den Newsletter abonnieren, eine Meinung abgeben und so weiter.

Gut vorbereitet ist halb gewonnen: 22 Content-Ideen für Steuerberater und Steuerberaterinnen

1. Tipps und Hinweise mit konkretem Mehrwert

Gibt es nützliche Informationen, die Sie Mandanten immer wieder erklären? Packen Sie das in einen Social Media Post. Oder in mehrere. Beginnen Sie, alles zu notieren und auf diese Weise weiter zu verwerten, was Sie mehr als einmal wöchentlich erläutern. Steuertipps, organisatorische Tipps und Tricks, machen Sie eine Serie daraus, vielleicht an einem festen Wochentag.

2. Erzählen Sie, was Ihre Kanzlei so alles macht

Einerseits die Routine, andererseits die Besonderheiten. Teilen Sie zum Beispiel eine Info darüber, was Sie anbieten und wie die Zusammenarbeit für die Mandanten aussieht. Holen Sie die Vorteile einer digitalen Zusammenarbeit nach vorne und zeigen Sie den lexoffice Steuerberaterzugang. Zeigen Sie generell die Vorteile einer orts- und zeitunabhängigen Zusammenarbeit auf.

3. Teilen Sie praktische Hinweise, die Bezug zu Ihren Dienstleistungen haben

Erinnern Sie an Abgabefristen, an anstehende Steuertermine, ablaufende Zertifikate, Gesetzesänderungen und jeweils die Auswirkungen für die Mandantschaft. Arbeiten Sie jeweils die Vorteile heraus, wenn Mandanten sich um solche Abläufe und damit auch um Fragen an Ihre Kanzlei rechtzeitig und zeitnah kümmern und signalisieren Sie Service und Expertise.

4. Zeigen Sie Persönlichkeit(en)

Jede Kanzlei hat ihre Fachleute und deren Besonderheiten, die durch ein bisschen Hintergrundwissen noch sympathischer und nahbarer gemacht werden. Bringen Sie Porträts des Teams unabhängig vom Aufgabenbereich nach dem Muster „Angelika möchte Angie genannt werden – die Fachkraft für internationale Umsatzsteuerthemen holt sich auf dem Mountainbike frische Power und braucht am Montag dringend Kaffee“.

5. Qualifikationsnachweise und Weiterbildungszertifikate

Das Leben als professioneller Berater besteht aus unzähligen Weiterbildungen, Webinaren und Fachbüchern. Erzählen Sie, was Sie gelesen und gelernt haben, zeigen Sie frisch erworbene Zertifikate und berichten Sie von Weiterbildungen – nicht nur Sie, sondern wieder das ganze Team.

6. Besondere Angebote

Bekommen Ihre Mandanten Rabatt, wenn sie auf eine digitale Buchhaltungslösung umsteigen? Bieten Sie kostenlose Checklisten oder Beratungsgespräche zum Sonderpreis an? Mandanten lieben klar kommunizierte und übersichtliche Angebote mit Mehrwert. Wer nicht?

7. Bewertungen

Wenn Ihre Mandanten sich lobend oder wohlwollend außern, so ist das ein Grund zur Freude und für gezielte Postings mit einem Zitat und einem Dank. Wenn Ihre Mandanten sich nicht wohlwollend äußern, sollten Sie Ihre Prozesse für Web-Bewertungen und Empfehlungsmarketing überarbeiten (und darüber posten).

8. Blogposts

Ein Posting im Blog, sofern die Inhalte noch aktuell sind, kann nicht nur einmal in den Online-Medien geteilt werden, sondern viele Male. So genannter Evergreen-Content mit zeitlosem Mehrwert oder Unterhaltungswert sollte in vielen Fällen das Ziel sein, wenn Blogposts erstellt werden. Diese können dann alle vier bis fünf Monate mit einem ANDEREN Teaser noch einmal geteilt werden – vielleicht arbeiten Sie einfach einen anderen Aspekt heraus bei der Ansprache.

9. Stellen Sie die richtigen Fragen

Stellen Sie Fragen. Nicht nur nach den Herausforderungen, mit denen die Mandanten sich plagen – sondern auch nach Erlebnissen, Wünschen, Anregungen rund um die Zusammenarbeit, aber auch als Unternehmerin oder Unternehmer und in Bezug auf alles, was mit der Selbständigkeit zusammenhängt. „Arbeiten Sei schon digital?“

10. Video-Posts

Kein Format ist zurzeit erfolgreicher als Videos und die meisten Plattformen haben eigene Formate, was Größen in der Darstellung und optimale Längen angeht. Das heißt zwar, dass es aufwändiger ist, ein Video zu erstellen – aber auch, dass Sie es vielfältig einsetzen und bei Gelegenheit wiederholen können. Probieren Sie aus, welche Themen von Ihnen erzählt werden wollen. Starten Sie mit dem Alltag, einem Event oder einem Interview.

11. Myth-Busters: Missverständnisse wegerklären

Sie kennen die üblichen Irrungen und Wirrungen, fälschlichen Annahmen und unlogischen Vermischungen von Annahmen um steuerliche Fragen, Rechtsformen und Gründerthemen, die immer wieder auftauchen. Machen Sie eine Serie daraus, in Ihren eigenen Worten und Werten die falschen Annahmen zu klären und potenzielle sowie Bestandsmandanten zu informieren.

12. Entertainment

Passende Cartoons, Memes, Scherze können Ihre Timeline auflockern – wenn der sprudelnde Unterhaltungsfaktor steuerlicher Gesetzgebung nicht genug hergibt, haben Sie ja immer noch saisonale Anlässe, Themen des Weltgeschehens und skurrile Dinge, die Ihnen widerfahren sind. Zum Beispiel Abläufe, die früher unfassbar aufwändig waren und heute dank Digitalisierung ein Klacks sind, bieten einen humorvollen Rückblick.

13. Events

Ob Sie an einem Webinar teilnehmen oder eins veranstalten, eine digitale oder echte Konferenz besuchen, sich in einen Unternehmerstammtisch einklinken oder eine neue telefonische Beratungsstunde anbieten: Sprechen Sie drüber und nutzen Sie die Gelegenheit, die Vielfalt Ihrer Kanzlei darzustellen. Kündigen Sie jedes richtige Event vorher an, posten Sie während des Events und einen Eindruck im Anschluss.

14. Networking

Stellen Sie in Form von kurzen Posts und Verlinkungen die spannenden Menschen Ihrer geschäftlichen Umgebung vor, mit denen Sie arbeiten. Geschäftspartner, Betreiber von guten Angeboten, die Sie nutzen, mit Ihnen verbandelte Experten – interessante Persönlichkeiten, durch die klar wird, dass Sie keinen Tunnelblick betreiben in Ihrem Umfeld.

15. Use Cases und Mandanten-Stories

Sie haben erfolgreich die Buchhaltung einer ganzen Zielgruppe Ihrer Kanzlei optimal digital organisiert und gleich 10 ausgebuchte Webinare für eine Einführung gegeben? Sie haben einem spannenden Startup dank digitaler Steuerberatung den Rücken freigehalten, obwohl das Team sich auf den Malediven tummelte? Erzählen Sie nach Absprache und in Zusammenarbeit mit zufriedenen Mandanten die besten Geschichten.

16. Statistiken

Wetten, Sie kennen Fakten über die Zielgruppe, die den Menschen selbst nicht klar sind? Falls nicht, können Sie diese mühelos ermitteln. Geben Sie einfach mal „Steuern“ auf https://de.statista.com ein und Sie wissen sofort, was gemeint ist. Vielleicht posten Sie in der Karnevalssaison mal über alkoholbezogene Steuern, über die Höhe von Steuereinnahmen durch Lohnsteuer oder die Summe von Sofort- und Überbrückungsmaßnahmen im Handwerk – Sie wissen selbst am besten, was Ihre Mandanten faszinieren könnte.

17. Eigenwerbung

Alle siebzehn bis zwanzig Posts ist es an der Zeit, schnörkellos und unmissverständlich auf das eigene Angebot hinzuweisen – für alle diejenigen, die ein Posting über Freunde von Freunden angezeigt bekommen aufgrund deren Reaktionen und vielleicht nicht wissen, was Sie anbieten. Denken Sie daran, dass viele Menschen erst zu einer Kanzlei wechseln, wenn sie mehr als einen Eindruck gewinnen konnten – bleiben Sie dran.

18. Feiertage und andere Anlässe

Ein langer Brückentag naht? Wünschen Sie ein schönes Wochenende und erzählen Sie, ob Sie frei nehmen. Weihnachten rückt näher? Sprechen Sie über Kundengeschenke und Betriebsfeiern – arbeiten Sie steuerliche Besonderheiten heraus und gerne auch mal irgendwas eher Skurriles, was die Leute zum Lachen bringt.

19. Gerichtliche Entscheidungen

Viele Anwendungsfälle aus der Praxis haben Luft nach oben oder bieten in den Augen der Mandanten Entscheidungsspielräume, wo der Gesetzgeber vielleicht aber keinen vorgesehen hat. Solche Entscheidungen in steuerlichen Streitfällen sind auch für Laien spannend nachzulesen – legen Sie am besten gleich eine kleine Sammlung an, die stetig erweitert wird.

20. Pressearbeit

Sind Sie erwähnt worden, von anderen interviewt worden, haben Sie ein Interview gegeben oder einen Fachartikel veröffentlicht? Dann sollten Sie es wie alle Ihre Pressemitteilungen und auch die Kanzlei-Newsletter in den sozialen Netzwerken erwähnen und verteilen.

21. Umfragen

Umfragetools sind in diversen Plattformen bereits integriert, Sie brauchen nur noch ein paar Fragen und die passenden Interaktionen, schon kann es losgehen. Fragen Sie, welche Mandanten schon digital sind, welche Gründe dafür sprachen, welche sie abhielten oder abhalten, welche Funktionen digitaler Buchhaltung die wichtigsten sind, ob die Mandantenplattform genutzt wird und so weiter.

22. Zitate, Rückblicke, Meinungen

Halten Sie sich fern von Politik, Religion und neuerdings Gesundheitsthemen. Abgesehen davon wertet es Ihre Außendarstellung auf, wenn Sie zeigen, welche Zitate Sie motivieren, welche Ereignisse Sie geprägt haben und wie Sie zu steuerlichen Entwicklungen, digitalen Anforderungen und den Corona-Hilfen stehen. Immer sachlich, freundlich, konstruktiv, versteht sich. Aber mit Charakter.

Weitere Hunderte von möglichen Content-Ideen finden Sie in unserer Studie zur Kanzlei der Zukunft

Wie die Welt der Steuern, der Zusammenarbeit mit Mandanten und generell die Arbeitswelt in naher Zukunft aussehen werden, sofern es nicht sogar schon so weit ist, erfahren Sie in unserer Zukunftsstudie, die Sie sich kostenlos herunterladen können.

#Zukunftskanzlei ist eine Studie von der Branche für die Branche.

Die Studie entwirft iterativ eine Kanzlei der Zukunft, von der sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten lassen, die Kanzleien und deren Mandanten zugutekommen. Eine spannende Lektüre und die Quelle für viele Zitate, mit denen Sie in Social Media Stellung zur #zukunftskanzlei beziehen können.

  • Foto: Adobe Stock AYAimages
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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